Bergrennen Wolsfeld 2010

 

                3.Lauf zum NSU Bergpokal 2010

 

               Schaltprobleme auf ganzer Wellenlänge

                Weitere Bilder folgen..........

 

Die Bergrennstrecke von Wolsfeld hier in der Eifel, nähe Bitburg gelegen, stellte wieder einmal sehr hohe Anforderungen an Mensch und Maschine. Klar ist das für die NSUs eine Strecke, mit einigen engen Spitzkehren, die dem Heckmotorkonzept entgegenkommt. Ein Beispiel hier für ist wohl das der schnellste Prinz gleich 1.5 Sekunden schneller war, als der schnellste 8 Ventil Polo mit wesentlich mehr Motorleistung, aber auch etwas höherem Gewicht!

14 NSU TT reisten hier in der Eifel an, um den sehr zahlreich versammelten Zuschauern bei schon bald zu heißem Wetter die Sechs Rückleuchten und das hier fahrerisch wohl maximal machbare mit solchen Gefährten zu zeigen!

Los ging alles mit Wolfgang Marx im tausender Prinz aber mit 1.3 Liter Aggregat. Er trainierte mit diesem wunderschönen Auto mit 1.28 er Zeiten.

Etwas schneller noch Wolfgang Schwalbe, er jagte den targa orangen TT mit 1.26.821 dem Ziel entgegen. Diese beiden Herrschaften hatten noch keine Erfahrung in der Deutschen Bergmeisterschaft und somit auch gar nicht auf diesem Terrain hier in Wolsfeld!

               

             Wolfgang Marx rast aus der Bitkurve in das nächste Geschlängel

Nun ging die Prozedur der nicht funktionierenden Schaltungen los, Pit Schabacker konnte keine Kurve vernünftig fahren. Die Gänge lagen irgendwo in weiter Ferne, trotzdem kam er auf eine Fahrzeit von 1.25.275 und das mit dem Gefühl im Bauch das wesentlich mehr geht, Rang 12.

Bei Bernhard Neuner lief alles reibungslos, er schloss an die tolle Leistung von Eschdorf an und fuhr hier auf 1.24.656, das war vorerst Rang 11.

Auf der gleichen Zeitlichen Ebene befand sich Karl Heinz Meurer, der hier am Wolsfelder Berg ebenfalls Premiere feiert und den neuen TT bei seinem zweiten Rennen überhaupt erst einsetzt, mit 1.24.186 steuerte er sein neues Vehikel auf den zehnten Rang.

Walter Voigt hat in diesem Jahr fahrtechnisch sehr gut zugelegt und auch das Fahrzeug wurde stetig mit sinnvollen Kleinigkeiten weiter verbessert. Er fuhr ganz pikobello und akkurat auf 1.23.324 und damit war Rang 9 drin.

Von den Zeiten war es im Mittelfeld sehr eng und spannend, ein Schaltfehler konnte schon einen Rang Verlust bedeuten! Roman Szott war der nächste Angreifer auf Bestzeiten. Roman kam sehr gut zurecht und steuerte seinen Einspritzer NSU auf 1.22.249 in Trainingslauf 4, ein Ergebnis was sich sehen lassen kann!

              

               Steffen Hofmann testet wie immer in jeder Kurve das Limit an

Dann machte das ganze einen ordentlichen Sprung nach vorne. Lukas Hofmann, auf dem Renner von Gerhard hatte in den meisten Läufen mit Zündaussetzern zu kämpfen. Trotzdem besitzt er auch das "Hofmännsche" Fahrtalent  im Blut und steuert den roten Renner auf 1.20.731. Nach dem Wechsel der neuen Zündanlage gegen alte normale Technik lief auch dieses Auto Abends im Fahrerlager wieder sauber. Rang 7.

