Bergrennen Osnabrück
Lauf 6 zum NSU Bergpokal der Saison 2011
Das Osnabrücker Bergrennen ist traditionell jedes Jahr ein Erlebnis der
besonderen Art! Bernd Stegmann tut alles dafür das Fahrer und Zuschauer immer
zufrieden sind, er versucht aus jeder Situation das beste zu machen, so auch
dieses mal am 13/14 August 2011.
Wie in diesem Sommer schon gewohnt spielte das Wetter hier wieder das Zünglein
an der Waage, der Samstag lief unter optimalen Bedingungen, der Rennsonntag viel
so zu sagen komplett in das Wasser.

Starke Truppe, oder nicht? das NSU Fahrerfeld
14 NSUs hatten genannt, elf gingen letztendlich an den Start, doch diese hatten
es weiss Gott in sich.
Los ging der trockene Trainingssamstag, Bernhard Neuner ging nach dem bärenstarken
Auftritt in Hauenstein behutsam an den Start und fuhr mit 1.22.680 seine beste
Laufzeit. Wofür soll man etwas riskieren, wenn den nächsten Tag eh andere
Bedingungen vorherrschen, schlau gedacht, so kennen wir unseren Bären!

Bernhard Neuner rast in den oberen Streckenabschnitt.....
Ein Zehntel Sekunde war Wolfgang Schwalbe schneller unterwegs , mit 1.22.514
markierte er seinen schnellsten Lauf, vier Trainingsläufe waren möglich weil
der Veranstalter wieder perfekt seinen Job erledigt hatte! Wolfgang Schwalbe
stand so auf Trainingsrang 10.
Der Namensvetter Wolfgang Marx war das erste mal hier in Osnabrück unterwegs,
er nutzte die bildschöne Borgloher Schweiz gleich für ein paar ruhige
Urlaubsrage in unmittelbarer Nähe der Rennstrecke! Mit 1.22.099 bildete er
seinen schnellsten Einzellauf, damit ging es absolut eng zu, denn drei Fahrer
waren so innerhalb einer Sekunde, Rang 9 vorerst.

Nicola Höllerich war infernalisch schnell unterwegs
Roman Szott konnte dann schon eine Sekunde drauf legen, bei 1.21.817 endete sein
Bergaufsprint hier im Osnabrücker Land. Diese vier Kandidaten liefern sich über
die Saison 2011 heftige Fights , das bessere Ende hatte hier Roman mit
Klassenrang 8.
Jetzt gibt es aber einen richtigen Sprung nach vorn, Karl Heinz Meurer lässt
den orangen Renner richtig krachen und fährt volles Limit, der Rest sind nur
noch ein paar Fehlende PS, so äußerte sich der gut aufgelegte Schwarzwälder,
das ist auch meine Meinung, mit 1.15.614 stellt er den NSU TT auf Position
7 ab!

Karl Heinz Meurer am Trainingstag, volle Fahrbahnbreite
Nun geht es absolut um die Spitze, auch schon um
Podestplätze, denn diese sechs Kandidaten und Kandidatinnen lassen es gewaltig
krachen, den Anfang des Sextett macht Frank Kleineberg, seltener am Start in der
Saison, aber wenn dann mit richtig Herzblut bei der Sache. 1.13.890 lautet seine
beste und super gefahrene Endzeit, Rang sechs für den Mann aus dem
Braunschweiger Raum, Klasse!
Gleiches gilt absolut auch für Karsten Steinert. Der frisch gewordene Vater
tritt nur ab und zu, wenn es die Zeit zulässt im NSU Bergpokal als Gaststarter
auf. Dann kann es abstaubt eng werden für das Vorderfeld, denn er mischt
kunterbunt vorne mit. Der Motor klingt infernalisch, macht alle Drehzahlen
locker möglich und hat ein gutes Leistungsspektrum denke ich , Karsten setzt
das perfekt um, so auch hier mit 1.13.775, Rang 5!
Nicola Höllerich war zur Freude von mir auch aus dem Eifelland angereist. Sie
hat mal etwas Zeit zwischen ihren zahlreichen Reittunieren . Ein freies
Wochenende wird nun genutzt um mal NSU TT ordentlich die Sporen zu geben. Das
tat sie auch wieder, rund, kartähnlich und sauschnell befuhr sie den 203o Meter
langen Parcours. Mit 1.13.601 war sie absolut im Spitzenfeld und wie immer auch
Podestkandidatin! Superklasse.

