Endlauf zum NSU Bergpokal in Mickhausen
Das große Finale der Saison 2011

Das internationale Bergrennen
in Mickhausen kündigt auch im Jahr 2011 das Ende der NSU Bergpokalsaison an.
275 Starter hatten sich zu diesem gigantischen Finale angemeldet, 235 Starter
wurden angenommen, so konnte man einen einwandfreien Ablauf gewährleisten.
Viele Fans und Fahrer wollten sich hier von Georg Plasa verabschieden und
ihm die letzte Ehre erweisen. Georg hat sein Heimbergrennen in Mickhausen immer
maßgeblich mit geprägt und war auch an dessen Wiedergeburt 2001 beteiligt.
Wie in den Jahren zuvor war dieses Rennen sehr international besetzt, zahlreiche
Italiener, Tschechen, Schweizer, Österreicher und Luxemburger gesellten sich zu
der deutschen Bergelite und brachten noch zusätzliche Würze in dieses Klasse
Feld.
13 NSU präsentierten sich den über 30000 Zuschauern und ließen es beim Finale
richtig krachen. Steffen Hofmann und Uwe Schindler lagen im NSU Bergpokal 2011
nur ein Punkt auseinander, selbst wenn beide patzen würden hätte Jörg
Davidovic noch theoretische Titelchancen gehabt. Viele Schweizer und deutsche
NSU Fans waren angereist und wollten diesem Finale beiwohnen.
Los ging das Training bei spätherbstlichem Traumwetter, welches uns das ganze
Wochenende mit Sonne beglückte!

Roman Szott gibt in der Startkurve alles, danach braucht man nur noch Gang 3 und
4
Roman Szott begann das Wochenende mit seiner Bestzeit auf der 2200 Meter langen
Strecke von 1.18.729, damit fuhr er vorerst auf den dreizehnten Trainingsrang.
Ganz knapp davor behauptete sich Bernhard Neuner, der im dritten Lauf eine Zeit
von 1.18.727 aus seinem starken Ärmel zaubern konnte, damit war er um wenigste tausendstel
Sekunden schneller als Roman, Rang 12 war so möglich.
Wolfgang Marx war mit 1.17.657 schon eine ganze Sekunde schneller als die
beiden hinter ihm platzierten Racer. Wolfgang ging den Mickhausener Berg schon
ordentlich an, diese sollte ihm Rang 11 im Training einbringen.

Wolfgang Marx hat gerade das berüchtigte Karussel hinter sich
Nun gab es einen ordentlichen Sprung nach vorn mit Leo Rabus. Er pfiff mit dem
targaorangen Renner schon mächtig um die Ecken, was sich natürlich auch in
seiner Zeit wiederspiegelte, 1.14.036 waren für den Schwanstetter möglich, das
war Rang 10 mit Tendenz nach weiter vorn.
Direkt vor Leo wurden ähnlich schnelle Zeiten gefahren. Wolfgang Schwalbe fuhr
wie entfesselt und präsentierte sich der NSU Welt von einer tollen Seite. Er
drehte ordentlich am Gashahn und ließ die Drosselklappen seiner vier Vergaser
lange aufstehen, das sollte ihn zu einer Bestzeit bringen, die mit starken
1.13.696 für einen schönen neunten Rang hier im Training reichte, starke
Leistung.
Selbst Walter Fassbender musste sich ordentlich lang machen um Wolfgang Schwalbe
auf Distanz zu halten. Walter hatte in den ersten beiden Trainingsläufen auf
ein falsches Getriebe gesetzt, nach Umbau auf sein bewährtes Getriebe war schon
wieder einiges mehr möglich, mit 1.13.303 blieb er aber noch weit von seinen
schnellen 1.10 er Zeiten aus den Vorjahren entfernt, Walter blieb Trainingsrang
acht, ich war speziell bei Walter auf den Renntag gespannt! Schön das das
Neusser NSU Urgestein mal nicht arbeiten musste und das Starterfeld
bereicherte!!
Dann ging es weiter mit Mike Vogel. Er gab mächtig Gas, ging sogar teilweise an
das Limit und darüber hinaus, ich erinnere mich da besonders an das Karussell.
Für Mike ist es aber kein Problem den Renner wieder in die vorgesehene Spur zu
bringen, tausende von Kilometern in seinem NSU TT kommen ihm da zu Gute! Rang 7
mit 1.12.854 war wieder eine Glanzleistung.

