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Wieder neue Rekorde in Homburg Jörg Davidovic und Andreas Reich geben alles.....

Das Homburger Bergrennen feierte dieses Jahr sein 45 jähriges Jubiläum. Etwa 130 Starter wollten es sich nicht nehmen dabei zu sein. Der Wettergott meinte es sehr gut mit uns und zeigte beide Tage ideales Rennwetter. Der Ablauf der Veranstaltung gestaltete sich optimal. Nach drei Trainings und Rennläufen rollten die Fahrzeuge schon am Nachmittag in das Waldfahrerlager ein. Am Renntag gab es über den ganzen Tag keine größere Unterbrechung und gegen 16 Uhr war man mit den Rennläufen durch und es konnte sich in Ruhe auf die Siegerehrung konzentrieren werden, die ab 18 Uhr angesagt war. 

Premiere gelungen nach 12 Jahren sitzt Uwe Schäf sitzt wieder am Volant und steuert seinen bekannten Renner dem Gipfel entgegen...

Der NSU Bergpokal war natürlich mit von der Partie hier in Homburg und trug seinen sechsten Saisonlauf aus. Bilder by Patrick Mohr, danke..

 Die größte Freude war es aber das Uwe Schäf das Fahrerlager säumte und mit seinem bekannten Renn-TT nach 12 Jahren Renn-Abstinenz wieder an die Startlinie rollte! Insgesamt waren neun NSU TT da, die um die schnellsten Zeiten auf dieser 2600 Meter langen und fahrerisch sehr anspruchsvollen Strecke kämpften!

Los ging es mit dem Training am Samstag. 

Manfred Steinwand brachte an diesem Tage nur einen Trainingslauf komplett nach oben, da eine lose Zündverteilerkappe die forsche Fahrt zu T3 vorzeitig beendete, die Bestzeit von Manfred entstand somit in Training 2 mit 1.45.611.

Uwe Schäf und Roman Szott hatten sich am Trainingssamstag gefunden und stritten sich um die 7 und 8 Position. Während Roman wie immer sehr routiniert zu Werke ging musste Uwe erstmal das Auto, sich und die Technik testen. Nachdem mit der Wagenpassverlängerung alles optimal geklappt hatte konnte es für Uwe dreimal auf die 2600 Meter lange Strecke gehen. Roman zauberte 1.44.676 aus dem Hut und Uwe wusste nach bestandener Technikprüfung im NSU TT mit 1.44.987 zu kontern. Der grüne NSU von Uwe Schäf ist ein schöner Farbfleck im bunten NSU Fahrerlager. Schön das der sympathische Fahrer aus Sulzbach an der Murr, der schon zu Gründerzeiten des NSU Cups in den frühen Neunziger Jahren mit einem NSU 1000 TTS die Startlinie säumte mit diesem Auto wieder dabei ist, aktuell natürlich mit 1.3 Liter Hubraum!

Weiter ging es im Fahrerduell mit Mike Vogel und Wolfgang Schwalbe, die sich in der aktuellen Saison zu immer neuen Bestzeiten anspornen, so soll es natürlich sein und genau so macht es auch Spaß! Mike brettert im Davidovic NSU TT auf 1.35.632 während Wolfgang Schwalbe nicht minder schnell ist und das Geschehen mit 1.35.710 angeht. Damit sind die beiden gleich schnell und für den Renntag dürfte dieses Duell für ordentlich Spannung in der Serie sorgen. Damit Rang 5 für Mike aktuell und Position 6 für den zweiten Odenwälder Wolfgang Schwalbe auf Augenhöhe unterwegs! 

Weiter geht es im Ranking mit den beiden KWR Piloten Uwe Schindler und Christoph Schwarz. Während Uwe das Training meist relaxed angeht sieht Christoph gleich zu die Strecke optimal und mit vollem Einsatz zu befahren! In Lauf 2 gelang ihm das Kunststück eine 1.31 er Zeit auf den heimischen Asphalt zu knallen! Mit 1.31.919 steuerte der frisch gebackene Vater seinen TT KWR hervorragend auf die dritte Position. Uwe wie gesagt ohne den allerletzten Einsatz im NSU Einspritzer unterwegs konterte Uwe mit 1.32.872 auf Position 4 gelegen. Damit war Christoph erstmals schnellster KWR Pilot im Training nachdem Thomas Krystofiak in seinem verdienten Urlaub verweilte!

Immer am Limit auf seiner Lieblingsstrecke in Homburg, Andreas Reich.......

