Bergrennen Schleiz 2010
1. Lauf zum NSU Bergpokal 2010
Endlich war es wieder soweit, der Winter war ja auch mehr als lang genug, der erste von 10 Läufen im NSU Bergpokal 2010 stand an. Rennluft schnuppern, das war es was alle wollten. Das Bergrennen auf dem Schleizer Dreieck bietet wie jedes Jahr einen optimalen Rollout für alle Fahrzeuge, die nach 6 Monaten Winterpause renoviert, restauriert, verbessert oder verändert worden waren, na bei Rennwagen ist das ja eigentlich immer der Fall!
Zehn NSU TT reisten in Schleiz an , um sich die Ehre zu geben. Bernhard Neuner war leider doch nicht ganz fertig geworden mit dem Fahrzeug, schade sonst wären es elf Renner gewesen.
Das Training startete am Samstag Nachmittag mit zwei Läufen, dazu kam ein dritter am Sonntagmorgen in der Früh, der unter den aktuellen Rennbedingungen bewältigt werden konnte.
Roman Szott war mit seinem fliederfarbenen TT angereist, der übrigens zum Verkauf steht. Das Auto ist auf Slalomrennen ausgelegt und enthält somit einen Drehmomentmotor, der hier in Schleiz natürlich nicht an die top Zeiten heranfahren konnte. Das Triebwerk von Romans silbernen Bergrenner muss noch etwas verändert werden, welches wohl noch Zeit in Anspruch nehmen wird. Roman wollte im Flieder-NSU aber auf jeden Fall dabei sein und wichtige Punkte mitnehmen. Er Trainierte mit 1.20.413, Rang 10.
Gesellige Atmosphäre im NSU Fahrerlager hier in Schleiz
Etwas schneller, einer der Newcomer im NSU Bergpokal Wolfgang Schwalbe, einigen aus der Deutschen Bergslalomszene wohl ein Begriff. Wolfgang trainierte mit 1.18.083 auf Rang 9.

Roman Szott war mit seinem Slalomrenner angereist
Mit nicht sauber laufendem Aggregat musste Detlef Schmidt sich etwas herumquälen. Aussetzer plagten ihn und so musste der mehrfache Autoslalommeister Zeit liegen lassen. Die schnellste Fahrt endete mit 1.11.420, Rang 8.
Leo Rabus war der Mann der die Rennsaison 2010 eröffnete und somit als erster Starter den Asphalt unter die Slicks nahm. Das Training ging er sehr motiviert und forsch an, mit 1.10.781 zeigte er Potential und fuhr auf Rang 7.
Einen Tick schneller Gerhard Hofmann, dessen Motor mehr Power als 2010 für mich erahnen ließ. Gerhard, wie immer flott und mit neuem Fahrwerk auch absolut sauber unterwegs raste mit 1.10.262 durch die Lichtschranke, Rang 6.
Horst Fleischer ließ wieder seine KWR Muskeln spielen und fuhr in den wohl am schönsten aufgebauten NSU TT auf 1.07.287 herunter, das war eine Zeit die vor etwa 5 Jahren noch zum NSU Klassensieg gereicht hätte, tolle Leistung von Horst, Rang 5.
Nun kam ein Paket aus Top Fahrern mit Top Autos. Jeder hatte wohl gebastelt und geschraubt und wollte endlich einmal wissen wo er steht und was das alles wohl gebracht hat!

Horst Fleischer vor traumhaft schöner Kulisse
Los ging es mit Jörg Höber, breitere Räder, geändertes Aggregat und so weiter und sofort..... Bis in die Haarspitzen motiviert fuhr Jörg auf 1.06.606 herunter, der Motor war mit langer Ansaugspinne versehen und so viel fahrbarer geworden, das bedeutete Rang 4.

Ebenfalls ein Sieganwärter, Jörg Höber, hier am Start zu Training 1
Auf Rang 3 folgte der Meister aus 2009 Uwe Schindler. Er ließ sauber und rund fliegen, na normal für ihn und raste so auf 1.04.947 er Zeit, damit konnte der Mann aus Selbitz absolut zufrieden sein, zu mal nur etwas über eine Sekunde auf Rang 1 fehlte.
Der nächste Starter mit ordentlichen Umbaumaßnahmen war Jochen Schittenhelm. Anderer Ansaugtrackt und Luftführung ließen den targaorangen TT wesentlich muskulöser auftreten und brutal klingen, wahnsinn, Jochen hatte endlich das was er immer wollte. Die Zeiten bestätigten das, auf Anhieb war er eine Sekunde schneller als in den Jahren zuvor, mit 1.04.816 Rang 2, starker Auftritt!

Detlef Schmidt kämpfte leider mit Aussetzern an diesem Wochenende
Zu guter letzt der Bamberger Steffen Hofmann, der am Sonntagmorgen bei wohl frischer Ansaugluft der Maßen stark trainierte, das einem das Gesicht stehen blieb. Ein perfekter Lauf ohne Fehl und Tadel katapultierte ihn auf eine Zeit von 1.03.662, das war inofizieller Streckenrekord, da im Training gefahren, klar an der Spitze und zufriedene Miene bei Steffen!!
Der Pokal 2010 dürfte extrem spannend werden, da viele Top Leute und somit Sieganwärter am Start stehen.
Leo Rabus, der als erstes seinen Prinz auf den Schleizer Rennasphalt 2010 setzte und somit die Saison einleutete, durfte dafür Abends als Grillmeister auftreten und die ganze NSU Meute mit Fleisch der Firma Lottes versorgen, na so könnte das ruhig immer sein dachten wir uns, Leo optimal. Um 22 Uhr war aber Sense, die kalten Temperaturen um den Gefrierpunkt zwangen alle so langsam in die Unterkünfte!

