Bergrennen Eschdorf 2010
2. Lauf NSU Bergpokal 2010
Der einzige ausländische Lauf zum NSU Bergpokal fand am 1/2 Mai in Eschdorf Luxemburg statt. Ein gewaltiges internationales Starterfeld von 183 Fahrzeugen trat hier an der knapp 2000 Meter langen Bergrennstrecke an. Zehn NSUs folgten dem Aufruf in die Ardennen und wollten hier um wichtige Punkte und Pokale kämpfen. Das Wetter zeigte sich am Trainingstag freundlich, die Nächte waren aber wieder nah an der Frostgrenze angesiedelt, so wie zu dieser Jahreszeit noch ab und an üblich!
Roman Szott, der nun wieder seinen silbernen Bergrenner bewegt musste zumindest im Training und etwas noch im Rennen den neu revidierten Einspritzer einfahren und durfte deshalb mit der Drehzahl nicht übertreiben. 6000 Umdrehungen waren maximal im Training angesagt, im Rennen durften es wenige hundert mehr sein. Roman fuhr so am Samstag auf 1.20.302, das war schonend Rang 10.
Karl Heinz Meurer im neuen TT nun ein reines Bergrennauto
Pit Schabacker ging es ähnlich, neuer Motor, neues Fahrwerk, er musste sich erst massiv an das neue bessere Fahrverhalten gewöhnen, was er auch spielend absolvierte. Zu dem hatte er einen Lauf weniger da in Lauf eins kurz nach dem Start der Gaszug riss und so eine Weiterfahrt beendete. Rang 9 mit 1.19.971.
Karl Heinz Meurer war mit komplett neuem NSU TT unterwegs, er hatte dieses Fahrzeug noch keinen Meter zuvor bewegt und er fing absolut bei null an. Das Auto lief fantastisch, nur das Spiess Renngetriebe war am Start im ersten Gang viel zu lang, so verlor er schon satt Zeit in der Startphase, trotzdem steigerte sich Karl Heinz auf 1.18.683, Rang 8.

Walter Fassbender war das ganze Wochenende sehenswert unterwegs
Eine Überraschung war Wolfgang Marx, auch er mit neuem Aggregat unterwegs. Er viel hier beim seinem ersten Lauf zum NSU Bergpokal sehr positiv auf. Er fuhr bei seinem ersten Training überhaupt auf völlig unbekannter Piste auf 1.18.696. Der Einstand war mehr als gelungen, Rang 7 in diesem Feld!
Eine weitere positive Nachricht kam von Bernhard Neuner. Er kam mit seinem bekannten weißen NSU hervorragend zurecht und ließ mächtig fliegen. Der Einspritzmotor glich einem Fanfarenchor, so schön können luftgekühlte Reihenvierzylinder klingen. Mit 1.17.641 markierte er seine persönliche Bestzeit und überraschte damit alle. Das bedeutete Rang 6 in Gesamt, im ersten Trainingslauf war sogar Position 4 drin. Der Bär lässt fliegen, klasse Bernhard!
Walter Voigt legte zu 2009auch mächtig nach, obwohl eine Prüfstands Einstellung erst noch ins Haus steht. Walter, der schnelle Crack der siebziger Jahre, egal ob auf NSU, Simca Rallye oder Schrick Audi 50 geigte hier eine tolle Zeit in das breite Eschdorfer Asphaltband. Mit 1.16.374 fuhr er sauber und schnell auf Rang 5!

Walter Nummer 2 hat zu 2009 absolut zugelegt, er war klasse unterwegs
Rang 4 ging an Nicola Höllerich. Damit war sie wieder in ganz naher Schlagdistanz zu den Top 3, in dessen Mitte sie am Renntag noch weiter einbrechen konnte. Was Nicola mit dem Gasfuß kann bedarf keiner Diskussionen mehr, sie knüpfte absolut an das erfolgreiche Jahr 2009 an. Die Zeit hier im Training belief sich auf 1.14.203, eine tolle Vorstellung!
Walter Fassbender scheuchte den Grewe NSU zu immer neuen Höchstleistungen. Sehr schnell und absolut sauber feuerte Walter dieses Geschoss über den Parcours. Die Lichtschranke markierte eine Zeit von 1.13.482, damit war Walter wohl klarer Anwärter auf das Podest, Rang 3 im Training.