Dann Jörg Höber im TT, er konnte die 180 Grad Kehren im trockenen mit Slicks komplett im Slide fahren. Das deutete auf satt Motorenpower hin, aber ebenso wohl auf eine leichte Fahrwerksschwäche an der Hinterachse. Was kam dabei heraus, wild driftend und mit 360 Grad Dreher in einem Lauf war 1.17.979 möglich, Rang 6.

                  

                        Uwe Schindler lässt den KWR TT mächtig fliegen

Das ganze Wochenende perfekt unterwegs war Walter Fassbender, Rund, Sauber, leistungsstark mit knackigem Renngetriebe hieß die Devise des Neussers, seine Rechnung sollte bestimmt aufgehen, mit 1.17.05 stellte er den Grewe TT auf den fünften Trainingsrang!

Schaltproblem Nummer 2, Jörg Davidovic im neuen weißen Renner, es brach das Schaltgestänge bzw. der Schaltpinn in Lauf 3. Kurzer Hand wurde das ganze unten im Ort neu geschweißt und wieder eingebaut, ab diesem Moment bekam Jörg die Gänge nicht mehr optimal herein, immer hakte etwas, das war ein schlechtes Omen für den Renntag, war aber leider auch aufgrund des breiten Sitzes und daraus resultierendem speziell angefertigtem Schaltknüppel nicht mehr zu ändern. Jörg trainierte mit noch heiler Schaltung in Lauf 2 ,mit 1.16.916, Rang 4.

              

            Lukas Hofmann beim anbremsen auf die zweite  180 Grad Kurve

Steffen Hofmann fightete das es nur so krachte. Die Grünstreifen wurden einfach mit in die Strecke einberechnet und mit benutzt, vor Leitplanken hatte Steffen auch keine Angst, sie rückten Millimeter an den TT heran, starker Tobak ,absolut sehenswert das ganze, in jeder Kurve Grenzbereich, aber sauber gefahren, mehr ist denke ich im Moment so nicht machbar. Schaltprobleme Nummer drei grenzten Steffen natürlich etwas ein, da er sich bisher noch nie mit so etwas herumärgern musste, teilweise musste mit Zwischengas geschaltet werden, welches natürlich für die Bestzeit nicht unbedingt förderlich sein sollte, trotzdem endete das ganze bei 1.15.879 auf Trainingrang 3!

              

   Auch hier in der Bitkurve Schaltprobleme, Pit Schabacker konnte nicht frei fahren

Etwas schneller war da noch Uwe Schindler, er schmiss das KWR Geschoss ebenfalls in die Kurven als gäbe es kein halten mehr. In den engen Kurven fehlte Uwe beim heraus beschleunigen noch etwas Drehzahl, das ganze wollte er aber am Renntag in den Griff bekommen, welches auch gelang..., so blieb erst einmal Trainingsrang 2 ohne Probleme mit 1.15.136!

Dann jemand oder besser mein Geheimfavorit für 2010 Jochen Schittenhelm, Power Pur gepaart mit dem Willen ganz vorne zu fahren, dazu eine gehörige Prise Fahrkunst, so etwas muß wie eine Bombe einschlagen und das tat es auch! Jochen trainierte wirklich brilliant mit 1.14.802, eigener Streckenrekord und Trainingsbestzeit, mehr konnte er nicht wollen!!! Stark

                

                  Wolfgang Schwalbe im bildschönen Targa orangen NSU

Abends dann wieder gemütliches Zusammensitzen wie jedes mal , doch jetzt bei etwas wärmeren Temperaturen auch länger, das ganze wurde durch Wolfgang Marx und Wolfgang Schwalbe noch angenehmer bereichert, eine Gesamttruppe die ordentlich Spaß macht auch neben der Rennstrecke.

                 

                     Bildschönes Foto, Roman Szott stürmt den Berg hinauf

Am Samstagabend wurde Pit Schabacker noch einstimmig zum Präsidenten des CBC gewählt ich denke damit schlägt diese Rennserie, egal ob mit NSU oder anderen alten Autos den richtigen Weg ein und hat mit Pit Schabacker den absolut richtigen Mann gefunden, herzlichen Glückwunsch.