Nun wurde es nochmal ganz schnell. An der Front tobte ein wilder Kampf zwischen Andreas Reich und Jörg Davidovic, die  beide im Training die magische 1.30 Schallmauer locker unterfuhren! Andreas Reich der schon wie Vater Edgar das legendäre Brückchen fast voll und mit höchster Spitzengeschwindigkeit durchfuhr landete nach drei heißen Heats im Reich Racer TT mit 1.28.435 auf der zweiten Position. Damit lag er ein Sekunde über dem Streckenrekord von Steffen Hofmann, der 2013 mit 1.27.448 gelistet war. Ein super Leistung des Jungen aus dem Simonswälder Tal, der genauso zu Werke geht wie Vater Edgar hier vor 20 und 30 Jahren. 

 

Die Top Zeit bildete jedoch Jörg Davidovic, der aktuell fast egal wo er antritt die NSU Streckenrekorde nach unten purzeln lässt. Hier am Homburger Berg, der zur Hälfte in Rheinland Pfalz und zur anderen Hälfte im Saarland liegt legte sich Jörg erneut mächtig ins Zeug! Nachdem er in T1 die Bestzeit fuhr, Andreas Reich sich diese aber in T2 zurückholte legte Jörg in T 3 mal eben wieder ein Schüppchen nach! Mit 1.27.800 feuerte der Odenwälder Profi den NSU 4/10 über die Steffen Hofmann Bestzeit. Rund sauber und nie überzogen zeigte Jörg ein Top Linie, die man eigentlich besser garnicht fahren kann! Mit diesem Auftritt landete Jörg auf der Trainingsposition 1! 

Am Abend wurde ein langer Tisch gebildet und alle NSU Fans und Fahrer, aber auch Polo Fahrer wie Franz Weißdorn, Walter Voigt und Hajo Schmidt genossen einen wundervollen Abend, an dem man es wie zu dieser Jahreszeit üblich sehr lange draußen aushalten konnte! 

Eine schöne lange Essenstafel wurde am Samstag Abend gebildet, schön war es.....

Weiter ging es dann am Renntage in der früh mit dem Kampf um die Bestzeiten. Manfred Steinwand hatte leider Pech, nachdem er in Rennlauf 2 den bildschönen TT mit schwachem Öldruck im Zielbereich abstellen musste. In Aufstieg 1 bildete der Mann aus Winnenden noch mit 1.44.472  seine Wochenendbestzeit! Da wäre in 2 und 3 bestimmt noch mehr möglich gewesen doch so musste der NSU TT an das Abschleppseil und den Renntag beenden, schade!

 

Besser erging es da Roman Szott, der schon im ersten Lauf mit 1.43.360 seine Bestzeit zeigte. In den weiteren Rennläufen mit zunehmender Wärme wurde der Frankfurter Jung etwas langsamer, die Gesamtzeit von 5.12.679 reichte für die achte Position im Klassement der NSU Racer.

Ganz anderes Uwe Schäf, er gewöhnte sich sehr schnell wieder an sein Renngerät. Alles begann am Renntage mit 1.43, weiter in Aufstieg 2 über 1.42. Im dritten Heat dachte ich schon Uwe fährt als wenn er nie weggewesen wäre, mit starker 1.40.892 unterwegs beendete Uwe zufrieden den Renntag. Mit einer Gesamtzeit von 5.06.910 beendet er seinen erstes Rennwochende nachdem er 12 Jahre nicht mehr im Rennauto gesessen hat! Das nächste mal werden wir Uwe wohl in Unterfranken bewundern können! Zu den Zeiten hier in Homburg, mit dem über 110 Ps starkem 1 Liter Triebwerk konnte Uwe hier im TTS schon in den Neunziger Jahren auf 1.33 rasen in den Neunziger Jahren! Aktuell ist er natürlich mit 1.3 Liter Aggregat unterwegs.

Nun aber wieder zum aktuellen Renngeschehen. Wir erinnern uns an Mike Vogel und Wolfgang Schwalbe die sich hier duellierten am Trainingstage! So und nicht anders sollte es am Renntage weitergehen! Wolfgang ging in der Früh die Pace und stempelte seine Homburg Bestzeit in den Asphalt mit 1.35.441. Mike war etwas überrascht über den starken Auftritt und konterte mit 1.36.137! In Lauf 2 und 3 ließ Mike nichts anbrennen und legte sich mit zwei 1.35 er Zeiten mächtig ins Zeug, die schnellere mit 1.35.474. Das war ebenfalls Homburg Bestzeit für Mike. Wolfgang konterte mit zwei 1.36 er Zeiten und es blieb für den Mann aus Bad König im Endeffekt eine 4.47.749 er Gesamtzeit übrig. Mike steuerte seinen Renner knapp davor auf 4.47.215 im Gesamt. So blieb für Mike Vogel der bessere Rang nämlich der fünfte, für Wolfgang aber die schnellste Einzelzeit und der sechste Rang, ich denke so konnte beide zufrieden heimkehren!

