Hauenstein Bergrennen 2011
LAUF 5 zum NSU Bergpokal
Nun stand der fünfte Lauf zum
NSU Bergpokal an, die Reise ging in die wunderschöne bayrische Rhön zum
Hauenstein Bergrennen. Diese Strecke fordert mit ihren langen Vollgaspassagen
alles von den NSU TT ab, sehr gute Vorbereitung der luftgekühlten Triebwerke
ist hier ein Muss!
Um es vorweg zu nehmen alle NSU Motoren verrichteten treu ihren Dienst und
hielten stand. Mehrere der extrem hoch gezüchteten 16 Ventil Gruppe H Motoren
,wie sie gern in Opel Kadett und VW Polo verbaut werden mussten statt dessen die
Segel streichen und schon am ersten Trainingstag die Heimreise mit Motorschaden
antreten!
Acht NSU Flitzer gaben sich hier im NSU Bergpokal die Ehre, durch die
Urlaubszeit bedingt waren hier nicht wie gewohnt über 10 Renner am Start, viele
Fahrer waren verreist um sich mal vom Alltagsstress zu erholen!
Das Training wurde komplett im
trockenen durchgeführt, der erste Wertungslauf am Renntag fand im nassen statt,
die darauf folgenden zwei aber wieder bei Trockenheit!
Los ging es mit den Samstagstraining, Roman Szott nahm mit seiner besten
Trainingszeit von 2.41.333 diesen Parcours in Angriff, in Lauf 3 konnte er nach
stetiger Zeitverbesserung Rang acht im
Training belegen!

Roman Szott rast durch die künstliche obere Schikane
Bernhard Neuner, der nur zwei Trainingsläufe in Angriff nahm ,um das Material
hier etwas zu schonen konnte in Lauf 2 mit 2.37.517 Roman schon deutlich auf
Distanz halten und Rang 7 belegen in diesem NSU Feld.
Einen Tick schneller noch Wolfgang Schwalbe, der alle Rennen der Saison möglichst
mit nimmt, denn der Winter ist wieder lang genug und so kann man sagen, man hat
alles mitgenommen was möglich ist!
Wolfgang rast auf 2.34.915 herunter, eine Zeit die sich gut sehen lassen kann
denke ich, Rang 6 am Trainingstag!

Wolfgang Schwalbe war das ganze Wochenende schnell
unterwegs!
Durch die relativ wenigen Starter gibt es natürlich hohe Punkte für alle
angereisten Piloten, deshalb wird sich hier ganz besonders um alle Positionen
gebalgt!
Leo Rabus konnte das ganze noch einen Deut besser und jagte den orangen Renner
mit 2.31.801 dem Ziel entgegen in Trainingslauf 2, Leo hoffte auf Regen, dort
spielt er gerne sein volles Potential aus, so blieb Trainingsrang 5.
Michael Vogel, der seinen NSU TT in den frühen Achtziger Jahren in einer
Scheune gefunden hatte und dann nach und nach aufbereitete steigerte sich hier
mit diesem Auto deutlich, von 2.34 über 2.31 auf sehr schnelle 2.29 das konnte
sich doch wieder sehen lassen Mike, Rang 4 in diesem Feld.

Mike Vogel fliegt
im NSU dem oberen Waldstück entgegen
Jetzt kommen die drei Racer, die auch in der Meisterschaft ganz vorne
mitspielen. Den Anfang machte Jörg Davidovic, dessen NSU Bestzeit hier in
Hauenstein mit 2.23 niedergeschrieben war. Jörg fuhr piekfein und akkurat aber
sagenhaft schnell dem Ziel entgegen, rund heißt die Deviese des Odenwälder NSU
Profis, auf sagenhafte 2.19.930 verbesserte er seinen eigenen Streckenrekord,
Hut ab starke Leistung, Rang 3.
Noch etwas schneller im Training Uwe Schindler, hier auf diesem Powerkurs
treibt der KWR Renner ganz mächtig an, auch Uwe mag diese Strecke und lässt
den Gasfuss extrem lange Richtung Bodenblech, mit 2.19.463 markierte er hier
ganz sicher seine Bestzeit, Rang 2 im Feld!