Karsten Steinert beim anbremsen in die Bauernhofkurve
Auf Rang drei fand sich Thomas Krystofiak im bärenstarken KWR 1200 c wieder. Er
bestritt hier seinem Heim Grand Prix und fuhr wie immer stets am Limit. Wenn man
gern sehen möchte wie Kurven auf der letzten Rille gefahren werden sollte man
den Bergauffahrten von Thomas Krystofiak besonderes Augenmerk schenken, dazu
diese Power aus dem Spitzentriebwerk, Klasse, mit 1.13.021 fand Thomas sich auf
Rang 3 wieder!b

Nah am Limit Thomas Krystofiak im NSU 1200 c
Uwe Schindler, der aus Oberbayern angereist war und fest als ein
Meisterschaftskandidat im NSU Bergpokal gilt nahm diesen Parcours, na ich würde
sagen ordentlich in Angriff. Uwe zeigt ab und an im Training nicht das letzte
Quentchen Limit, pokert gern etwas und stellt seinen Renner so auf einer
Bestzeit von 1.12.977 ab. Jetzt wusste man mal wieder nicht genau, geht mehr
oder nicht, Uwe ist hier schon tiefe 1.10er Zeiten gefahren?! Na warten wir es
ab, der Rennsonntag sollte eh in das Wasser fallen, das tat er dann auch, für
Uwe blieb locker Rang 2!
In Abwesenheit von Steffen Hofmann, der mit Familie in der Kroatischen Hitze
verweilte, musste es doch noch jemanden geben, der Uwe Schindler die Stirn
bieten konnte. Diesen gab es auch, er ist als Mitfavorit aus den letzten Rennen
mehr als bekannt, die Rede ist von Jörg Davidovic. Jörg fährt ab dem ersten
Trainingslauf Maximum, bluffen gibt es bei ihm nicht, er will jeden
Streckenabschnitt unter extremen Bedingungen kennen lernen, so auch hier im
Training, sauber, aber dem Limit sehr nah testet er die Strecke an, Resultat:
beste Ausgangsposition für Sonntag, Trainingsbestzeit mit 1.12.405, stramme
Leistung, das kann sich sehen lassen, Rang 1!
Den Abend verbrachten wir in Gemeinschaft, Benzingespräche mischten sich mit
Witzen und Anektoden aus der Vergangenheit!
Nun stand das Rennen an und was macht man da diesen Sommer 2011, man wechselt
auf Regenreifen, wie so oft schon in diesem Jahr, komplett umgekrempelte Verhältnisse.
Den Trainingssamstag konnte man so als Sichtungsfahrt stehen lassen. Das
gerechte war, für alle gleiche Verhältnisse, wir fangen so zu sagen bei null
an.
Roman Szott fing vorsichtig an, fuhr 1.45 ziger Zeiten, steigerte sich über den
Renntag aber gewaltig und beendete seinen letzten, den vierten Lauf mit
1.34.268, damit konnte er sich über 11 Sekunden verbessern und bildete mit
seiner Gesamtzeit von
6.37.326 den elften Rang in diesem Feld!

Roman Szott lässt sich durch den Regen den Spaß am Fahren nicht nehmen
Bernhard Neuner fuhr schon in einer ganz anderen Welt, 1.28 ziger und 1.29 ziger
Zeiten waren bei ihm angesagt, damit liefert er sich einen spannenden Kampf mit
den weiter vorne Platzierten, Bernhard seine Gesamtzeit lautete 6.03.168, das
konnte sich schon sehr gut sehen lassen.
Wolfgang Schwalbe konnte sich noch einen Tick mehr steigern, er ließ noch ein
Quentchen beherzter fliegen, was ihm eine schnellste Einzellaufzeit von 1.26.988
einbrachte und die Platzierung sich mit Rang 9 beziffern ließ. Die Gesamtzeit
von 5.58.221 war sehr ordentlich!

Wolfgang Schwalbe kämpft sich durch die Gischt
Rang acht ging dann an Wolfgang Marx. Er musste seinen ersten Rennlauf so zu
sagen blind erledigen. Was war passiert, auf der langen Startgeraden
verabschiedete sich genau der Scheibenwischer, der Wolfgang freie Sicht bis oben
bringen sollte, das war ordentlich Zeitverlust, doch den Ausgleich fuhr er in
den weiteren Läufen ein. Mit geliehenem Mini Cooper Scheibenwischer war
1.25.355 möglich, diese schnellen Läufe retteten ihn auf Platz 8 trotz des
schwierigen ersten Aufstiegs, Gesamtzeit: 5.54.451.
Dann kam Karl Heinz Meurer, der mit alten ich will nicht sagen verkorksten aber
schon etwas harten Regenreifen den Berg auf Angriff herauf raste. Karl Heinz
fuhr an sein persönliches und den Reifen zulässiges Limit, welches sich überaus
sehen lassen konnte. 1.22.257 tischte Karl Heinz so auf , die Gesamtzeit war mit
5.41.254 schon sehr überzeugend, das ganze sollte Rang sieben einbringen ,aber
bei sehr starker Konkurenz die mit dem nächsten Starter begann!
Thomas Krystofiak hatte sich wohl Sonne gewünscht, um den KWR Renner mal so
richtig die Sporen zu geben. Leider regnete es und er musste die Kraft am Gasfuß
etwas mehr einteilen, was er auch mit absoluter Bravour tat. 1.21.402 lautete
die Bestzeit von Thomas, damit feuerte er den NSU 1200 c Renner auf eine
Gesamtzeit von
5.34.075 ,das war ein sauber herausgefahrener sechster Rang beim Heimrennen von
Thomas, der in Gronau beheimatet ist.