Nun kommen wir zu Christoph Schwarz, der im ersten Rennlauf mit dem Messer zwischen Zähnen die 1.30 er Schallmauer unterbieten wollte. Das weit spätere Bremsen vor den Kurven ließ aber keine runden sauberen Kurvenfahrten mehr zu und so stürmte Christoph zwar spektakulär dem Ziel entgegen, doch die Zeit blieb bei 1.34 hängen. In Heat 2 und 3 wieder rund und sauber unterwegs mobilisierte der Pfälzer 1.32 und seine Homburg Bestzeit in 3 mit 1.31.857. Damit konnte Christoph zufrieden sein denke ich, der mit 4.38.277 Rang 4 bekleidete!

Duo Infernale Wolfgang Schwalbe und Mike Vogel, hier Wolfgang bei der Anfahrt auf das Zuschauer s bei Posten 7 und 8

Unser Sonntags/Geburtstags Kind Uwe Schindler packte am Renntage wieder mächtig drauf was die Zeiten angeht und somit natürlich ebenfalls im Speed! Uwe ließ richtig krachen und schenkte sich mit 1.30.857 Wochenendbestzeit im Kampf um

 

Das Podium selber einen Stockerlplatz! Mit zwei 1.30 er und einer 1.31er Zeit war der Mann aus Bayern nicht nur das Geburtstagskind  im KWR Renner mit 4.33.658, sondern auch empfänglich für einen schönen Pokal ,herzlichen Glückwunsch an Uwe!

Weiter ging es mit Andreas Reich, der absolut schmerzfrei nach der langen Bergab/ Startpassage durch das enge Brückchen donnerte. Mit 132 km/h ließ er nicht nur die NSU Fahrer klar und weit hinter sich, nein er fuhr damit in gleich Regionen wie beispielsweise Hansi Eller, der hier weit vorn in der Zweiliterklasse einen über 300 Ps starken Minichberger Vw Corrado bewegt! Einfach unglaublich wie Angstfrei Andreas dort zu Werke ging. Der restliche Parcours wurde ebenfalls am Limit sehr sehenswert bestritten! Was sollte das für die Gesamtzeit bedeuten? In Aufstieg 2 tanzte Andreas Reich mit 1.27.669 nur 2/10 Sekunden über dem noch bestehenden NSU Streckenrekord von Steffen Hofmann herum. Ein Super Auftritt des Schwarzwälders, der damit seine absolute Homburg Bestzeit absolviert hat. Im Gesamt blieb nach zwei weiteren 1.28 er Zeiten der zweite Podestrang, eine Wahnsinns Leistung von Andreas, der die Geschichte von Reich Racing erfolgreich weiter schreibt!

 

Einer fehlt noch im Reigen der NSU Piloten, was macht der Jörg Davidovic am Renntage? Wir erinnern uns, das er bereits bei zwei Veranstaltungen zuvor den NSU Streckenrekord herunterfahren konnte und sich damit in die ewigen Bücher einträgt! Los ging es, kräftig, bärenstark, laut schreiend, hochdrehend am Start weg im Davidovic NSU TT Gefährt! Über die Strecke sauber, bestens abgestimmt, rund, ruhig, wenn auch von Andreas Reich getrieben am Limit unterwegs dem 2600 Meter entfernten Ziel entgegen. Was sagt der Chronograph zu dieser sehenswerten optimalen Auffahrt, die begleitet wird von dem infernalischen Gebrüll des hochdrehen Kurzhubtriebwerks? Lauf 1 , 1.27.448 damit gleiche Zeit wie Steffen Hofmann, beide gleichauf auf Rekord! Zweiter Lauf 1.27.524 knapp über Rekord, Aufstieg 3 ,1.27.011 neuer absoluter Streckenrekord. Muss man dazu noch etwas sagen, mir fällt nichts ein, fantastisch, Klassensieg mit erneutem Rekord für Jörg Davidovic, starkes Stück, damit sehen wir uns hoffentlich in drei Wochen am Hauensteiner Berg in der bayrischen Rhön wieder!

 

Von links Geburtstagskind Uwe Schindler auf Position drei, vor Jörg Davidoviv Siger mitte und Andreas Reich rechts auf P2

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