Uwe Schindler gab alles, hier im perfekten letzten
Wertungslauf!
Nun stand noch Steffen Hofmann an der Startlinie, doch nicht wie gewohnt im blau
weißem Geschoss, sondern mit einer Targa-orangen Waffe die normalerweise Horst
Fleischer sein eigen nennt! Dieses Gespräch dazu fand in Homburg statt, aus dem
Gespräch wurde Ernst, Steffen Hofmann durfte diese Waffe in Hauenstein bewegen,
natürlich etwas..... auf der sicheren Seite. Das Fahrwerk knickt bei trockener
Witterung ein bischen ein, der Antrieb sei absolut perfekt, so äußerte sich
Steffen, nachdem er auf völlig fremden Auto mit 2.18.094 die
Trainingsbestzeitin den Asphalt gestanzt hatte! Das war Trainingsrang 1, aber
man muss bedenken das Uwe Schindler hier mit 1.16.0 den NSU Streckenrekord hält,
also mal schauen was der Rennsonntag bringen sollte!
Abends wurde in gemeinsamer lustiger( Einfalt-Witze) gegrillt und geklönt, auch
dauernd einsetzende Regenschauer konnten die Stimmung nicht vermiesen.
Zahlreiche NSU Fans und Fahrer wie Johannes Niedermann oder Horst Fleischer und
Lukas Hofmann waren angereist um einen schönen Abend zu verbringen, was auch in
bester Manier gelang!
Nun wollen wir uns aber dem Renngeschehen am Sonntag widmen, es ist immer
schwierig, nach welchem Wertungsschema wollen wir uns richten, ich denke das
offizielle sollte man dem internen vom NSU Bergpokal vorziehen!
Dieses mal hatte Jörg Davidovic in Lauf 1 Pech. Am Samstag war die innere
Motoraufhängung gebrochen, diese wurde durch ein weiches Serienteil ersetzt,
sie brachte im ersten Lauf am morgen den Motor dermaßen zum schwingen das die
Vergaser aus den Gummis vom geraden Saugrohr rutschten und einfach in den
Motorraum fielen. Jörg blieb somit kurz nach der ersten Kurve ohne Vortrieb
stehen, schnallte sich ab und brachte die Vergaser Batterie wieder in Position.
Dann einsteigen, anschnallen, Hans System anlegen und die Fahrt ging weiter, die
Zeit war natürlich ausgiebig dahin, echt schade. Lauf 2 und 3 nutzte Jörg aber
wieder zur Schadensbegrenzung und trieb den weißen TT
wie von ihm gewohnt die Piste hinauf. Aus dem Grund der weichen Motoraufhängung
kamen ungewollte Vibrationen auf und somit konnte nicht ganz das volle Potential
abgerufen werden . Mit 2.20 iger Zeiten konnte er der Spitze aber trotzdem
folgen, die Gesamtzeit beläuft sich auf 9.29.614 mit Reparatur! Rang acht im
normalen Wertungsmodus, in der NSU eigenen Wertung in der jeder Lauf einzeln
gewertet wird Rang 4 mit wichtigen Punkten!

Joerg Davidovic war sauschnell, hatte aber etwas Pech
egal, voll Power, das beste draus machen!
Roman Szott konnte seine Zeiten deutlich steigern, von 2.44 im trockenen Lauf 2
bis auf 2.41.155 im dritten Lauf. Roman fährt auf eine Gesamtzeit von 8.34.265,
damit belegt der Frankfurter Rang 7 im Klassement!
Leo Rabus hatte in Lauf 1 auch Pech, sein Aggregat dümpelte mal auf drei und
mal auf vier Zylindern den Berg hinauf, so konnte er natürlich keine Top Zeiten
fahren und so war ein besserer Platz im Gesamtklassement nicht drin. Lauf 2 und
3 wurden bei Trockenheit mit Regenreifen bestritten, da ein Slick die Luft nicht
hielt, schade, trotzdem mit 2.35.495 schnellste Einzellaufzeit auf vier
Zylindern war so aber noch Rang 6 möglich mit einer Gesamtzeit von 8.02.887.

