Lauf 1 zum NSU Bergpokal 2011

 

Die Saisoneröffnung in Eschdorf, Luxemburg:

 

 

Die Saison 2011 öffnet endlich seine Pforten zum ersten Schlagabtausch beim Bergrennen Eschdorf in Luxemburg. Der NSU Bergpokal präsentierte sich stark , mit 14 Autos war dieser Lauf sehr gut besetzt, jeder wollte wohl schauen wo er steht, ob die Basteleien im Winter positive Auswirkungen auf die Zeitenjagd haben!
Dann ging es zum Training über, Bernhard Neuner jagte den weißen Einspritzer auf 1.19 er Zeiten und platzierte sich auf Rang 14.

             

          Bernhard Neuner rast dem Ziel entgegen hier im Training


Wolfgang Schwalbe konnte das etwas besser, mit 1.17.983 präsentierte er sich schon deutlich flinker und hatte so guten Anschluss an das restliche Feld weiter nach vorn.
Dann zu Wolfgang Marx, der nun auch über ordentlich Davidovic-Power im Heck seines Prinzen verfügt. Er fuhr auf 1.16.487 herunter, muss sich allerdings erst noch etwas an den Vorwärtsdrang seines NSU gewöhnen, trotzdem schon sehr gut unterwegs.

            

             Endlich wieder mit von der NSU Party Mike Vogel


Roman Szott plagten im Training Getriebeprobleme, der zweite Gang musste in den Kurven immer festgehalten werden, so konnte man keine Zeiten fahren, also Umbau auf ein Ersatzgetriebe, Nachteil viel zu lange Achsübersetzung, das haute auch nicht richtig hin, nach weiterem Umbau durch die Reich Junior Crew war eine Zeitverbesserung auf 1.15.869 drin, das war Rang 11 an diesem Tag.

            

             Erst mal langsam sagt Horst, ich fand 1.13 im Training gut unterwegs!


Walter Voigt konnte noch ein paar Zehntel gegenüber Roman gewinnen und fuhr den bildschönen Powerprinzen auf 1.15.603.

            

           Roman sein Getriebe machte etwas Sorgen, doch im Rennen lief es, hier in der 

                                          Zielkurve.........
Mike Vogel bereichert von nun an wieder das bunte NSU Fahrerfeld , mit seiner immer lustigen Art steigert er die Stimmung im Fahrerlager am Abend extrem, auch auf der Piste kann er überzeugen, mit 1.14.820 rast er auf Yokohama Semi-Slicks auf einen neunten Trainingsrang.

            

             Wolfgang Schwalbe problemlos unterwegs, 1,17 war vorerst machbar!


Horst Fleischer, der etwa 1989 hier das letzte mal gefahren war, nahm die lange Reise aus Satteldorf erfreulicherweise auf sich und präsentierte sich hier sehr gut, erst mal langsam angehen ,so äußerte sich Horst, doch mit 1.13.747 ließ er den KWR Renner schon gut auf Position acht rasen.
Nicola Höllerich fuhr mit 1.12.846 in das vordere Mittelfeld, eine tolle Leistung fand ich, doch das sehr starke Fahrerfeld verhinderte vorerst eine Platzierung weiter nach vorn, doch wir alle wissen wozu Nici in der Lage ist, so fieberten wir dem Renntag entgegen! Trainingsrang 7.

             