Mike Vogel hat
so viele NSU Kilometer im Leben gefahren wie kein anderer, hier hilfts
Wie in der Saison üblich deckt Karl Heinz Meurer das Top Feld im NSU Bergpokal
nach hinten ab. Karl Heinz stanzt mit 1.12.544 eine schnelle Zeit in den
Mickhauser Asphalt an der andere erst einmal vorbei müssen. Karl Heinz raste so
auf Position 6 bin gespannt ob der Schwarzwälder sich am Renntag noch steigern
kann, das Wetter sollte ja endlich einmal so bleiben wie am Trainingssamstag,
war selten genug in 2011!
Horst Fleischer wollte es hier in Mickhausen wieder richtig wissen, er raste mit
dem Einspritzer dem Ziel entgegen das einem der Atem stockte. Das Dingen geht
aber auch dachte ich mir so, im selben Moment war Horst schon wieder weg, Klasse
Trainingsfahrt, mit 1.11.306 fuhr er in das Vorderfeld mit Rang 5.

Hier unheimlich stark, Horst Fleischer in der Zielschikane
Thomas Krystofiak zog hier wieder alle Register, er gab dem 1200 c ordentlich
die Sporen. Streckenposten sprangen an die Seite, zur Leitplanke waren nur
wenige Millimeter Platz, da wusste ich war schnell so äußerte sich Thomas
zur Reaktion der aufgeschreckten Offiziellen. 1.09.514 waren für den
Norddeutschen möglich, die KWR Rakete brannte wieder wie entfesselt, Rang 4!
Jörg Davidovic glänzte wieder mit forscher aber extrem sauberer Gangart. Eine
ähnliche Fahrweise legt auch der mehrfache deutsche Slalommeister Michael Rauch
im Briegel C Coupe an den Tag. Egal ob bei Jörg oder Michael immer Klasse
anzusehen und extrem schnell, diese wunderschöne Art des Autofahrens. Jörg
bringt den weißen Davidovic TT auf eine Bestzeit von 1.08.773, Rang 3.

Hat hier in Mickhausen sogar noch Chancen auf den Titel, starke Saison
Jörg Davidovic
Uwe Schindler gibt dem KWR Renner wieder mächtig die Sporen, muss er auch ,um
den Bergpokaltitel 2011 einfahren zu können. Mit 1.08.408 präsentiert er sich
in Bestform. Seinen blauen Renner stellt er auf Position 2 im Training ab, ich
fragte mich ,geht da am Renntag noch mehr, wir sollten es nach nur einer Nacht
wissen, eine gewisse Spannung lag über dem NSU Fahrerlager!
Da war ja noch jemand, na wer denn wohl, kein geringerer als der sechsfache NSU
Bergpokalgewinner Steffen Hofmann. Er tauschte seinen Ersatzmotor eine Woche vor
Mickhausen wieder gegen seinen Top Motor aus, welcher noch am
Mittwoch auf dem Prüfstand nachjustiert und optimal eingestellt werden musste!
Dieses gelang erfolgreich und man merkte nachdrücklich ,da war wieder mehr
Druck im
Prinzen von Steffen Hofmann. Am Lenkrad gab es nur bewährtes zu berichten,
voller Einsatz, letzte Rille, aber ohne den TT zu überfahren war die
Trainingsbestzeit im NSU Lager von 1.07.800 möglich. Klasse Fahrt vom Klasse
Kerl, Rang 1!
Abends war zu einer fränkischen Brotzeit geladen. Das Einfalt Duo , welches im
Autobianci A 112 und im bildschönen NSU TT angereist war machte dieses möglich,
von Leo Rabus wurde das ganze tatkräftig unterstützt, der Abend musste was
werden und das tat er auch, danke dafür.
So nun war es soweit, der NSU Bergpokal rollt zum letzten Renntag 2011 dem
Start in Mickhausen entgegen. Die Strecke war in den Waldschikanen noch nass und
der Veranstalter veranlasste es von Posten 7 bis 12 mit Ölfahnen auf diese
Gefahrensituation hinzuweisen, welches auch absolut sinnvoll war.
Los ging es mit Bernhard Neuner, der im morgendlichen glatten Lauf Roman Szott
in Schach halten konnte. Dieser verbesserte sich aber stetig und konnte dann in
Lauf 2 und 3 Bernhard in die Schranken weisen. Das Gesamtergebnis dieser zwei
Raufbolde bildete sich wie folgt ab, Bernhard Neuner mit einer Gesamtzeit von
4.00.030 Rang 13, Roman fuhr mit seiner dritten Laufbestzeit von 1.14.965 auf
eine Gesamtzeit von 3.59.779, das sollte zum Saisonende Rang 12 bedeuten.