Wolfgang Marx hier im zweiten Trainingslauf, er war begeistert
von der Strecke
Frank Kleineberg fuhr absolut letzte Rille, mit seinem starken, aber nicht übermotorisierten
NSU TT. Er rast stets spektakulär dem Ziel entgegen. Jede Kurve im leichten
Slide, aber nie überzogen macht Frank auf sich aufmerksam, viele Zuschauer die
lange im Dauerregen aushielten waren begeistert. Frank Kleineberg steuerte
seinen Prinzen mit 1.19.487 zum schnellsten Lauf, 5.27.211 lautete die
Gesamtzeit des Mannes aus der Nähr von Braunschweig. Klassenrang 5.

Klasse unterwegs Frank Kleineberg
Fahrerisch ähnlich positioniert war Karsten Steinert, er war genauso unterwegs
wie Frank Kleineberg, nutzte die Fahrbahn voll aus und steuerte den TT beherzt
den Borgloher Berg hinauf. Begleitet wurde das ganze von einem sehr guten Sound.
Der Motor, den der Vater in der heimischen Werkstatt entwickelt und getunt hat läuft
absolut reibungslos und zeigt ordentliches Potenzial. Karsten setzt dieses
optimal um, 1.20.768 macht er möglich. Karsten war aber in Lauf 1 am morgen
schon sehr schnell und steuert so im Einspritzer auf eine Gesamtzeit von
5.27.311, damit konnte er sich auf Rang 4 hauchdünn vor Frank Kleineberg
sichern, starke Duelle, sehr sehenswert!
Nun kommen wir zur Dame im NSU Bergpokal, Nicola Höllerich überrascht wie
immer positiv, das ist mittlerweile Normalität, aber was sich da in Rennlauf 2
abspielte schlug alles bisher da gewesene. Unter schwersten Wettertechnischen
Bedingungen rast Nicola zum schnellsten Einzellauf und sichert sich im NSU
Bergpokal die volle Punktzahl. Damit schlug sie mit ihrer perfekten Fahrweise
die schnellsten NSU Treter der Nation, ich kann nur sagen grandiose
Leistung. Die restlichen Einzelläufe überzeugten ebenfalls voll und ganz,
1.19.139 markierte ihre Bestzeit. Die Gesamtwertung belief sich auf 5.24.360,
damit sicherte sie sich einen Stockerlplatz mit Rang 3. Nicola setzt die
Tradition einer Rennfahrerfamilie kompromisslos fort, herzlichen Glückwunsch
Nicola!

Na zum Schwimmabzeichen reicht es fast, Jörg Davidovic in Action
Jörg Davidovic konnte seinerseits noch eine kleine Schüppe drauflegen und in
der Gesamtzeit Nicola etwas davonfahren. Jörg ,egal wo man ihn sah am Limit,
das Auto driftete leicht mit dem Gasfuß gesteuert in die Kurve hinein. Würde
er mehr geben hätte das ganze unwiderruflich in einem Dreher geendet und das
muss ja nicht sein! Die Laufbestzeit bezifferte sich mit 1.18.731 in Lauf
3, in der Gesamtzeit war eine Zeit von 5.22.564. Den vierten Rennlauf konnte Jörg
mit Bestzeit für sich verbuchen, so machen wichtige Punkte die Meisterschaft
ganz vorne spannend, Jörg tolle Fahrt kann man nur gratulieren!
Uwe Schindler tat auch alles erdenkliche, um den blauen Renner in der nassen
Spur zu halten. Überall und zu jedem Zeitpunkt Limit, so äußerte sich Uwe
nach dem Rennen. Bei diesen Zeiten, die er im Regen in den Asphalt gestanzt
hatte konnte das auch gar nicht anders sein! Mit 1.17.887 fuhr er die schnellste
NSU Regenzeit des Wochenendes. Die Gesamtzeit von 5.20.233 brachte ihm zum
verdienten Klassensieg, auch wenn das Verfolgerfeld nah auf der Stoßstange des
blauen Renners hing. Jörg war mit zwei Sekündchen in der Gesamtzeit dahinter,
Niki folgte mit vier Sekunden, stramme Leistung aller Beteiligten, Uwe Glückwunsch
zum hart erkämpften Klassensieg, die Anreise aus Bayern hatte sich absolut
gelohnt!

Uwe
Schindler macht hier alles klar, super Leistung Klassensieg!!!

Auf einmal war es trocken zur NSU Siegerehrung

Gleichmäßig schnell unterwegs, Rainer Osterbeck und Arno Zylen im NSU Grewe Goggo