Bergrennen Osnabrück 2010
Lauf 8 zum NSU Bergpokal 2010
Der achte Rennlauf zum NSU Bergpokal wurde in der Borgloher
Schweiz
ausgetragen, einer wunderschön gelegenen Landschaftskette zwischen
Hilter und Borgloh. 13 NSU TT stellten sich dieser Herausforderung,
bei der ja in diesem Jahr noch alle Platzierungen völlig offen sind,
von Rang 1 bis 20 im Gesamtklassement kann sich noch alles verändern,
das trägt natürlich zu einer zusätzlichen Spannung bei!
Die etwa 2000 Meter lange aber sehr anspruchsvolle Piste stellte an
die Fahrer sehr hohe Anforderungen. Das Wetter spielte mit, erst nach
dem letzten Rennlauf nieselte es vom Himmel und störte etwas bei der
späteren Siegerehrung!

Walter Fassbender, da ging richtig was hier in Osnabrück
Im Training dann der erste Schlagabtausch der Männer in ihren
luftgekühlten Powermaschinen, die mitlerweile zu den gefragtesten
Fahrzeugen im Deutschen Bergrennsport gehören, kaum eine Marke brachte
so viele Fans an den Osnabrücker Berg wie die NSUs!
Los ging es mit Roman Szott, locker und lässig geht er die ganze Sache
an, gibt im Training fast nie das Maximum um die Technik für den
Renntag zu schonen! Er fährt mit seinem Powerprinz auf 1.22.171
herunter und belegt Rang 13.

Stark gefahren,
stark mit Frontspoiler, Bernhard Neuner
Deutlich besser unterwegs Bernhard Neuner, dessen Motor hier wieder
volles Potential zeigt und ihm mächtig Freude bereitet. Bernhard
kämpft um die 1.20 er Marke und bleibt vorerst noch etwas darüber mit
1.20.804 das ist Rang 12!

Schönes Auto, schönes Bild................Walter Voigt!!!
Walter Voigt macht ein paar Zehntel Sekündchen mehr möglich und
treibt seinen Spiess NSU TT, der bildschön da steht auf eine Bestzeit
von 1.20.277, damit lässt er Bernhard vorerst knapp hinter sich mit
Rang 11.
Detlef Schmidt, der Mann aus Berlin kämpft im Bandsch TT mit etwas
stumpfen Waffen, der Motor begrenzt bei etwa 7000 Umdrehungen und
lässt das letzte brauchbare Quentchen Spitzenleistung vermissen.
Dafür ist das Fahrwerk gut wie nie, durch Ihn selber perfekt
eingestellt rast er zu seiner sehr schnellen Bestzeit von 1.16.726!
Karl Heinz Meurer der mächtig am Gashahn dreht eigentlich schon im
kompletten Rennjahr 2010 steht auch hier dieser Aussage wieder in nichts zurück
und jagt seinen nur für Bergrennen vorgesehenen Renner auf
eine Zeit von 1.16.613, damit einen Hauch vor Detlef, Rang 9 bei
diesem Geschehen hier.

Allerletzte Anbremsrille Lukas Hofmann
Lukas Hofmann macht auch wieder mehr als positiv von sich reden. Er
macht mit Vater Gerhards Wagenmaterial wieder unmögliches machbar und
feuert den Prinz auf 1.15.984, eine Klasse Leistung des 22 Jährigen
Bambergers, Vater Gerhard kann zurecht stolz auf seine Söhne sein,
Rang 8!
Walter Fassbender dessen Motor nach dem Schaden von Trier wieder
komplett revidiert ist fährt am Samstag das Triebwerk erst einmal
sachte ein, so äußerte sich der immer zu Witzen aufgelegte Neusser
mir gegenüber. Einfahren mit 1.14.446, ich würde sagen extrem stark
eingefahren, Rang 7 !
Nun einer von drei Startern aus Norddeutschland, die das Starterfeld
extrem aufwerten und das ganze Geschehen noch spannender machen, die
Rede ist von Frank Kleineberg, der es absolut versteht einen NSU nahe
des Limits zu bewegen, genauso auch hier mit 1.13.826 macht er klasse
auf sich aufmerksam und rast in die sechste Position. Er wäre auch
schon bei einigen Rennen zuvor am Start gewesen doch das Triebwerk
wurde nicht rechtzeitiger fertig, Klasse Bereicherung!