Bernhard Neuner mit knapp 140 km7h hinter der Antoniusbuche
Wolfgang Marx konnte sich gleichmäßig schnell präsentieren, selbst der Morgen
mit feuchter Piste und Raureif konnte ihm nichts anhaben. Die Zeiten waren mit
1.18 durchweg gleichmäßig, die Gesamtzeit ließ mit 3.56.390 Rang 11 zu.
Nun kommen wir zu Wolfgang Schwalbe, der sich hier mit Walter Fassbender und
Karl Heinz Meurer bis auf des Messers Schneide duellierte! Im gefährlichen Lauf
1 am morgen konnte er beide auf Distanz halten und optimal dem Ziel entgegen
rasen, eine tolle Vorstellung von Wolfgang Schwalbe, der mit 3.43.307 Rang 10
belegen konnte!

Er zeigt der Konkurenz immer mehr das Heck, Wolfgang Schwalbe
Im trockenen boten ihm allerdings Walter Fassbender und Karl Heinz Meurer
ordentlich Paroli. Walter konnte in Lauf 3 seine Bestzeit mit 1.12.747 finden,
mit seinem speziellem Renngetriebe fühlte er sich endlich wieder wohl im Auto.
Der Nachteil von Walter war , das er in 2011 zu wenig im Auto gesessen hat, die
heimatliche Arbeit im eigenen Betrieb geht nun mal vor, mit 3.43.236 blieb Rang
9 im NSU Starterfeld.

Walter Fassbender im dritten Rennlauf, volle Pace
Karl Heinz Meurer war in den ersten beiden Rennläufen schneller wie Walter,
konnte aber diese Top Zeit aus Lauf 3 nicht fahren. Im Schnitt über den Tag
gesehen hatte Karl Heinz Meurer aber doch die berüchtigte Nase knapp vorn und
konnte mit 1.13.083 Laufbestzeit und 3.43.138 Gesamtzeit Rang 8 einfahren und
sich wenige Zehntel vor Walter und Wolfgang behaupten, spannende Duelle, Rang 8!

Starker Auftritt in 2011, Lohn Rang 6 in der NSU Bergpokalgesamtwertung
Karl Heinz Meurer
Leo Rabus langte am morgen richtig hin und hatte bei glatter Piste keine Angst
den TT ordentlich den Berg hinauf zu bewegen. Das brachte ihm gegenüber der
starken Konkurrenz einen Vorteil, der über den Tag nicht aufgeholt
werden konnte, da Leo sich auch in Lauf 2 und 3 bestens präsentierte. Mit
1.13.041 Einzelbestzeit steuerte er den Einfalt NSU auf Position 7 mit
Gesamtzeit 3.41.969, da konnte er zufrieden sein, denke ich!