         Karl Heinz Meurer war sauschnell, doch der Defektteufel spielte leider mit


Karl Heinz Meurer überraschte wieder einmal sehr positiv, er krachte eine sensationelle 1.12.697 in den Eschdorfer Asphalt und zeigte wieder einmal :macht euch darauf gefasst, der Abstand zur Spitze wird geringer, leider hatte das ganze einen leicht negativen Beigeschmack, ein sich andeutender Defekt zwang ihn nach Trainingslauf 3 zum Aufgeben, schade ich hätte Karl Heinz gerne mal noch im Rennen erlebt!
An der Spitze bildete sich eine fünffachfraktion  von Rennfahrern die im Training alle in etwa einer Sekunde zusammen gelegen haben und stark auftraten!
Thomas Krystoffiak war zeitgenössisch mit VW T 2 Bulli und NSU Quickly, sowie Trailer und Renn-1200c angereist. Etwa 500 Kilometer hat dieses Gespann erfolgreich hinter sich gebracht. Das alles hatte sich natürlich gelohnt denn Thomas ließ in Lauf2 und 3 den Renner wehement fliegen mit 1.10.867 endete die schnelle Fahrt auf Rang 5 gelegen. Lauf 1 fehlte leider, in dem eine Sicherung streikte und so den großen NSU lahm legte!
Jörg Höber ,der seinem neuem Triebwerk ein erstes Rollout gönnte und auch sofort bestens mit vorne bei der Musik war, ließ den NSU TT auf eine 1.10.488 fliegen und war so mit dem vierten Trainingsplatz sehr zufrieden, zumal sich hier alles im Zehntelbereich bewegte!
Trainingslauf 1 und 2 konnte Jörg Davidovic mit jeweiliger NSU Bestzeit für sich verbuchen , im dritten Lauf legte die Konkurenz noch ein kleines Schüppchen drauf , doch mit 1.10.200 konnte Jörg sich mehr als sehen lassen und seine eigene Eschdorfbestzeit locker toppen, so blieb ein schöner dritter Trainingsrang mit zufriedenem Gesicht.

              

             Walter Voigt kurz nach dem Start, entgegen der zweiten 180 Grad kurve


Einen Hauch schneller war noch Uwe Schindler, um nicht einmal eine Zehntel Sekunde konnte er Jörg übertrumpfen, trotzdem es war Training und Uwe wollte und musste auch gar nichts riskieren, mit 1.10.112 fuhr Uwe den KWR Einspritzer auf die zweite Position, was wirklich am Sonntag noch drin sein sollte, wir wollen uns überraschen lassen!
Steffen Hofmann trat mit neuer Kampflackierung an, der Bambergsche Renner war nun blau weiß lackiert und erinnert ein bisschen an die Rennlackierungen der Siebziger Jahre, das stand dem Auto sehr gut, was dem Auto und Steffen auch sehr gut stand war die Trainingsbestzeit, die sogar unter dem NSU Streckenrekord lag, Steffen zeigte einen sehr flüssig und rund aber sauschnell gefahrenen Auftritt, der mit 1.09.582 belohnt wurde. Für Steffen stand fest Trainingsbestzeit, Klasse Leistung.
Abends wurde gefachsimpelt, gegrillt und Geburtstag von Axel Weichert gefeiert, ich stellte mir immer wieder die Frage, wer blöfft, waren das die machbaren Zeiten oder geht gar noch mehr, alle waren sehr gespannt!

            

        Stark ehemaliger Werks Skoda 130 RS mit original Lackierung und Flammrohr

Nun gehen wir zum Rennen über, Wolfgang Schwalbe
konnte seine schnellste Einzellaufzeit noch auf 1.17.754 gegenüber dem Training verbessern, damit fuhr er auf den 12ten Gesamtrang im NSU Bergpokal.
Bernhard Neuner war mit 1.17.944 unterwegs, konnte aber in den drei Läufen zwei schnellere Einzelzeiten fahren und so den elften Klassenrang belegen, mit dieser Einzelzeit war er glatte 2 Sekunden schneller als im Training.
Walter Voigt war eine ganze Ecke schneller mit 1.15.459 schnellster Einzelzeit. Das Problem war das Walter in Lauf 3 kaum Vortrieb hatte, irgend etwas lief wohl mit der Benzinversorgung des Triebwerks schief, ein sich zugesetzter Katalysator könnte auch das Problem gewesen sein, so blieb leider dank des letzten Problemlaufes ein besseres Gesamtergebnis aus.
Wolfgang Marx war etwas Nutznießer dieser Situation, er hatte aber seinerseits ab der Hälfte derStrecke mit Starken Aussetzern in Lauf 3 zu kämpfen. Seine schnellste Einzelzeit belief sich auf 1.16.377 in Lauf 2, das ganze reichte trotz Aussetzern für Rang 9 in diesem grossen Feld.
Rang 8 ging an Roman Szott, den keine Getriebeprobleme mehr plagten, die ganze hin und herbauerei hatte sich absolut gelohnt bei Roman, mit Forscher und sauberer Fahrt lief er auf Klassenrang 8 ein.

