image1

Paukenschlag in Mickhausen, NSU 16V rast mit Steffen Hofmann auf das Podest

Nun wollen wir in die Hubraumklasse bis 1150 Kubik der verbesserten Tourenwagen blicken. Dort treibt ja meist Steffen Hofmann im NSU 16 V sein Unwesen und versucht die stärkere Konkurrenz zu ärgern. Das Jahr 2016 beinhaltete für das Team Hofmann/Davidovic im NSU 16 V RPM Höhen und Tiefen. Klar ist das man ein solches Aggregat nicht einfach bauen und losfahren kann, nein man muss testen, Prüfstandsläufe absolvieren, man muss Lösungen finden. Erst im Laufe der Zeit wird man sicherer mit dem Umgang dieser Technik und Erfolge stellen sich ein. Erfolge waren es in 2016 dieses Auto heil in das Ziel zu bringen, von Podestplätzen wollte man erstmal nichts wissen.

Steffen Hofmann lässt es richtig krachen und vertreibt im NSU 16V die starke Konkurrenz 

Nun machte man sich auf dem breiten Publikum ganz im Süden der Republik dieses Fahrzeug zu präsentieren.

Hier noch ein paar bewegte Filmszenen zum Rennen in Mickhausen 2016

 Am Trainingstage lief alles sehr gut. Vorn waren wie seit Jahrzehnten üblich die hochdrehenden Fiat 127 und die starken Schneider Polos unterwegs! Jürgen Heßberger im Fiat 127 Martini macht hier in Mickhausen die Pace und zeigt den technisch überlegenen VW Modellen, die mit bis zu 180 Ps unterwegs sind, wohlgemerkt aus 1,15 Liter Hubraum ohne Aufladung, was mit einem top vorbereiteten Fiat 127 so möglich ist! Die schnellsten Zeiten feuerte Jürgen mit 1.06.781 in den Asphalt. Weitere VW Polo folgten mit 1.07 ,1.08 und 1.09 er Zeiten. Dahinter direkt in Schlagdistanz zum Podest Steffen Hofmann, der 1.09.475 mobilisiert und 1/10 Sekunden hinter dem viert platzierten Fiat liegt in nur zwei von drei gefahrenen Läufen. Ein Technik Check stand an und so beließ man es bei diesen zwei Läufen.

Das war die Frage am Renntage, Regenreifen oder Slicks, es wurde gewechselt auf Regen, da alle Schlüsselstellen feucht waren

Nun noch etwas zur Vergangenheit der NSU Fahrzeuge im Kampf gegen die VW Polo / Fiat Armada in dieser Hubraumklasse bis 1150 Kubik.
 Von einem NSU TT war in dieser Hubraumklasse seit dem Auftritt in 1986/1987 von Hans Christoph Vöhringer nie wieder die Rede. Hans Christoph schaffte es häufig alle Fahrzeuge mit seinem NSU niederzuringen und die Klasse zu gewinnen. Die Technik der Fronttriebler entwickelte sich aber stetig weiter, ja selbst 16 Ventil Motorrad-Zylinderköpfe wurden auf die VW Motorblöcke verbaut. Damit fiel der NSU TT natürlich aus dem Favoritenkreis!
In der 1.3 Liter Klasse sah es nicht anders aus. Einzig soweit ich das noch richtig in Erinnerung habe rasen Edgar Reich zweimal und Andreas Kuhnert einmal auf das Podest. Sie konnten somit die meisten Kontrahenten auf Distanz halten. Das war in den Anfangsjahren des NSU Cup 1991-1993, der damals noch im Startverbund mit den anderen Fahrzeugen ausgetragen wurde. Seitdem hat nie wieder ein NSU TT das Podest erreichen können und die VW/Fiat/ Opel Modelle blieben Jahrzehnte allein unter sich.

Am Trainingstage Position 5 knapp hinter den schnellsten Fronttrieblern, am Sonntag P2 unter schweren Bedingungen 

An diesem Rennwochenende dem 1/2 Oktober in Mickhausen 2016 sollte sich das ändern! Drei Wertungsläufe dieser neun angereisten Starter mussten wie üblich in der schnellsten Zeit absolviert werden!
Jürgen Heßberger legte die schnellste Zeit in Lauf 1 vor. Er trieb seinen Fiat zu 1.13.026 bei diesen widrigen Wetterverhältnissen. Auf der zwei nach Lauf 1 Steffen Hofmann im NSU 16 V RPM, er folgte mit 1.13.471 in Schlagdistanz zur Spitze!! Sensationell. Erst danach die technisch überlegenen VW Modelle!
In Lauf 2 das gleich Spiel, Jürgen Heßberger legte unglaubliche 1.15.799 vor, Steffen folgte auf der zwei mit Respektabstand und gefahrenen 1.18.752, erst dann die restlichen VW und Fiat Modelle mit 1.19 er 1.20 er und 1.21 er Zeiten. Lauf drei sollte Gewissheit bringen im Kampf um Pokale und Platzierungen! Steffen Hofmann prügelte nicht wie üblich seinen sequentiell geschalteten NSU die Strecke hinauf, nein er behielt die Übersicht und trug ihn sehr schnell und sicher nach einem erneuten Regenschauer dem Ziel entgegen. Dieses wurde nach 2200 nassen Metern mit 1.17.406 belohnt. Jürgen Heßberger ging hier erneut die Pace und die zwei Widersacher in den VW Polo Modellen rasten zu 1.16.497 und 1.16.909. Im Gesamtklassement bedeutete das folgendes, Jürgen Heßberger siegte mit 3.43.803 recht deutlich vor Steffen Hofmann mit 3.49.629 auf der 2 und den beiden Power Polos, die 3.50.626 und 3.54.120 mobilisieren konnten, dahinter weitere 5 Fiat Fahrzeuge.

Auf der Rückfahrt, die ich schon gegen 17 Uhr eingeleitet hatte, um recht zeitnah daheim zu sein fiel mir erst ein das das seit 1993 der einzige NSU Erfolg ist, der in diesen Klassen stattgefunden hat. Ich hielt an und gratulierte Steffen nachträglich! Ab 2016 dürfen nicht nur VW Modelle weiterentwickelt werden, nein man hat sich  aufgemacht ebenfalls ein NSU Fahrzeug weiter zu entwickeln. Das Ziel eventuell mal auf das Podest zu rasen hat sich hiermit erfüllt, mehr wollte man garnicht!
Das ist nun ein schöner Lohn der an Steffen Hofmann, RPM Tuning und Jörg Davidovic geht die bestimmt mehrere 100 Stunden an diesem Auto gewerkelt haben !

Diesen Beitrag teilen

FacebookTwitterGoogle Plus

Datenschutz Hinweis