Bergrennen Unterfranken

Lauf 8 zum NSU Bergpokal
Jetzt naht das Saisonende mit großen Schritten, nach Glasbach
vor einer Woche heißt es dieses Wochenende in Unterfranken schon wieder Feuer
frei für die schnellen NSU Modelle.
Die Meisterschaft um den Titel ist noch komplett offen Steffen Hofmann hat die
besten Chancen, Uwe Schindler steht dieser Chance aber kaum nach, selbst der
dritte schnelle Racer im Bunde Jörg Davidovic könnte den Titel noch einfahren.
Na wollen wir mal schauen was hier in Unterfranken so abgeht, wer schnellster
auf diesem Powerparcour ist. Eines vorweg, von den 13 gestarteten NSU Fahrzeugen
blieb jedes heile und kam unversehrt im Ziel an. Das Wetter enttäuschte uns
dieses Wochenende auch nicht, erst nach dem Rennen machte sich auf breiter Front
starker Regen mit Gewittern breit.
Durch einen Motorschaden und massive Ölspur, sowie ein extremer Crash mit
Leitplankentausch waren hier in Unterfranken leider nur zwei Trainingsläufe möglich
und Roman, na eigentlich allen fehlte noch ein wichtiger Lauf, die Sicherheit
auf der Strecke musste aber gewährleistet sein! Los ging es im Training mit
Roman Szott, der sich wie für ihn üblich vernünftig an das Geschehen
herantastete. Roman fuhr mit 1.51.536 auf Position 13.

Wolfgang Marx im ersten Trainingslauf kurz vor der Zielkurve
Wolfgang Marx war einen Hauch von 1.5 Zehntel Sekunden schneller unterwegs und
beendete seine forsche Fahrt hier am Powerberg in Unterfranken mit 1.51.402, das
war Rang 12.
Walter Voigt war zur besonderen Freude von mir aus Konz angereist und präsentierte
seinen wunderschönen Spiess Renner dem Publikum. Da es aber leider noch an
Motorleistung fehlt kann Walter auch nicht zaubern und ganz vorne herein fahren.
Mit etwa 100 Pferdestärken macht er aber 1.48.384 möglich und ich denke das
ist schon ganz ordentlich, Walter steuert seinen TT auf Position 11 in diesem
starken Feld.

Kam hier sehr gut zurecht ,Wolfgang Schwalbe morgens vor der Klinge
Wolfgang Schwalbe mochte diesen Parcours, das hab ich sofort gemerkt, er ließ
immer sehr lange den Gashahn offen und nahm ordentlich Speed mit aus den
Mutkurven, die mit ordentlich Herzblut gefahren werden müssen. 1.48.333 macht
Wolfgang möglich, so war Position 10 angesagt.
Wieder einen Hauch schneller Leonard Rabus, dessen bildschönen NSU es jetzt
auch alls Sammlerstück im Maßstab 1:32(Slotcar) gibt. Etwas zu Lang übersetzt rast Leo
auf 1.48.093, das Getriebeeingangsrad sollte aber für den Renntag noch geändert
werden, da geht noch was, so Rang 9.
Immer wieder überraschend für mich Mike Vogel, der im "relativ normalen
" NSU Fahrzeug weit in die Pharalanx der Rennfahrzeuge hereinfährt. Genau
dieses Bild zeigt sich auch hier in Unterfranken, mit 1.47.500 stellt er seinen
NSU auf der achten Trainingsposition ab, Hut ab hieß es mal wieder, tolle
Leistung.

