Bergrennen Trier
2.Lauf zum NSU Bergpokal
Lauf zur Europameisterschaft
Wie in den letzten Jahren war auch dieses Jahr wieder Trier der Austragungsort
zur Europäischen Bergmeisterschaft. Fahrer aus zahlreichen Ländern gaben sich
die Klinke in die Hand. Die NSU Meute durfte da nicht fehlen und präsentierte
sich mit 14 Autos in dieser Region sichtlich stark, der Veranstalter und die NSU
Mannen konnten zufrieden sein.
Das Wetter sagte für den Rennsonntag nicht viel gutes aus, doch wir hatten aus
dieser Hinsicht Glück, es regnete und gewitterte sich nach dem Training am
Samstag bis in die Nacht aus, so konnte man die berüchtigten Slicks auf den
Rennern lassen!
Bernhard Neuner konnte in den leider nur zwei Trainingsläufen eine 2.31 er Zeit
fahren. Bernhard hatte leider wieder den großen Nachteil das die
Nockenwelle, wie im letzten Jahr einlief und die Ventile nicht mehr
richtig geöffnet werden konnten, so wurde der Motor oben herum mit zu wenig
Gemisch versorgt und er machte zu, keine Leistung mehr ab etwa 6000 Umdrehungen,
das ganze wirkte wie ein Drehzahlbegrenzer, so blieb Trainingsrang 13.
Mit 2.30 war Roman Szott einen Hauch schneller, er hatte aber den Nachteil, das
sein gutes Renngetriebe noch nicht wieder heil war, so musste er auf ein
unpassenderes Sportgetriebe ausweichen, damit konnte er sich auf Rang 12
qualifizieren.

Wolfgang Marx konnte seine Zeit auf 2.28 herunterfahren, aber auch er war
mit einem großen Nachteil behaftet , er hatte mit weniger Kompression zu Kämpfen,
auf einem Zylinder waren es ganze 8.5 Bar, dafür konnte sich die Zeit sehen
lassen, nach Wolsfeld soll der Fehler behoben werden, Rang 11!
Einen Tick schneller unser lustiger "Spiessgeselle" Walter Voigt, dem
aber leider auch der dritte Trainingslauf fehlte, mit 2.26 reihte Walter sich in
den Reigen der NSU Armada ein und fuhr mit seinem ehemaligen Spiess- Renner auf
den zehnten Rang!
Mit 2.26 war man überrascht, was war mit Steffen Hofmann los: Steffen hatte
leider mit einem sich ankündigen Motorschaden zu rechnen, die Leistung ließ
nach, Steffen konnte nicht wie sonst für ihn üblich alle fahrerischen Register
ziehen! Kurz vor dem Ziel musste er seinen schönen Renner ausrollen lassen,
schade auf Steffen waren alle gespannt,
Doch wer den Burgebracher Kolegen näher kennt wusste so schnell gibt Steffen
nicht auf!
Kurzerhand wurde zuhause das Ersatztriebwerk geordert. Lukas Hofmann fuhr
Steffen entgegen mit dem Ersatzmotor im Gepäck! In Frankfurt war der
Mittelpunkt der Fahrt, dort wurde kaputt gegen neu getauscht. Dann zurück nach
Trier, Triebwerkinplantation mit Umrüstung des Kabelbaums von Einspritzung auf
Vergaser und Einfachzündung. Steffen und Aki hatten das im Griff, Druck auf den
Zündknopf und das Triebwerk erledigte seinen Dienst! Ich hatte Steffen die
Daumen gedrückt für den Renntag, hoffentlich läuft es mit dem unterlegenen
Reservemotor etwas besser, so blieb Trainingsrang neun.
Wolfgang Schwalbe war aber zufrieden, er trieb seinen NSU TT ganz locker und lässig
auf eine Trainingszeit von 2.26.2, ich denke das konnte sich durchaus sehen
lassen, Rang 8 in der Mitte des Feldes.
Michael Vogel konnte das ganze noch erheblich besser. Er hatte zwar in Lauf 1
mit losen Achsmuttern hinten zu kämpfen, konnte den Defekt aber für
Trainingslauf 2 beheben und nun zum Angriff über gegen. Mit nun gut liegendem
NSU TT fuhr er auf eine 2.22er Zeit und konnte so Trainingsrang 7 belegen. Allen
NSU Fahrern fehlte natürlich der dritte Trainingslauf, gerade wenn man in einem
Lauf Probleme hatte waren die zwei hier in Trier zu wenig!

Thomas Krystoffiak lag dieser Parcour nicht so gut, die superengen Kehren mochte
er genauso wenig wie sein 1200c, den er um die Ecken Hebeln musste, trotzdem
wusste ich sofort für den Renntag das Thomas noch einiges an Zeit gut machen
konnte, dafür kenne ich ihn mitlerweile zu gut. Sein erster Start überhaupt
hier in Trier endete mit 2.20 er Zeit und einem sechsten Rang!
Karl Heinz Meurer greift wieder voll an, fühlt sich wohl in seinem speziell für
Bergrennen vorbereiteten NSU pudelwohl, Sobald die Ampel auf grün geht feuert
Karl Heinz dermaßen den Berg hinauf das es eine Freude ist ihm zu zu sehen,
wieder näher an der Spitze mit 1.17 er Trainingszeit fährt er sich auf einen
mehr als verdienten fünften Rang!