Ein Mann und seine Maschine Leo Rabus an der Kapelle, das geht voll
Zufrieden konnte dieser Mann ebenfalls sein, Mike Vogel er fuhr extrem stark
,nicht wie sonst stark sondern hier extrem. Im "Strassenrenner"
verwies er einige Konkurrenten doch schon recht deutlich auf die Positionen, das
Limit wurde bei Mike noch einmal neu erfunden fand ich, mit 1.11.045 zeigte Mike
in Lauf 3 das absolut machbare in seinem NSU, Gesamtzeit 3.39.928, Klasse Rang
6!!!
Horst Fleischer konnte auch noch einmal eine deutliche Zeitverbesserung zum
Samstag herausfahren und seine Bestzeit mit 1.10.609 neu definieren. Horst war
Klasse unterwegs, kitzelte aus dem orangen Renner einiges heraus, der Lohn für
diese schnelle und blitzsaubere Vorstellung war ein fünfter Gesamtrang mit
3.37.351 Gesamtzeit, ich denke die Fleischers waren mehr als zufrieden, schöner
Auftritt des Satteldorfer NSU Profis.
Jörg Davidovic, der in der Meisterschaft schon mindestens auf Rang 3 gesetzt
war ging hier aufs ganze, er experimentierte mit Verschiedenen Dingen in den Läufen
1 und 2. Diese funktionierten in der Kälte am morgen sehr gut, in Lauf 2 mit
zunehmender Wärme des Asphalts aber nicht mehr ganz so gut. In Lauf drei dann
wieder zurück zu alter Einstellung und somit zu alter Stärke. 1.08.810 waren für
den Odenwälder drin, Jörg raste wieder die Piste hinauf als gäbe es kein
halten mehr! Die Gesamtzeit von Ihm belief sich auf 3.29.985, damit war hier in
Mickhausen locker Klassenrang vier drin, im NSU Bergpokal konnte er Rang drei
behaupten, denn was Jörg über sie ganze Saison leistete war phänomenal,
herzlichen Glückwunsch dazu!
Thomas Krystofiak konnte hier noch besser auftrumpfen als am Samstag. Er war
wieder spektakulär unterwegs, aber die verwegenen Driftwinkel des
infernalischen 1200c hielten sich etwas mehr in Grenzen als sonst üblich, das
Resultat konnte sich mehr als sehen lassen, 1.08.098 lautete die schnellste
Devise, Gesamtrang 3, Klasse Leistung von Thomas Krystofiak, der in der NSU
Bergpokalgesamtwertung Rang 4 belegen konnte! Ein schöner Lohn für die weiten
Anreisen aus Gronau bei Braunschweig im T 2 Bulli mit Trailer und 1200c im Gepäck!

Quertreiber per Excellence, Thomas Krystofiak, Rang 3 super gefahren
Uwe Schindler gaste hier mächtig an, klar er setzt alles auf eine Karte, er
will den Sieg in der Gesamtwertung des NSU Bergpokals. Schauen wir mal auf die
Zeiten, mit zwei 1.07er Zeiten präsentierte auch er sich bärenstark, 1.07.592
lautete seine schnellste Zeit, die auch gleichzeitig unter seinem eigenen NSU
Rekord lag. Mehr war absolut nicht möglich, denn verschrotten wollte man
den Prinzen absolut nicht, was auch ein vernünftiger Gedankengang war so finde
ich, mit 3.24.446 belegte Uwe einen zweiten Rang, absolut stark eingefahren!

Der Mann, der jede Saison spannend macht, Steffen Hofmann und Uwe Schindler
duellierten sich die ganze Saison 2011
Der zweite Titelaspirant 2011 hieß Steffen Hofmann ,der sich hier absolut überwältigend
präsentierte. Er fuhr das ganze Wochenende volles Limit und dazu fehlerfrei,
bis in das kleinste Detail gelang jeder Lauf, jede Kurve war perfekt, jeder
Schaltvorgang optimal, dazu die Mehrpower vom Nummer 1 Triebwerk, die Rechnung
musste aufgehen und ging auf und wie sie aufging! In Lauf 2 fuhr der blauweiße
Kugelblitz auf neue NSU Bestzeit mit 1.06.977, absolut unglaublich was das
Burgebracher Talent hier auf den Asphalt brannte!
Mit dieser Vorstellung sicherte Steffen Hofmann sich nicht nur alle drei Einzelläufe
und den NSU Gesamtsieg hier in Mickhausen, nein gleichzeitig wird dieser Mann
neuer NSU Bergpokalmeister im Jahre 2011, dazu allerherzlichste Glückwünsche!

Sieg, Streckenrekord und Meisterschaft 2011, Steffen Hofmann
Glückwünsche aber auch an die harte Konkurrenz in Form von Uwe Schindler, Jörg
Davidovic und Thomas Krystofiak, die die Saison 2011 spannender den je
machten!!!!

Im Rennen Konkurrenten, auf dem Siegespodest und im Fahrerlager vereint, von links
In Mickhausen:
Uwe Schindler, Steffen Hofmann, Thomas Krystofiak und Jörg Davidovic
Rang
2
Rang
1
Rang
3
Rang 4
Mein Dank gilt ganz besonders noch Axel Weichert von www.100octane.de , der uns
mit schönen Bildern über das ganze Jahr versorgte, aber genauso an das
Zeitnahme Team von Judith und Thomas Stoll: www.berg-zeitnahme.net , ohne die eine so
zügige Berichterstattung niemals möglich gewesen wäre!!
Vielen Dank sagt der NSU Bergpokal!!!