Braucht man nix sagen, immer schnell Karl Hein Meurer
Karl Heinz Meurer drückt die Zeit jetzt aber auch deutlich nach unten, wie von
ihm gewohnt greift er maximal an . Seine Erfahrungen in allerlei Rennserien mit
Simca und NSU Modellen sprechen natürlich hier auch für Karl Heinz. 1.44.326
heißt das Ende seiner Fahnenstange im Training hier in Eichenbühl, somit
sichert er sich Rang 7.
Rang 6 ging an Horst Fleischer, der hier in Unterfranken sehr gern sein
Potenzial des bärigen KWR Motors ausschöpft und dieses auch heuer wieder sehr
gut umsetzt. 1.43.366 hieß die Endzeit von Horst, der natürlich auch gern noch
einen Trainingslauf gehabt hätte, die 1.40 er Zeit kann Horst durchaus
anvisieren und auch darunter fahren, wie hier schon des öfteren bewiesen. So
bedeutete das mit Frau Inge genüsslich bei gutem Essen und einem Gläschen Wein
die Fahrerlageratmosphäre etwas früher genießen!

Voll auf Angriff eingestellt, Nicola Höllerich aus Kruchten
Nicola Höllerich gab dem Prinzen wieder ordentlich die Sporen. Jürgen Pötzel
sorgte für optimale Vorbereitung des Renners, wechselte Eingangsgetrieberäder
und tat alles dafür das Nicola optimal Gas geben kann, was Sie auch tat. In nur
zwei Läufen raste sie auf 1.41.173 herunter und präsentierte sich wieder in
unmittelbarer Nähe der Spitze.
Mit einer Zehntel Sekunde vor Nicola fuhr Thomas Krystofiak in das Ziel. Er
hatte eine neue Kupplung verbaut, die im aber nicht das optimale Gefühl zurück
gab. So wurde am Abend wieder auf bewährtes umgebaut, um für den Renntag
optimal gewappnet zu sein, so blieb das Chronometer bei 1.41.009, das sollte für
Rang vier reichen.
Jetzt kommen wir zu den drei Kandidaten die in der Meisterschaft auf den Titel
fahren können und auch hier wieder zeigen, Leute an uns müsst ihr erst mal
vorbei. Uwe Schindler, der im Training oft nicht ganz voll puscht und dann am
Renntag alles in die Wagschale wirft kämpft in Trainingslauf 1 mit einem
Plattfuß auf der Hinterachse. So blieb Uwe natürlich nur ein Lauf, den er ganz
easy mit 1.40.526 beendete. 1.36.03 hatte Uwe hier schon gefahren und war
Inhaber des NSU Streckenrekordes, ich denke da geht noch was, Rang 3.
Steffen Hofmann, der hier immer noch mit dem Ersatzaggregat von Gerhard Hofmann
unterwegs ist hat natürlich ein Leistungsmanko, das er durch extreme
Einsatzfreude am Volant des NSUs wieder wett macht. Im unteren Kurvengeschlängel
reicht ihm keiner, aber auch gar keiner aus dem gesamten Starterfeld das Wasser,
einzig Norbert Wimmer, der stärkste achtventiler Fahrer im 2002 er BMW an
Deutschlands Bergen wäre ihm noch gleich zu setzen!
Steffen fuhr auf 1.40.273 und pokerte meiner Meinung nach noch ein bisl hier im
Training, ähnlich wie Uwe Schindler, trotzdem Rang 2.
Der einzige Mann der hier nicht zum Pokern hinkommt, sondern zum testen der
extremen Art ist Jörg Davidovic, dieser fährt jeden Meter der Strecke zu jedem
Zeitpunkt voll aus , um optimal für den Renntag vorbereitet zu sein. Die sehr
gute Kombination aus Fahrwerk, Motor und Fahrer sorgt auch hier wieder für
einen super Auftritt. Jörg jagt den Davidovic Renner zu seiner persönlichen
Bestzeit von 1.38.382, damit stellt er den weißen Renner auf die Pole Position
im Training zur 44 zigsten Auflage des Bergrennens Unterfranken, herzlichen Glückwunsch!
Nun ging es nach einem gemütlichen Abend etwas zeitiger ins Bett ,als am
Freitagabend, wo noch ein Besuch im Festzelt anstand und ordentlich Party
gemacht wurde.
Wolfgang Marx konnte seine Trainingszeiten noch etwas verbessern und fuhr in
seinem schnellsten Lauf eine 1.50.640. Da er bei allen drei Läufen eine ähnliche
Zeit setzte, hatte er wohl sein persönliches Limit gefunden, mit 5.32.741
konnte er seine Gesamtzeit präsentieren, Rang 13 hier in Unterfranken.