Unvergessener Auftritt, Frank Kleineberg immer Limit
Auf Rang 5 tummelt sich Jörg Davidovic, der mit tiefen 1.13 er Zeiten
sehr zufrieden ist und auch sein kann. Er fuhr in Osnabrück maximal
1.16 in den Jahren zuvor, das ist eine wehemente Steigerung! Jörg
versteht es sowiso wie man mit akkurater sauberer Linie starke Zeiten
fährt! Fantastico!
Auf Rang vier Überraschung 2 aus dem Norden, Thomas Krystofiak. Er
versteht es den langen NSU 1200c zu bewegen wie niemand seit bestehen
der Marke NSU! Ausgestattet mit satt Power und Ansauggeräuschen wie ein
Vierzylinder DTM E 30 Bmw macht er allen reichlich Freude, mit dieser
Riesen Limusine! Ergebnis im Training unglaubliche 1.13.114 , damit
rast er in das Vorderfeld! Absolut stark.

Mit so einem Fahrstil gehört man auf das Podest Jörg Davidovic!!
Rang 3 hier ganz easy und ohne Risiko gefahren für Steffen Hofmann,
der hier mit 1.10.4 auch Inhaber des NSU Streckenrekordes ist. Ganz
easy bedeuten bei Steffen 1.12.526; damit belegt er vorerst den dritten
Rang in diesem extrem hochwertigen NSU Starterfeld!
Was Jörg Höber hier abzieht ist mehr als sehenswert. Ich muss ja das
Fahrwerk testen; also müssen die Kurven letzte Rille gefahren werden,
egal ob Graben oder Leitplanke an der Seite! Immer voll, Tränen
musste ich mir mindestens zweimal wegputzen! Ergebnis lange
schnellster mit nun super abgestimmten Fahrwerk 1.12.122; eine
Fabelzeit die Jörg auch in anderen Trainingsläufen bestätigen
konnte, ein negativer Beigeschmack bleibt leider; Jörg musste aufladen
mit angehendem Lagerschaden, sehr schade Top unterwegs gewesen und
zwar da wo Jörg hingehört Rang 2!
Jörg hatte die Möglichkeit Reservemotoren zu verbauen, Frank
Kleineberg und Steffen Hofmann boten der Konkurenz die Triebwerke an,
so ist das bei uns im NSU Bergpokal, Jörg verneinte aber da er 2010
dank süßem Nachwuchs nur sporadisch in das NSU Geschehen eingreift!


Ohne Worte stark gefahren.......Jörg Höber
Der letzte schnelle Norddeutsche Mann in diesem rasanten Dreierpaket
ist Andreas Kuhnert, eine rasende Legende; die seit bestehen des NSU
Cups Anfang der Neunziger Jahre immer und zwar auf jeder Strecke
Sieganwärter war und auch noch ist!
Trotz weniger Einsätze in 2010 stellt er hier den Schindler
Einspritzer mit Bestzeit von 1.12.117 nur wenige Tausendstel Sekunden
vor Jörg Höber auf die Pole Position, absoluter Wahnsinn was der
fleißige Braunschweiger hier möglich macht; Rang 1 im Training das ist
eine starke Nummer!

