Bergslalom Bebra 2009

Die in Hessen gelegene längste Bergslalomstrecke Deutschlands lud wieder zu einer Doppelveranstaltung zur Deutschen Amateur Bergmeisterschaft und zum 3 und 4 Lauf des Heck-Mo Cups 2009 ein. Jürgen Lätsch versuchte es wieder einmal möglichst viele Heckmotorfahrzeuge an den Berg nähe Niederthalhausen zu bekommen, 500Euro Preisgeld waren von privaten Gönnern ausgeschrieben worden, die die NSU Renner mal wieder zahlreich auf der Bergstrecke nähe Bebra fahren sehen wollten. Am Samstag waren so 13 Fahrzeuge am Start, am Rennsonntag waren es zu Lauf 4 noch 10.

Das Powerpaket von Achim Thomas
In der 1150er Klasse startete Michael Feyl im Abarth 1000, er musste aber leider die Segel streichen, wahrscheinlich durch einen technischen Defekt, zusätzlich war leider noch eine Rundstreckenübersetzung in den Fiat Abarth eingebaut die natürlich viel zu lang war!

Wolfgang Schwalbe im Einsatz in der berüchtigten Zuschauerkurve
Den zweiten Rang in der Klasse bis 1150 Kubik belegte Hans Moorweiser im schnellen NSU 1000 TT, nun mit optimalen Renngetriebe bestückt macht das Fahren schon viel mehr Spaß, seine Zeit belief sich auf 1.30.69.
Den Sieger in dieser Klasse stellte wie sollte es auch anders sein Volker Angelberger im schnellen giftigen NSU TT 1150. Das von Reich getunte Auto schiebt schon sehr gut an und Volker setzt das auch sehr gut um, die Zeiten liegen auf Niveau der 1.3 Liter Fahrzeuge, mit 1.20.77 fährt Volker klar zum Sieg!
In der 1.3 Liter Heck-Mo Klasse war deutlichmehr Konkurenz am Start. Wolfgang Schwalbe steuerte seinen TT mit 1.29.69 auf Position 10, aber mit weniger Motorenleistung als die vorhandene Konkurenz!

Helmut Kunz steuert den 1300 TT am Limit
Das gleiche gilt für Christian Schülke, der seinen Renner immer optimal bewegt. Nun schon mit Slicks auf der Hinterachse bestückt rast Christian zu 1.23.35, das bedeutete Rang 9.
Nun geht es schon mächtig zügig vorwärts, Christian Zollner, der zur Freude aller NSU Fans mit Richard Rötzer und Helmut Kunz aus Bayern angereist war fährt immer näher in die Regionen der ganz schnellen NSU Rennasse. Mit 1.18.98 bleibt Rang 8 mit einer starken Zeit.
Noch eine Sekunde davor Jürgen Lätsch, der leider in Rennlauf 1 einen Kipphebelbruch zu verzeichnen hatte. In Lauf 2 nach gelungener Reparatur streikte etwas die Spezial Rennkupplung, Jürgen fuhr so mit 1.17.92 noch auf Rang 7, musste aber für den Rennsonntag aufladen, da kein Kupplungsersatz mit den speziellen Golfrennbelägen verfügbar war, schade!
Jürgen Lätsch hatte 2009 etwas Pech, trotzdem achte er aus dem einen Lauf noch das beste!
Eine Sekunde schneller war Dieter Gerber, der aus dem tiefen Breisgau angereist war und sich hier mit dem Einspritzer NSU die Ehre gab. Das völlige Neuland Bergslalom stellte für Dieter keine Schwierigkeit da, er feuerte den NSU mit 1.16.82 auf einen klasse sechsten Platz für den Samstag, am Sonntag ging bestimmt noch einiges mehr da war ich mir sicher, eine schöne Vorstellung!
Richard Rötzer, eines der NSU Asse aus Bayern fuhr hier ebenfalls zum ersten mal, genau wie Helmut Kunz. In Bayern war ein Slalom kurzerhand abgesagt worden, so entschloss man sich zu einem Trip nach Bebra um wenigstens noch Rennluft zu schnuppern!

Richard Rötzer zum erstem Mal hier in Bebra unterwegs, starkes Debüt!
Richard fuhr mit 1.16.66 auf Rang 5, einen Tick schneller mit 1.16.50 war Helmut Kunz, der hier ohne Differenzialsperre mit Nachteilen behaftet war, trotzdem machte er alles mögliche machbar und stellte den orangen Renner auf Rang 4 ab!
Nun zu einem mehr als optimal vorbereiteten Renngeschoss. Achim Thomas war hier mit optimalem NSU angereist, um es mal wieder richtig fliegen zu lassen! Der zweite Fahrer auf diesem Auto war Andreas Vielgut, ein Namen den man sich in der NSU Szenerie merken sollte und gerade im vierten Rennen auf diesem Fahrzeug unterwegs war! Er steuert den Einspritzer auf 1.16.28, das war ein super dritter Pokalrang!