Wolfgang Schwalbe schlug sich fantastisch hier in Schleiz
Der Sonntag präsentierte sich, wie der Samstag in bester Wetterlaune. Wolkenfrei bei etwa 18 Grad ging der komplette Renntag über die Bühne.
Das Rennen sollte dazu noch extrem spannend werden im NSU Bergpokal und zwar wie gewohnt in allen Positionen, es war alles sehr knapp zusammen.
Roman Szott steigerte sich zum Vortag noch um über 2 Sekunden auf 1.17.935. Das war Klassenrang 10 mit wichtigen Punkten in der Tasche für die Saison.

Racing Pur in feinster Art Steffen Hofmann
Wolfgang Schwalbe war ebenfalls deutlich schneller als im Training unterwegs, er steigerte sich sogar um drei Sekunden auf 1.15. 154, damit konnte er als Streckenneuling absolut zufrieden sein, Rang 9 ,schönes Debüt.
Rang 8 ging an Detlef Schmidt, der leider immer noch nicht konnte wie er wollte, Aussetzer, mal extrem, mal weniger ließen keine Zeiten unter 1.10zu, schade aber Punkte sind Punkte und sehr wichtig. Detlef hat schon mehr als oft bewiesen, was er am Volant eines Prinzen kann!
Gerhard Hofmann leistete sich mit Leo Rabus einen erbitterten Schlagabtausch, Lauf eins ging an Gerhard, Leo musste nach einer Zweiradeinlage im unteren Geschlängel wieder Fuß fassen, Lauf 2 ging an Leo, 3 an Gerhard und 4 und 5 an Leo, der dann auch knapp die Gesamtwertung für sich entscheiden konnte. Nach 5 Läufen fuhr Leo mit 4.39.341 auf Rang 5, Gerhard folgte denkbar knapp mit 4.40.868 Gesamt auf Rang 6, beide sehenswert unterwegs. Leos Bestzeit notierte 1.09.254, Gerhards 1.09.728, so muß Racing sein!!
Gerhard Hofmann gab alles im Kampf mit Leo Rabus
Horst Fleischer bestätigte die Zeiten vom Trainingstag mit 1.07.197 fuhr er zu jeder Zeit ungefährdet und schnell auf Klassenrang 5, damit lag er in Schlagdistanz zur Spitze.
Nun Jörg Höber, der mit breiteren Felgen, aber nicht haargenau dazu passenden Federn wohl optimal unterwegs war. Jörg, der stolze Papa steigerte sich gar auf 1.05.131, im letzten Lauf klemmte leider der Gaszug auf Vollgas und so ließ Jörg lieber ausrollen, was auch gut so war, denn für die Gesamtwertung in der Klasse zählen vier Läufe von den gefahrenen 5, im NSU Bergpokal flossen die besten drei in das Wertungssystem ein. Jörg hätte bestimmt noch eine hohe 1.04 fahren können, da war ich mir sicher, so blieb Rang 4 und Zufriedenheit, alles Top Leute fuhren innerhalb einer Sekunde!
Auch Leo wollte unbedingt Gerhard schlagen, ein harter Fight
Konstant schnell Jochen Schittenhelm, der diese besagten 1.04er Zeiten in den Asphalt stanzte. Ein Traum.... der Sound, die Power, das beherzte fahren von Jochen dazu, da passt halt alles zusammen, Rang 3! Rang 2 oder auch 1 wären aber auch ohne wenn und aber möglich gewesen, da geht einiges!
Uwe Schindler und Steffen Hofmann machten den ganzen Tag noch extrem spannender. Ein Duell per Excellence über den ganzen Tag hinweg, das Jochen Schittenhelm und Jörg Höber von den Zeiten noch bereicherten!

Infernalisch gut, Jochen Schittenhelm im Targa TT
Uwe gewann Lauf 1, Steffen heimste sich Lauf 2 ein, Uwe gewann wiederum Lauf 3 mit Rennbestzeit von 1.04.165, Steffen fuhr in diesem Lauf 1.04.194, ein paar Hundertstel waren hier entscheidend. Lauf 4 gewann Steffen, Uwe rollte mit einem wohl losen Kabel an der Zündung aus, da aber nur vier Läufe gewertet werden ,wir erinnern uns, war das alles egal und der fünfte Lauf konnte noch mal voll angegangen werden! Dieser ging wiederum denkbar knapp an Steffen Hofmann. So holte er sich die meisten Siege in den einzelnen Läufen und entschied die NSU Bergpokalwertung für sich, mit 4.17.339 Gesamt. Den Klassensieg sicherte sich aber Uwe mit der schnellern Gesamtzeit von 4.17.251. Beide glücklich und zufrieden, Bestleistung, Glückwunsch!

Uwe Schindler gab seinem Renner mächtig die Sporen
Bernhard Neuner war als Zaungast sehr angetan von der Leistung und genoss es seine Meute fahren zu sehen. Der nächste Lauf zum NSU Bergpokal findet in knapp 2 Wochen im Luxemburgischen Eschdorf statt, dort dürften wohl die schnellen Eifelaner, Odenwälder und Neusser Renner wieder am Start stehen, wir alle sind gespannt darauf!