Roman Szott fuhr sein neues Triebwerk ein, dafür tolle Zeiten
Nun Jörg Davidovic, der seinen blitzsauber aufgebauten weißen Renner erst den letzten Tag vor Eschdorf fertig bekam. Dank der Hilfe seines besten Freundes war dieses erst überhaupt möglich geworden, Wahnsinn was diese fleißige Crew in den letzten Wochen leistete. Ein kurzer Motorentest noch am Freitag Zuhause ermutigte Jörg und weiter ging es gen Ziel Richtung Luxemburg! Im Trainingslauf 1 musste noch die Bremskraft besser verteilt werden. Dann hieß es Feuer frei. Das setzte Jörg im wahrsten Sinne des Wortes um, 1.12.686 in einem völlig neuen Auto, eine starke Leistung und der verdiente Lohn für Jörg und seinen Schrauberkumpel, Rang 2, echt stark!
Rang 1 war absolut stark gefahren. Noch nie fuhren hier in Eschdorf die Prinzen unter 1.10 Minuten. Ich konnte mir auch kaum vorstellen, das so etwas möglich sei, bis zu diesem Tag. Natürlich Uwe Schindler im KWR TT ist verdammt schnell das weiß man, aber das Uwe so etwas möglich macht ist phänomenal und das in nur 2 gefahrenen Trainingsläufen, da in Lauf 2 wegen herausgerutschter Getriebewelle der Vortrieb streikte! In Lauf 3 feuert Uwe eine 1.09.921 in den Asphalt. Ich konnte es kaum glauben, aber die Digitalanzeige an der Haupttribüne verkündete dieses in hellen Lettern. Rang 1, spektakulär gefahren, klasse Uwe!

Bernhard Neuner brach das Eis, nun ging es richtig vorwärts!!!
Abends gab es dann wieder gemütliches beisammen sein. Petra und Nicola hatten hervorragendes Essen vorbereitet, dazu eine nette Gesprächsrunde, nur leider ließen uns die Temperaturen viel zu schnell in den Unterkünften verschwinden, trotzdem sehr netter Abend!
Das Rennen gestaltete sich durchwachsen, der Angriff auf neue Rekordzeiten musste so ausbleiben. Eine Fahrt ohne Regenreifen war in der NSU Klasse, na eigentlich in keiner Klasse möglich, mal halbtrocken, mal nass!

Starkes Debüt Wolfgang Marx im bildschönen NSU
Den Anfang machte Wolfgang Marx. Er konnte leider nur Lauf 1 fahren, danach streikte der Verteiler und machte eine Weiterfahrt unmöglich, er musste Notgedrungen aufladen. Schade Wolfgang überraschte im Training sehr, so bekam er aber auch noch wichtige Punkte für den einen gefahrenen Lauf, das ist ein Vorteil des NSU Bergpokal Wertungssystems, dadurch platzierte sich Wolfgang auf Platz 9.

Jörg Davidovic im neu aufgebauten Renner, bildschön und schnell
Roman Szott war nun mit etwas höherer Drehzahl unterwegs, konnte den Motor aber noch nicht ganz belasten. Trotzdem fuhr er auf eine Zeit von 1.21.672, damit beendete er dieses Rennen auf dem achten Rang!
Rang sieben wurde nach dem Punktesystems im NSU Bergpokal gleich zweimal belegt. Pit Schabacker und Walter Voigt hauten sich die Zeiten gewaltig um die Ohren. Pit holte Lauf 1 mit 1.28.715 gegen Walter mit 1.29.624. Der zweite Lauf ging an Walter mit schnellen 1.19.557, Pit konterte mit 1.22.839. Lauf 3 war dann wieder eine sichere Beute für Pit, er gab alles, im oberen Geschlängel der Strecke war Grünzeug kein Hindernis, 1.22.826 hieß es, Walter ging hier mit 1.25.639 über die Ziellinie, das bedeutete für beide Rang sieben, wobei Walter in der Klassengesamtwertung einen hervorragenden fünften Platz belegen konnte.