Dat Dingen geht gut, der Mann kann es Karl Heinz Meurer
Die Abende gestalteten sich sehr gesellig und Lustig, ein möglichst
weißer Van wurde als Videoleinwand umdegradiert, dann hieß es ganz
großes NSU Kino aus der Saison 2010, war schon schön und wird es bei
jeder Veranstaltung geben! Dazu nachträglich Gerhards Geburtstag, irgendwie
gibt es bei den NSUlern immer was zum feiern!
Das Rennen am Sonntag war vor Spannung nicht zu überbieten,
gehörte
wohl zum besten was ich seit 1992 in Osnabrück im Feld der NSU TT
und neuerdings auch 1200c gesehen hab, bis auf Rang 1 war alles ganz
eng verteilt, jeder fuhr seine neuen Bestzeiten, alles drang ganz weit
nach vorne in der NSU Meute! Einziger Nachteil Jörg Höber konnte
nicht mitmischen leider, da wäre ganz vorne noch richtig was gegangen
denke ich!
Was auch schade war, Walter Fassbender mit dem wir nun auch anfangen
werden hatte mit drei technischen Defekten in vier Rennläufen zu
kämpfen! In Lauf 1 überraschte er und fuhr seine eigene Osnabrücker
Rekordzeit mit 1.13.902 und das sogar im ersten Lauf, da wäre so
denke ich eine 12er Zeit machbar gewesen, wenn der Defektteufel nicht so
aufgetrumpft hätte, Lauf 2 zerfetztes Lüfterrad durch herausgefallenen
Getriebewellendeckel, dazu noch ein bis auf den Grund abgedrehtes
Renngetriebe Eingangsrad! Dann Umbau auf Steffens Ersatzgetriebe, Lauf
3 mit ungewohntem Getriebe 1.14 er Zeit und in Lauf 4 eine
herausgerissene Doppelzünderkerze, Weiterfahrt nicht realisierbar,
schade Walter ,aber starker eigener Rekord als Wehrmutstropfen! Rang 12.

Der große Prinz immer unter Volllast Thomas Krystofiak
Roman Szott steigerte sich sehr schön zum Trainingstag und knackte in
zwei Läufen die 1.20 er Marke, seine Bestzeit belief sich auf 1.19.823
eine schöne Zeit, Gesamtzeit 5.20.619 Rang 11 in Osnabrück.
Rang 10 ging an Walter Voigt, der sich aber seinerseits noch auf eine
hervorragende 1.17.270 steigern konnte, damit war er in Lauf 2
brilliant unterwegs, die Gesamtzeit des Konzer Mannes setzte sich aus
5.15.932 zusammen, damit errang er Position 10!
Fahrerisch sehr stark aufgelegt an diesem Wochenende war Bernhard
Neuner, er steigerte sich in jedem Lauf sehr gut bis auf 1.17.751 in
Lauf vier, das bedeutete stark gefahren mit glücklicher Miene zum
persönlichen Erfolg Rang 9 mit 5.15.493 Gesamtzeit!

Zufrieden mit 1.17 im Ziel Bernhard Neuner!!
Detlef Schmidt konnte aus seinem Renner noch mehr herausholen als am
Samstag und raste mit viel zu frühem Drehzahlende sogar noch auf eine
1.15.542 damit machte der Mann mit dem lustigen Berliner Mundwerk
Rang 8 für sich frei mit einer Gesamtzeit von 5.04.549!

Detlef Schmidt verkauft sich immer bestens, so auch hier!!
Knapp in der Gesamtzeit davor konnte sich Karl Heinz Meurer behaupten,
der den Uphöfer Berg erst zum zweiten Mal nach 2003 unter die breiten
NSU Slicks nimmt! Seine Fabelzeit in Lauf 3 belief sich auf 1.14.498,
damit machte er wieder sehr deutlich klar Jungend's hier bin ich mit
5.02.669 auf Position 7, Top unterwegs!

Roman Szott in seinem schnellsten Rennlauf!! 1.17.2 klasse
Was Lukas Hofmann hier abzieht ist aller Ehren wert, ich setze es
sogar gleich mit dem, was Bruder Steffen im blauen Renner vorführt! Mit
unterlegenem Material ballert Lukas hier 1.13 er Zeiten in den
Asphalt, überall Limit, letzte Anbremsrille, dann mit noch etwas
weichem Fahrwerk spektakulär in die Kurven treiben Lukas zu einer
Gesamtzeit von 4.57.865, damit wurde er auf Klassenrang sechs geführt!
Top.