Rang vier mit nur einem Trainingslauf zeigte uns Jörg Höber, die Zeit von 2.17
in der ersten Sitzung war auch ganz ok, doch was passierte dann:
In Lauf 2 wollte Jörg mehr, klar so kennen wir ihn, doch leider ging ihm kurz
vor der zweiten Spitzkehre im Wald der Bremsweg aus, Querstellen des NSU war unmöglich,
da ihn dann der sich aufbauende Grip mit einem Überschlag in den Wald befördert
hätte, also Bremse los und seicht in die Planken eintauchen, doch im NSU mit
130 km/h ist das weiß Gott keine Freude, das Hans System und eine Stabile
Sicherheitszelle verhinderten ernsthafte Verletzungen, das muss man ganz klar
sagen, so konnten Jörg und ich uns Abends wenigstens schon wieder
zusammensitzen und uns Gedanken um die neue Farbgebung des Prinzen machen,
schade aber das wichtigste Fahrer heil!
Heim Grand Prix 2 nach Eschdorf für Nicola Höllerich im Reich-Racer, der auch
stetig von Edgar verfeinert wird. Das ganze lohnt sich natürlich auch bei
Nicola, da sie jede auch noch so kleine Verbesserung bestens umsetzt. So auch
hier in Trier. Rund und akkurat gefahren stürmt sie mit 2.15 er Zeit auf einen
tollen dritten Trainingsrang!

Rang zwei heimste Uwe Schindler ein. Ein breites Grinsen Abends auf den Lippen
des Mannes vom MSC Sophienthal verriet mir aber, da haben wir mal relativ locker
angehen lassen, etwas Platz ließ sich Uwe bestimmt noch für den Renntag,
wieviel da mussten wir bis Sonntag warten, so war 2.12 angesagt im bärenstarken
KWR NSU mit Rang 2.
Vom ersten Trainingslauf schnell unterwegs ist Jörg Davidovic, er testet die
Streckenabschnitte immer, lotet so noch besser sein maximales Limit für den
Renntag aus! Hier war er ähnlich wie Nicola unterwegs, rund, sauber aber immer
sehr schnell, so lautet Jörgs Devise, zu dem schont das ganze auch bestmöglich
den Antriebsstrang obwohl man sich am Limit bewegt, wie lautet das Ergebnis:
1.10 ner Zeit und somit die NSU Pole Position hier in Trier!
Der Abend brachte Regen und einige starke Gewitter, welche sich bis in die Nacht
über dem Rennplatz austobten.
Der Rennsonntag wieder mit trockener Piste und sehr guten Aussichten für alle
Piloten auf Bestzeiten oder sogar Streckenrekorde.
Den Anfang im NSU Lager machte Walter Voigt, er hatte großes Pech und musste im
zweiten Rennlauf mit sich andeutendem Motorschaden aufgeben. In Trainingslauf 1
blieb mit 2.24 min die Uhr stehen, das ganze bedeutete für den sympathischen
Mann aus Konz bei seinem Heimrennen leider nur Klassenrang 12,schade!

Klassenrang 11 ging an Roman Szott, der im ersten Rennlauf mit einem Problem liegengeblieben
war, welches aber für Lauf 2 und 3 zu beheben war.
In diesen Läufen fuhr er eine Bestzeit von 2.29, die sich aus einer zu langen
Getriebeübersetzung ergeben hat, so blieb für Roman Rang 11.
Thomas Krystoffiak war auch etwas vom Pech begleitet, er raste mit dem 1200c im
zweiten Rennlauf auf eine sehr schnelle 2.14 er Zeit. Im dritten Lauf streikte
die Antriebswelle und machte eine Weiterfahrt unmöglich, schade für Thomas, es
wäre eventuell ein Podestplatz möglich gewesen, so blieb ihm Klasseneang 10.

Alle drei Wertungsläufe konnte Bernhard Neuner bewältigen. Er hatte jedoch das
Problem mit der Nockenwelle, die sich immer mehr einlief und nach obenhin in der
Drehzahl der Spritversorgung den Gar ausmachte, unter diesen schlechten
Voraussetzungen blieb trotzdem ein neunter Klassenrang mit einer Laufbestzeit
von 2.32.

Wolfgang Schwalbe konnte sich statt dessen noch weiter steigern, zum Training
legte er etwa eine Sekunde zu und fand mit 2.25 seine persönliche Bestzeit im
dritten Lauf, das konnte sich durchaus sehen lassen, Rang 8.
Wiederum knapp davor mit 2.24 Laufbestzeit ließ Wolfgang Marx seinen TT um die
Ecken fliegen. Die etwas niedere Verdichtung schränkte ihn natürlich ein, ich
hätte seine Zeit gerne mal unter optimalen Bedingungen gelesen, denn er jagte
den NSU sehr schnell durch Kehren und Ecken, somit blieb Position sieben für
ihn!