Dieter Gerber schlug sich ebenfalls fantastisch, knapp am Podest vorbei!
Jürgen Krämer von der NSU IG Odenwald war nun mit verbreiterter und erleichteter NSU Rennkarosserie unterwegs, Motorenleistung hatte der Tüftler ja schon eh satt zur Verfügung. Er scheuchte den NSU TT auf sagenhafte 1.15.69, das war ganz locker Rang 2 und das mit einem Alter von über 60 Jahren Hut ab starker Auftritt!!

immer Limit Christian Schülke, neuerdings fährt er hinten jetzt Slicks
Der Hit in Bebra war einmal mehr Achim Thomas. Er siegte schon in Tiefenbach doppelt und gab auch hier den Ton an! Nach etwa 13 Jahren Rennabstinenz fährt er so wie in den Neunziger Jahren. Damals war er noch in der Polo Klasse unterwegs, stellte aber auch dort gegen übermächtige Fronttrieblerkonikurenz oft den Sieger! Da er aber auch gar nichts von diesem Talent eingebüßt hat wird er auch hier mit 1.14.46 klarer Sieger, das wäre in der zwei Liter Klasse der verbesserten Spezialwagen Rang 5 gewesen, eine tolle Vorstellung mit deutlichem Klassensieg!

Stark Rang 2 und 3 bei dieser Doppelveranstaltung, Jürgen Krämer
Der Rennsonntag lockte dann noch mit 10 NSUs allesamt in der 1.3 Liter Klasse! Wolfgang Schwalbe konnte sich zum Vortag um 2 Sekunden steigern. 1.27.12 hieß die Endzeit, Rang 10.
Knapp davor Hans Moorweiser im 1000er NSU, ordentlich kämpfend konnte er in der 1.3 Liter Klasse ganz gut mithalten, Rang 9 mit 1.27.06.
Christian Schülke konnte auch seine Zeit vom Vortag knacken, 1.22.98 lautete die Endzeit, das war ordentlich gefahren Rang 8.
Christian Zollner gab noch bedeutend mehr Gas, er steigerte sich sogar auf hervorragende 1.17.83, das war ein zufriedener siebter Rang in diesem sehr hochwertigen NSU Feld!

Nur mit 1000 Kubik unterwegs aber schnell Hans Moorweiser
Richard Rötzer bestätigte seine starke Leistung vom Vortag, er fuhr im optimal abgestimmten Slalomauto mit 1.16.85 wieder auf Position 6, wider knapp vor dem NSU Haudegen Helmut Kunz, der hier ohne die berüchtigte Sperre sehr spektakulär und sehenswert unterwegs war, eigentlich wie immer von Helmut gewohnt, Rang 5 mit 1.16.08!
Dann Dieter Gerber, der sich weiter deutlich steigern konnte, er gab alles im Einspritzer TT, fuhr ähnlich wie Helmut mit vollem Einsatz und schwerem Gasfuß, was blieb übrig, eine sagenhafte Zeit von 1.15.63, damit war er nur eine Sekunde hinter dem Sieger hier, klasse Rang 4.

Bildschöner Renner und verdammt schnell, Christian Zollner
Jürgen Krämer, der NSU Spezialist aus dem Odenwald, der schon weit über 30 Jahre in schnellen Renn NSUs Gas gibt hat absolut nichts verlernt, er verbessert sich zum Rennsamstag noch um eine halbe Sekunde und rast auf 1.15.05 herunter, das hätte hier in den Jahren zuvor locker zum NSU Sieg gereicht, so blieb Rang 3 hinter dem furios auftretenden Duo im Achim Thomas NSU!

Sieg für Achim Thomas , Rang 2 für Andreas Vielgut auf diesem Renner
Das Dingen geht aber auch wie die berühmte Feuerwehr, mit satt Motorenpower und technischen Raffinessen aus 30 Jahren NSU Rennsporterfahrung stellt Achim hier seinen optimalen NSU an den Start!
Andreas Vielgut kann dieses super Auto nutzen und tut dieses auch optimal, wir erinnern uns, jetzt befindet er sich in seinem fünften Rennen im NSU, was geht zeigt er mit 1.14.73 fährt er ganz knapp hinter Achim auf Rang 2, starke Leistung!

Auch ein starker 02 er BMW in der 1.6 Liter Klasse
Achim muss sich schon richtig lang machen um den Youngstar Andreas zu halten, hat dieses aber absolut im Griff, er treibt seinen optimalen Renner auf 1.14.53. Achim holt den vierten Sieg im vierten Rennen im Heck Mo Cup 2009, eine überragende Leistung des Mannes aus der Nähe von Frankfurt, der seine Autos und die komplette Technik selber erstellt, stark und Glückwunsch nachträglich zu diesem Auftritt!