Am Pfingstrennmontag war es dann vom Wetter her genauso gut wie am Trainingstag zuvor. Nun hieß es Ampel auf grün und ab die Post, vier Wertungsläufe wurden gefahren, davon wie immer gehen nur drei beim NSU Bergpokal in Wertung, die drei besten!

                 

                                Immer voll in Action Jochen Schittenhelm

Im Rennen ging es dann mit Wolfgang und Wolfgang (Marx und Schwalbe) weiter wie am Trainingstag. Sie duellierten sich, jeder von beiden fuhr 2 schnellere Einzelläufe und konnte diese natürlich mit in die Wertung nehmen, da war Punktgleichheit angesagt und somit wurde zweimal Rang 11 belegt. Wolfgang Marx mit 1.25.526 schnellster Einzellauf und Gesamtzeit 5.46.138 und Wolfgang Schwalbe mit 1.25.910 auf 5.45.101, nach vier Rennläufen lagen beide gerade mal eine Sekunde in der Gesamtzeit auseinander, Spannung war so über gen ganzen Tag angesagt.

Weiter leider immer noch mit Schaltproblemen ausgestattet Pit Schabacker, ein Rennwochenende für die Katz, so die Aussage des sympatischen Göttingers. Er fuhr 5.43.400 mit massiven Schaltproblemen auf Rang 10 in diesem Feld!

Bernhard Neuner konnte sich auf 1.24 iger Einzellaufzeiten einschiessen und relativ problemlos so auf eine Gesamtzeit von 5.41.837 fahren. Bernhard war zufrieden, der Aufwärtsdrang des Nürnbergers in 2010 wurde auch auf dieser kniffeligen Strecke klar bestätigt! Von den Punkten her war er gleichauf mit Pit, daher Rang 10 doppelt belegt nach NSU Wertungsmodus.

                   

                          Steigert sich gewaltig, Walter Voigt im ex Spiess NSU

Karl Heinz Meurer legte noch klar eine Schüppe drauf, pro Lauf konnte er Bernhard etwa immer so eine Sekunde abnehmen. Karl Heinz, der lieber lange schnelle Bergrennstrecken unter die Slicks nimmt fuhr so auf eine Gesamtzeit von 5.36.368, Rang 9 hier in der Eifel.

Wiederum etwas mehr als eine Sekunde pro Rennlauf fand Walter Voigt, mit 1.22.230 bildete er seine Bestzeit, das ganze auch wesentlich spritziger gefahren als am Trainingstag, eine Gesamtzeit von 5.29.922 war so möglich, klasse Rang 8.

                  

              Karl Heinz Meurer im zweiten Rennen auf seinem neuen NSU TT

Roman Szott musste ordentlich hinlangen um Walter Voigt in den Griff zu bekommen. Er behielt aber die Oberhand mit 1.21.122 Laufbestzeit und 5.26.525 Gesamtzeit. Wenn es knapp wird und jemand aufholt macht Roman Szott immer noch ein paar Sekündchen locker, das gelang auch hier, Rang 7!

Klarer absetzen konnte sich da ohne Zündaussetzer Lukas Hofmann. Ich denke er fährt den TT vom Herrn Papa schon deutlich aus, viel mehr geht da kaum, Kurve, letzte Rille aber sauber überall schnell unterwegs, Gesamtzeit 5.19.976 mit ordentlich Abstand nach vorn und hinten Rang 6 mit 1.19.269 Laufbestzeit!

              

               Jörg Höber nutzt die ganze Fahrbahnbreite

Rang 5 wurde brüderlich geteilt. Jörg Höber und Jörg Davidovic fuhren sehr schnell aber nicht wie sie wollten sondern nur wie sie konnten. Jörg Davidovic war bekanntlich mit wundem Schaltgestänge unterwegs, Gänge einlegen Glückssache, so steuerte er seinen weißen Renner trotz des riesigen Handycaps auf 1.17.107 Laufbestzeit mit 5.12.906 Gesamt.