                

                Im Winter ordentlich erstarkt Wolfgang Marx


Rang sieben wurde nach NSU Punktesystem doppelt belegt. Horst Fleischer und Mike Vogel duellierten sich auf des Messers Schneide, wobei Mike die bessere Einzellaufzeit mit 1.13.182 für sich verbuchen konnte, Horst konterte aber mit zwei schnelleren Einzellaufzeiten, das ganze endete als Patt, eine starke Vorstellung beider Strategen, Klasse!
Rang sechs in der NSU Wertung ging an Thomas Krystoffiak ,wobei er in der Luxemburgischen Wertung, in der die schnellste Einzelzeit gewertet wurde, sogar Rang drei belegen konnte. Schuld an dem Gesamtresultat war ein Drift vor meiner Kamera durch die gesamte Zielkurve, danke Thomas, dieser kostete aber reichlich Zeit und wertvolle Sekunden. Trotzdem mit 1.09.585 schnellster Einzelzeit eine Klasse Vorstellung des Mannes aus der Nähe von Braunschweig, die weite Anreise für ihn hatte sich absolut gelohnt und für unsere Aufnahmen erst recht(-:

                

                Zielkurve mit Nicola Hoellerich in Lauf 3 super unterwegs


Rang fünf ging an Niki Höllerich, die wieder weit in das Vorderfeld raste. Ihren schnellsten Einzellauf fuhr sie gleich am Morgen mit 1.11.808, ich dachte das ist ja Wahnsinn, Nicola schafft bestimmt noch eine 1.10, doch diese blieb leider verwehrt, starker Auftritt im starken Fahrerfeld, Rang 5.

                 

             Sorgt immer für Action Thomas Krystoffiak mit voller Fahrbahnbreite


Rang 4 ging in der NSU Wertung an Jörg Davidovic, der mit 1.09.822 ebenfalls superstark auftrumpfte und eine perfekte eigene Bestzeit hinlegte, die etwa auf dem Niveau des alten NSU Streckenrekordes lag. Seine Fahrweise war extrem sauber und Rund aber das Limit war absolut zu erkennen! Super Jörg.

                 

                 Starke Zeiten, starker Fahrer, tolles Auto, Jörg Davidovic

So nun kommen wir zu Jörg Höber und dem dritten Gesamtrang, drei gleichmäßig schnelle 1.10 Zeiten mit 1.10.2,1.10.1 und 1.10.4 kündigten sehr sauberes und fehlerfreies fahren an, mit dieser tollen Vorstellung auch dank des neuen Triebwerks raste er auf den dritten Klassenrang, verdienter Lohn!

               

             Diesmal sauber und schnell, Jörg Höber, ab auf das Podest

               
Rang zwei mit vorläufigem NSU Streckenrekord mit 1.08.828 in Lauf 1 ging an Steffen Hofmann. Er machte aus seinen Verhältnissen das absolut machbare, ohne den Bogen zu überspannen, beherzt am Limit lautet die Devise des Bambergers, Lauf 1 konnte er für sich entscheiden, Lauf 2 und drei musste er an den Mann abgeben, der über die KWR Power im Heck verfügt, die Rede ist von dem Kollegen aus Selbitz in Bayern, Uwe Schindler,der nach wenigen Stunden und zwar in Rennlauf 3 Steffen seinen gesetzten Streckenrekord auf sagenhafte 1.08.300 verbessern konnte! 

                

                 Tolle Lackierung, klasse Fahrt Steffen Hofmann

               

               Denkbar knapp aber Powerlauf 3 machte Uwe Schindler zum Sieger

Ich denke ein absoluter Traumlauf, bei dem alles passte, stark gefahren, extrem sauber ,na sogar Kartähnlich prügelte Uwe den TT dem Ziel entgegen, verdienter Klassensieg und tolle Vorstellung mit Spannung für die Saison in 2011, bis auf das Karl Heinz Meurer mit dem Defektteufel kämpfen musste, war es eine sehr gelungene Vorstellung, die in Trier Anfang Juni in die zweite Runde geht!