Michael Vogel indessen fuhr in seiner eigenen Welt, das hohe Gewicht des
Fahrzeugs, kombiniert mit etwa 115 Ps im Heck setzte er wirklich optimal um, die
Messuhr der Zeitnahme verkündete seine Laufbestzeit mit 2.19.161, so konnte
Mike mit einer Gesamtzeit von 7.02.679 toller sechster werden, Klasse gefahren!

Für Karl Heinz Meurer gilt das gleiche, viel Mut gepaart mit ordentlichem
Fahrzeug und guter Beherrschbarkeit am Steuer des Prinzen ließen bei Ihm eine
Gesamtzeit von 6.56.320 zu, der schnellste Einzellauf belief sich sogar auf
2.15.497, toller Auftritt, verdienter fünfter Rang!
Auf Rang vier Steffen Hofmann, in Lauf 1 und 2 sah noch alles gut aus, er prügelte
den mit unterlegenem Motor versehenen TT sehr wehement über die Piste und auf
zwei Rädern um die Kurven, also echter Wahnsinn was dieser Kurvenkünstler so
alles aus dem Hut zaubern konnte. Steffen deutete schon am Samstag an, das es für
ganz vorne mit etwa 100 Ps im Nacken nicht reichen würde. Trotzdem 1.13 er Zeit
in Lauf 2, ich denke das war absolut das, was möglich war, Klasse!
In Lauf 3 dann wieder das große Leid, auch der Reservemotor verlor an Leistung
und Steffen ließ wieder ausrollen, schade ein echt schwarzes Wochenende für
den Bamberger Haudegen, der trotzdem noch mit einer Gesamtzeit von 6.50
Klassenrang 4 belegen konnte!

Rang drei und somit auf dem Podest hieß das Ergebnis für Nicola Höllerich.
Sie fuhr blitzsauber drei 1.15 er Zeiten ,trumpfte so mit einer Gesamtzeit von
6.50 Minuten auf , wie immer Klasse Leistung, stark gefahren! Beim Heim Grand
Prix dritte zu werden, wenn alle Fans und Freunde an der Strecke stehen, na das
ist doch besonders schön, herzlichen Glückwunsch Nicola!

Zu Jörg Davidovic gibt es an diesem Wochenende nur gutes zu berichten, eigene
Streckenbestzeit mit 1.09 in Lauf 2, toll laufendes Auto ohne Murren und Mucken,
wie von ihm gewohnt. Einziger kleiner Schönheitsfehler war in Lauf 3 ein
schleichender Plattfuß, den Jörg aber erst am Vorstand feststellte. So
ballerte er den Berg hinauf und kam trotz des etwas eigenwilligen Fahrverhaltens
auf eine 1.10er Zeit, ich denke ohne dieses Problem hätte Jörg den Sieg
einfahren können, hätte wenn und aber, Klasse Leistung des Odenwälders, mit
6.33.025, starker Tobak, Klasse Jörg!

Nun kommen wir zum Sieger der auch schon in Eschdorf oberster Podestkandidat
war. Die Rede ist von Uwe Schindler, mit seinem perfekt vorbereiteten KWR Renner
stürmt er auch hier dem Gipfel am schnellsten entgegen! Mit 1.10.222 bleibt er
zwar etwas hinter Jörg zurück, doch in der Addition aller drei Läufe siegt
Uwe haarscharf mit einer Gesamtzeit von 6.32.597. Die ehr unauffällige aber
sehr schnelle Fahrt bringt auch Uwe hier knapp zum Klassensieg, Uwe herzlichen
Glückwunsch nach Eschdorf Sieg Nummer 2 im zweiten Rennen!

Was auch noch unbedingt erwähnenswert sein sollte, in der historischen
Bergeuropameisterschaft nimmt Miroslav Adamek teil, so auch hier in Trier ,in
seinem NSU 1300 TT Spiess, den er seit 35 Jahren sein eigen nennt. Dieser war früher
mit einem 141 Ps starken Spiess Eintpritzmotor befeuert, nach der Homologation
wurde dieser Motor noch Jahre im Brixner gefahren. Zahlreiche tschechische und
Europameistertitel gehen auf die Rechnung von Herrn Adamek. In der
historischen Europameisterschaft fährt er mit gebogenem Saugrohr( gerade nicht
erlaubt) und Vergaser, die Kugelfischereinzpritzung ist in Mache! Das ganze
gepaart mit knackigem geradeverzahntem Getriebe waren hier 2.16 er Zeiten möglich!
Schöner Auftritt des sehr freundlichen Mannes aus der CSSR!! Ich hoffe man
sieht sich mal bei einem Gaststart im NSU Bergpokal wieder!

Sehr schön war das Pit Schabacker dieses Wochenende unter uns weilte, es hat
richtig Spaß gemacht(-:, der NSU Bergpokal gratuliert noch mal nachträglich
zum gestrigen Geburtstag!