Der Onboard Lauf konnte leider nur auf drei Zylindern
absolviert werden!
Wolfgang Schwalbe wollte es an diesem Rennwochenende aber richtig wissen und
trieb sich und den NSU immer zu tollen Höchstleistungen. Er konnte auf eine
Einzellaufbestzeit von 2.35.342 fahren und sich über eine Gesamtzeit von
7.57.375 freuen, Wolfgang war Klasse unterwegs, Rang 5 und tolle Punkte.
Nun kommen wir zu Bernhard Neuner, der hier alle Register zog und mächtig am
Gashahn drehte. Gerade morgens im nassen lies er heftig fliegen ,so das er sich
sogar auf Rang drei wieder fand. Klasse Leistung von Bernhard. Die Läufe zwei
und drei bei Trockenheit waren ebenfalls sehr sehenswert, fast auf zwei Rädern
wurde die Joop Kurve bewältigt, zum Glück blieb nach dem Aufprall der
Antriebsstrang heil und Bernhard konnte seine Hauenstein Bestzeit mit 2.33.975
nach oben bringen.
Die Gesamtzeit von Bernhard belief sich auf 7.57.375, für mich die Überraschung
an diesem Wochenende, stark gefahren, Rang 4!

Bernhard absolut stark unterwegs!!!
Mike Vogel packte die Gelegenheit hier in Hauenstein am Schopfe und raste um es
vorweg zu nehmen auf das sogenannte Stockerl! Der Odenwälder konnte seine
Bestzeit auch in Lauf 3 fahren, mit 2.28.889 war auch Mike auf der letzten Rille
unterwegs. Mit einer Gesamtzeit von 7.53.637 machte das bestmögliche aus diesem
Wochenende, verdienter dritter Rang!
Nun kommen wir zu zwei Kandidaten die wieder Maximum Attack fuhren und wirklich
sehenswert unterwegs waren. Ersterer ist Uwe Schindler der mit zwei
Laufbestzeiten im trockenen dominierte. Uwes alter Streckenrekord von 2.16.0
wurde sogar angegangen, aber ganz knapp verfehlt. 2.16.395 machte Uwe möglich
und fuhr so zur NSU Bestzeit des Wochenendes. Mit einer Gesamtzeit von 7.05.689
brachte Uwe den blauen Renner auf die zweite Position in der Klassenwertung und
sogar zum Sieg in der NSU Wertung, damit war noch mehr Spannung angesagt
in der Meisterschaft um den Titel 2011!
Der zweite Haudegen hieß Steffen Hofmann, er fuhr morgens in Lauf 1 eine
Fabelzeit auf nasser Piste, glatte sieben Sekunden schneller als der Rest des
Feldes und das mit einem Fahrzeug das er eigentlich nur durch drei Trainingsläufe
am Samstag kennen gelernt hat und bei Regen noch nie bewegt hat. Na wenn das
nicht talentiert ist, dann weiß ich auch nicht. In Lauf 2 und 3 kam Steffen
bestens zurecht und konnte Uwe Schindler haarscharf folgen. Mit 2.16.5 markierte
Steffen seine Trockenbestzeit und konnte mit 6.59.556 auf fremden Fahrzeug den
Klassensieg einfahren, super Vorstellung des Bambergers im
orangen Geschoss!!

Hier im Regenlauf distanzierte
Steffen das Feld, Wahnsinn
Am kommenden Wochenende werden in Osnabrück wieder 14 NSUs am Start stehen und
den spannenden Kampf um Punkte und Pokal gegeneinander austragen!
Karsten Steinert, der frisch gebackene Vater von dieser Stelle aus schon einmal
herzlichen Glückwunsch wird dort am Start stehen ,genau wie Frank Kleineberg,
Thomas Krystofiak und weitere schnelle Starter!