Schnellster Renngoggo mit NSU Technik und Grewe Power stark unterwegs!!
Arno Zylen begeisterte alle Fans!!
Genauso viel Ehre für Frank Kleineberg, der mit relativ normalem
Aggregat hier die Spitze angreift. Damit kann man sich in etwa
ausrechnen wie Frank unterwegs sein muss, überall spektakulär mit
Nutzung der Gesamten Fahrbahnbreite! Auch am Rand positionierte
Reifenstapel hindern ihn nicht mit anlehnen diese 1.13.603 zu
fahren, damit sichert er sich mit 4.55.113 Gesamtzeit einen tollen
fünften Platz in diesem Starterfeld!
Noch extremer unterwegs Thomas Krystoffiak, Zuschauer meinten sogar
aufgrund der extremen Speed sei von der Seite gar nicht mehr
auszumachen gewesen ob es sich nun um einen Typ 77 oder 67 NSU handeln würde!!!
Na
da weiß man Bescheid was Thomas im 1200 c so auf die Beine stellt und
das mit DTM Sound anno 1992, Bestzeit: 1.12.590 im großen Prinz,
Wahnsinns Vorstellung , Gesamtzeit 4.51.578, Rang 4!

selbst im Ziel wird weitergelacht, Steffen Hofmann, Karl Heinz Meurer
Lukas Hofmann, Roman Szott und der Boss Bernhard(-;
Auch Jörg Davidovic durchbrach wieder einmal für sich eine eigene
Schallmauer , er katapulierte den weißen Renner stark aber stets sauber
in Richtung Ziel, Anbremspunkte letzte Rille vor der Bauernhofkurve
lassen Ihn aber dennoch in perfekt sauberer Manier um die Strecke
rasen, wo endet diese Superfahrt, na auf dem Podest!! mit Bestzeit
1.12.612 auf Position 3 mit 4.51.416 Gesamtzeit!

Gehört immer noch zu den schnellsten Prinz Tretern Andreas Kuhnert
Noch etwas stärker zu Werke ging Andreas Kuhnert, der mit dem Uwe
Schindler TT aber auch eine regelrechten Waffe an den Start
bringt! Fast fremdes Auto, na egal für Andreas kein Problem das ganze
auch optimal umzusetzen, sauber und schnell brennt Andreas Kuhnert
mit 1.12.018 seine schnellste Einzelzeit in den Asphalt, damit zeigt
er ich kann es, möchte gar nicht wissen was wäre wenn er
regelmäßiger in das Geschehen eingreifen würde, ich kann es ahnen!
So Rang 2 und natürlich Podest mit 4.50.689 Gesamtzeit! Im vierten
Lauf konnte er sich gar volle Punkte sichern da es von allen NSUs der
schnellste war!

Rasant wie immer Steffen Hofmann
Na sagen wir mal: wie von mehrfacher NSU Bergpokal Meisterhand war
Steffen Hofmann unterwegs! Er dominierte dieses Feld auf ganzer Ebene, er
brauchte nicht einmal
wie sonst extrem in den Über- Limit Bereich zu gehen und konnte so
seinen Sieg relativ sicher und gut gelaunt nach Hause fahren! Das Auto
lief fantastisch, lag bestens, perfektes Wochenende für den Bamberger,
wobei ich eines noch korrigieren muss, wer mit 1.10.943 knapp über NSU eigenem
Streckenrekord unterwegs ist fährt mit Sicherheit nicht Risikolos,
doch wo Steffen sein Ende des Limits hat wissen wir alle und das
musste er hier nicht unbedingt einsetzen, mit
4.45.439 ein dominater Sieg, Glückwunsch an den sympatischen
Burgebracher, Klassensieg, Meisterschaft ganz vorn zwischen Uwe
Schindler und Steffen Hofmann völlig offen, erst Unterfranken und
Mickhausen wird endgültig Aussagen wer hier zu Meisterehren kommt! Auch
Jochen Schittenhelm wird dort wieder mitreden und kann ein Zünglein an
der Waage sein!
Starker Sport hier in Osnabrück!