Roman Szott rast durch das untere Kurvengeschlängel
Roman Szott in dessen konnte noch einige Sekündchen gegenüber dem Training gut
machen und sich sehr gut steigern. 1.48.574 lautete das beste was er aus dem
Einspritzer NSU herauskitzeln konnte. Die Gesamtzeit belief sich auf 5.30.527,
so konnte er sich Wolfgang Marx knapp vom Leibe halten.
Walter Voigt holte das Maximum aus seinem Auto, zeigte vollen Einsatz in den
mutigen Kurven und brachte seinen Renner sauber und sicher in das Ziel. 1.47.347
realisierte der Mann aus Konz in seinem besten Einzellauf , in der Addition
aller drei Zeiten waren 5.22.940 drin. Diese Vorstellung reichte für Rang elf
im Fahrerfeld der NSU Meute.

Walter Voigt nutzt die volle Fahrbahn beim anbremsen der Zielkurve
Wolfgang Schwalbe fuhr wie entfesselt, gleichzeitig aber sicher und vor allem
gleichmäßig. Mit drei 1.47 er Zeiten, die beste belief sich auf 1.47.025 hielt
er sich einige Gegner vom Leib und fuhr mit einer Gesamtzeit von 5.21.936 auf
einen schönen Zehnten Rang!

Dieses
Fahrzeug gibt es jetzt auch als Slotcar 1/32 Leo Rabus in Action
Leo Rabus aus Schwanstetten duellierte sich mit Mike Vogel um
Plätze und Zeiten im Klassement. Lauf 1 ging an Leo mit 1.46.144 gegenüber
Mike mit 1.46.293. Mit gespannter Miene beobachtete ich das Geschehen in
Lauf 2 mit Mikes Frau von Posten 5 aus, Mike zog alle Register und fuhr auf
1.45.028 gegenüber Leo mit 1.45.831. Der dritte Lauf sollte und musste alles
entscheiden. Beide Spezialisten trieben sich und ihre Fahrzeuge zu neuen eigenen
Bestzeiten, Leo auf 1.45.32 und Mike auf tolle 1.44.924, damit lautete das Resümee
in der Gesamtwertung Rang 8 für Mike mit 5.16.235 und Rang 9 für Leo mit
5.16.998 starkes Duell!

Leistet mit herkömmlichen immer sehr viel, Mike Vogel.....klasse
Voll Angriffslustig zeigte sich wieder einmal Karl Heinz Meurer, der alles zur
Verfügung stehende aus seinem NSU TT herausholte und mit 1.43.716 seine
Trainingszeit noch um ein paar Zehntel Sekunden verbessern konnte. Der Ruf nach
noch mehr Leistung machte sich bei Karl Heinz breit, doch mit 5.12.471 stellte
er eine tolle Gesamtzeit im schon anständig befeuerten NSU da, Rang sieben für
Karl Heinz.