Etwas besser als am Vortag lief es bei Jörg Höber, etwas runder gefahren steuerte er den Eigenschaften der falschen Federn etwas entgegen und kam so auf 1.16.919 schnellste Einzelzeit. Im vierten Lauf blieb Jörg kurz vor dem Ziel mit gesprängter Kupplung liegen. Was wohl mit optimalen Voraussetzungen möglich gewesen wäre hatte Jörg Davidovic schon in 2009 mit 1.15 er Zeiten ankündigen können, dazu muss man sagen das Auto ist jetzt auf einem noch besseren Stand, ähnlich sollte man auch Jörg Höber einschätzen!

                 

                  Bernhard Neunerkurz nach dem Start zum zweiten Rennlauf

Ganz stressfrei drehte Walter Fassbender seine schnellen Runden. Das Paket ist sehr gut sehenswert, top Getriebe, starker Motor und ein Mann der routiniert und sagenhaft schnell zu Werke geht, da muss was gutes bei herauskommen und das tat es natürlich auch, mit 1.16.1 markierte Walter in Lauf 4 seine Bestzeit , mit 5.06.659 Gesamt belegte er einen starken vierten Rang in knapper Schlagdistanz auf die drei Cracks im Spitzentrio, einfach super!

Steffen Hofmann bekam seine Schaltprobleme nach Umbau von Getriebe und Kupplungsautomat nach Lauf 2 in den Griff. Endlich war es wieder so wie es sein sollte, Steffen ritt in seiner hellblauen Kanonenkugel über jeden Koerb. Es war kein Millimeter mehr Platz egal ob beim herausbeschleunigen oder anbremsen, mehr geht nicht!! 1.15.553 Laufbestzeit, Gesamtzeit 5.04.011 ,Rang 3 optimal gefahren!!

                    

                    Traumhafte Fotos von Axel Weichert alias www.100octane.de

                              hier Walter Fassbender

Die Power Prinzen von Jochen Schittenhelm und Uwe Schindler waren hier klar eine Domäne für sich. Jochen fuhr blitzsauber, schnell, rund, gar nicht mal zu wild, na sagen wir einfach optimal über den Parcour. Der TT klingt infernalisch, ein Gedicht das ganze anzuschauen, Laufbestzeit mit 1.14.929 Gesamtzeit 5.01.707, stark, Rang 2 und für Ihn neue klare Bestzeit!

Dem in nichts nach stand Uwe Schindler, er fand die 500 Umdrehungen, die Ihm in den Spitzkehren am Vortag zum starken herausbeschleunigen noch gefehlt haben. An der sonstigen Fahrweise von Uwe gibt es natürlich gar nichts auszusetzen, optimal und mit gewaltigem Biss erstürmte er an diesem Wochenende gleich in Lauf 1 die NSU Bestzeit mit sagenhaften 1.13.926. Diese Zeit wurde bisher nur einmal von Steffen in den Vorjahren gefahren, fantastisch unterwegs Uwe, jeden der vier Rennläufe versah Uwe mit klarer Bestzeit, da muß man den Hut ziehen, klasse, Gesamtzeit unter 5 Minuten mit 4.57.812 herzlichen Glückwunsch dazu nach Bayern!! Klassensieg 2 nach Eschdorf in 2010.

                   

              Jörg Davidovic testet das Fahrverhalten, alles liegt satt auf der Strasse

Zu dem wurde ein großer Ehrenpokal für die vernünftigste und disziplinierteste Startergruppe vom Veranstalter vergeben, na wer sollte das wohl anders sein außer die starke NSU Truppe, auch dieser wurde eingeheimst, vielen Dank dafür von hier aus!