Nicola Höllerich fuhr auf das Podest, Klassenrang drei mit Pokal!
Bernhard Neuner setzte die erfolgreiche Fahrt vom Trainingstag fort. Er holte wieder einiges aus dem Prinzen heraus. In Lauf 2 hatte Bernhard einmal eine Schrecksekunde zu verbuchen, die Leitplanke kam erschreckend nah, diese Situation wurde aber gekonnt bewältigt, so konnte der weiße Einspritzer NSU heile seine Fahrt fortsetzen. Ansonsten klasse Fahrt mit ordentlich Speed, Rang 6 und volle Zufriedenheit bei Bernhard!
Einen Tick besser mit breitem Grinsen im Gesicht Karl Heinz Meurer. Er kam bei diesen widrigen Verhältnissen mehr als nur gut zurecht! Das Auto und Karl Heinz wurden Sprichwörtlich zu einer Einheit, das ganze reichte am Renntag zu einem zufriedenen fünften Rang und das mit nagelneuem Auto und etwa 8 km Rennerfahrung auf diesem Fahrzeug, ich denke in Zukunft wird man auf Karl Heinz achten müssen, da er endlich ein reines Bergauto an die Startlinie bringt, Rang 5!

Pit Schabacker fuhr im letzen Rennlauf wie entfesselt!!
Dann Niki Höllerich in der Klassenwertung Rang 3 mit einem Pokal, in der NSU Wertung Rang 4 wieder sagenhaft schnell unterwegs. Lauf 1 musste sie mit nagelneuen nicht angefahrenen Regenreifen bewältigen, da ließ Niki natürlich etwas langsamer gehen, dann Lauf 2 und 3 in gewohnter Manier flott unterwegs, es reichte zweimal für die drittschnellste Zeit, wieder bei Schwierigsten Bedingungen sehr gut unterwegs, starke Vorstellung!

Die Getriebewelle musste raus und mit Gummischlauch wieder herein weiter ging,s
Noch einmal neues Auto mit anderem Fahrverhalten und schneller Geschwindigkeit. Die Rede ist von Jörg Davidovic, er raste mit seinem weißen Renner immer forsch den Berg hinauf und konnte sich in allen drei Läufen in knapper Distanz zur Spitze behaupten. Herunter ging das ganze dann bis auf 1.18.996 bei nassen Verhältnissen wohlgemerkt, damit konnte Jörg Rang 3 in der NSU Wertung feiern und schon zu Anfang mit Nietnagelneuem Auto schöne Punktesummen einfahren! Echt gut

Klarer Gewinner Uwe Schindler fuhr zu jeder Zeit Bestzeit
Walter Fassbender motiviert bis zum geht nicht mehr, im Grewe TT absolut schnell unterwegs. Er überzeugte das ganze Wochenende in jedem Lauf zu jeder Zeit. Walter konnte sogar teilweise die Zeiten von Uwe Schindler mitgehen und das heißt wie wir wissen einiges, die Bestzeit belief sich mit Regenreifen auf 1.16.954, stark gefahren vom Mann aus Neuss!!
Uwe Schindler, das Powerpaket ließ wieder richtig krachen, Witterung egal, Uwe kommt zurecht, fährt in jedem Wertungslauf Bestzeit und kann sich somit volle Punkte in der NSU Bergpokalwertung sichern! Ein weiterer idealer Auftritt nach Schleiz für den Mann aus Selbitz, das war klar der verdiente Gesamtsieg in der NSU Wertung und in der Klasse, Uwe herzlichen Glückwunsch nach Bayern!!