Auf dem Weg zur 1.40 er Zeit Horst Fleischer nach der Startkurve
Horst Fleischer knüpfte an alte Leistungen an und fuhr die 1.40 er Zeit, genau
1.40. 903, damit war er in knapper Schlagdistanz zur Spitze und stellte mit
5.03.990 Gesamt seinen KWR NSU zufrieden im
Fahrerlager ab. Rang fünf war eine Klasse Leistung und Grund zur Freude bei
Horst, schöne Vorstellung des Satteldorfers, der nunmehr seit über 20 Jahren
im NSU Bergrennen bestreitet!
Nicola Höllerich konnte nun mit optimaler Getriebeübersetzung genau das aus
dem Renner holen ,was möglich ist. Die ehrgeizige und sauschnelle Rennfahrerin
aus dem Eifelland knackte die 1.40 er Marke und realisierte sagenhafte 1.39.952.
Alle waren begeistert, Gesamtzeit: 5.00.587, Klassenrang 5 für Nici Höllerich,
die extrem rund, sauber und schnell Zeiten realisiert, die für viele
unerreichbar sind, super, auch Walter Fassbender war in einen abendlichen
Telefongespräch begeistert.
Thomas Krystofiak hatte wieder das Fahrgefühl in seinem NSU 1200 welches er
kennt und welches ihm gefällt, die alte Kupplung tat ein Übriges dazu und ließ
Thomas die Zeiten realisieren, die im 1200c machbar waren. 1.38.574 lautete
seine schnellste Tageszeit in Rennlauf 1. In 2 und 3 fuhr Thomas an das maximale
Limit und etwas darüber hinaus, welches für diesen Mann niemals ein Problem
darstellt, aber mit verwegenen Driftwinkeln ein paar Zehntel Sekunden kosten
kann, Thomas weiter so, fantastische Vorstellung des Gronauer NSU Spezialisten,
Rang 4 mit 4.57.884!

Ohne Worte, Thomas läßts mächtig krachen
Dann das Dreigestirn an der Spitze welches sich mit Nachdruck aber Vernunft
duelliert. Jörg Davidovic realisierte genau die 1.38 er Zeiten aus dem
Training, sogar noch leicht verbessert mit 1.38.086, 1.38.177 und 1.38.218 in
Lauf 1 bis 3. Fahrstil Maximum Attack aber Rund und sauber aller Nici Höllerich,
ein Bruch einer Getriebehalterung samt Lager verhinderte hier aber noch bessere
Zeiten, die absolut realisierbar gewesen wären. Dritter Rang im Kampf der
Giganten mit 4.54.481 Gesamtzeit, Spannung pur auf den vorderen Rängen!

Potential in Mann und Maschine, stark unterwegs Jörg Davidovic
Steffen Hofmann, der realistisch nach Unterfranken kam und sagte: hier kann
ich nicht siegen, Frank mir fehlt absolut die Power, vielleicht kann ich Pünktchen
klauen, aber Siegen,nein nicht drin. Was macht da ein Steffen Hofmann, im
morgendlich so oft Entscheidenden Lauf 1? Er brennt ein Feuerwerk ab und
erschreckt mit 1.37.329 sämtliche Konkurrenten. Genau für solche Dinge ist
Steffen zu haben, immer bestens mental vorbereitet und zupacken wo man nur zubeißen
kann. Mit diesem
starken fahrerischen Auftritt sichert sich Steffen ganz unerwartet die NSU
interne Punktewertung und bildet sich in der Klasse mit Rang 2 deutlich ab,
Spitze gefahren Steffen, mehr ging nicht! 4.52.899 Gesamtzeit.

Man meint es geht nicht, doch das tut es, Steffen Hofmann

An diesem Wochenende saustark, Uwe Schindler, Klassensieg!!!
Nun zu dem Spezi ,den auch ich hier auf Sieg getippt habe. Die Rede ist von Uwe
Schindler, der die ganze NSU Bergpokalsaison unter die Räder seines
Powerprinzen genommen hat! Hier in Unterfranken hat er einfach das optimalste
Paket aus Fahrer und Fahrzeug geschnürt, welches aktuell hier nicht zu schlagen
sein dürfte. Uwe lässt den NSU wehement fliegen, das Dingen schiebt aber auch
an, ein Wahnsinn, kombiniert mit Mut und runder Fahrt killt Uwe hier in Rennlauf
3 seinen bestehenden NSU Streckenrekord, der mit 1.36.03 notiert ist! 1.36.009
lautet die aktuelle schnellste Devise, dieser konnte hier keiner etwas entgegen
setzen, Uwe herzlichen Glückwunsch zum Klassensieg und zum verschobenen
Titelgewinn, der jetzt durch Steffen Hofmann und Uwe Schindler in Mickhausen am
01/02 September eingefahren werden muss!
Die NSU Welt darf darauf gespannt sein!