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Glatte Bedingungen hindern die NSU Treter in Mickhausen nicht am Gas geben, Jörg Davidovic gewinnt....

In Mickhausen nähe Augsburg wurde nach 2014 wieder das große Bergrennfinale 2016 ausgetragen. Knapp 180 Fahrer aus 7 Nationen sorgten hier für tollen Rennsport und begeisterten die an beiden Tagen zahlreich versammelten Fans. Um die 20000 Zuschauer dürften es wohl gewesen sein, die hier die Endläufe zum KW Berg-Cup und dem NSU Bergpokal an der 2200 Meter langen Strecke beobachteten.

Die NSU Meute am Start, Der Dank für die Bilder geht an Harald Jordan

Der KW Berg-Cup war hier sehr stark vertreten und zeigte um nur mal eine Zahl zu nennen mit 41 Startern in der Hubraumklasse bis 2 Liter ein sensationelles Starterfeld. In der Klasse der NSU Fahrzeuge sah es ebenfalls gut aus, 11 dieser mittlerweile sehr raren Fahrzeuge säumten die Startlinie und zeigten spannenden Sport. Hinzu kommt der NSU 16 v mit Steffen Hofmann, dem wir uns in einem extra Bericht später widmen!

In Mickhausen standen zwei Tage bevor, die verschiedener nicht sein konnten.

 Am Trainingssamstag goldenes Oktoberwetter mit super Bedingungen. Am Renntag eine nasse Fahrbahn durch die Regenschauer in der Nacht, die über den ganzen Sonntag nicht wieder abtrocknen konnte. Dadurch sehr rutschige kniffelige Bedingungen, die nach ordentlich Fahrzeugbeherrschung verlangten!
Los geht es am Trainingstage mit Roman Szott, der immer noch mit Mike Vogels Reservemotor unterwegs ist und damit durchaus erfolgreich die Saison 2016 beendet! Im Training ging Roman das Geschehen locker an, da am Renntage eh andere Verhältnisse vorherrschen sollten. Mit 1.19.964 bildete er die 11 Position.
Ihm folgte Christoph Schwarz im bildschönen TT, der eine Sekunde an Romans Zeit wegfeilen konnte und mit 1.18.907 seinen TT auf die zehnte Position stellte. Christoph blickt auf eine super Newcomer Saison 2016 zurück, die er hier sauber beenden möchte. Mit ihm hat der NSU Bergpokal nicht nur einen schnellen Starter, sondern einen sehr sympathischen dazu!
Jetzt wird es schon um einige Sekunden schneller, mit 1.15.792 präsentiert sich Leo Rabus in Mickhausen durchaus sehenswert. Leo treibt den Einfalt-NSU auf die neunte Position im Gesamtranking des NSU Bergpokal an diesem Trainingstage.
Die Acht gehört mit einer Steigerung um weitere 1.4 Sekunden Wolfgang Schwalbe. Der Mann aus dem Odenwald will es wissen und nimmt es mit vielen etwa gleichstark fahrenden NSU TT auf. In diesem Mittelfeld bis Vorderfeld gibt es oft mehr Spannung wie an der Spitze, Wolfgang beendet den Samstag mit 1.14.309 auf der 8. Position!
Eigene Mickhausen Bestzeit und das nach wenig Rennroutine 2016 im NSU Spiess zeigt Walter Voigt aus Konz. Er treibt den Traumrenner über 1.17 zu 1.14. Damit nicht genug nein, 1.13.568 mobilisiert Walter in der dritten und letzten Auffahrt und zeigt sich am Abend mehr als zufrieden.
Alexander Follmann und Mike Vogel fahren ebenfalls in diese Regionen und liefern sich einen spannenden Fight mit Walter, der nach Mickhausen das Jochpass Memorial welches am 7/8 Oktober stattfindet ebenfalls in Angriff nehmen möchte!
Zurück zum aktuellen Geschehen, Alex zeigt wie immer knackig unterwegs im schwarzen Renner 1.13.123 auf der 5 Position gelegen eine klasse Leistung. Ihm folgt genauso schnell unterwegs Mike Vogel, der den Davidovic-Renner mit 1.13.471 zu Rang 6 treibt und mitten hinein fährt in dieses spannende Feld. In dieser Region zeigt der NSU Bergpokal reichlich Action, das vordere Mittelfeld ist sehr heiß umkämpft.
Jetzt geht es in das weitere Vorderfeld und diesen Übergang findet Uwe Schindler, der sich in Mickhausen bestens präsentiert. Am Trainingstage zeigt Uwe mit 1.10.942 eine Zeit, die für die vierte Position locker reicht. Das Uwe in Mickhausen sehr schnell ist weiß ich aus der Vergangenheit dieses Spezialisten. Der zweifache NSU Bergpokal Champion dürfte am Renntage noch einiges mobilisieren können, so schätzte ich dieses hier Geschehen ein.

Etwas Sonne und sie wurde genutzt, Wolfgang Schwalbe im schnellen S vor der Kapelle....

Auf der drei findet sich Thomas Krystofiak wieder, der die magische 1.10er Grenze hinter sich lässt und somit zu den schnellsten NSU Fahrern gehört, die hier jemals gestartet sind! Thomas zeigt im NSU 1200c KWR 1.09.707 und liegt damit in Schlagdistanz zur Spitze, man darf ebenfalls auf den Renntag gespannt sein!
Diese bildet sich aus zwei Jörgs die hier mächtig Gas geben und ihre fantastisch vorbereiteten NSU TT in sehr schnelle Regionen treiben. Der eine ist Jörg Höber, der im Grewe-TT 1.08.727 mobilisiert, eine Klasse Zeit, die hier nur durch eine Handvoll NSU Fahrer jemals eingefahren werden konnte. Ganz klar top Leistung und volle Zufriedenheit, Rang 2 für diesen Gesellen!
Der zweite Jörg ist der Herr Davidovic, der im Team mit Steffen Hofmann in 2016 schon mächtig aufgeigt und den weißen Davidovic Renner zu schnellsten Zeiten und Rekorden treibt. Die Hatz nach Bestzeiten sollte hier in Mickhausen weitergehen. Jörg Davidovic rast sehr sehenswert auf seine persönliche Rekordzeit! Der Reinheimer mobilisiert 1.08.248 und bildet damit die Trainings Pole Position an diesem Wochenende. Die Konkurrenz ist aber in Schlagdistanz, ausruhen ist nicht angesagt, am Renntage sollte es bei sehr schwierigen Verhältnissen durchaus spannend weiter gehen!

Eine erfolgreiche erste Saison Saison Christoph Schwarz im NSU KWR

Schauer in der Nacht zeigten für den Rennsonntag eine nie ganz abgetrocknete Piste, damit waren eben genau diese schwierigen Verhältnisse geschaffen!

Erster der dieses zu spüren bekam ist Walter Voigt. Im Karussell, welches sehr schnell angefahren wurde verlor der Spiess-TT das Heck. Ich wusste nicht ob ich mir die Ohren zuhalten sollte, denn ein Einschlag mit diesem TT wäre fatal gewesen. Aber keine Angst, Walter hatte das Geschehen im festen Griff und brachte den NSU ohne Leitplankenkontakt zum Stillstand. Ich freute mich natürlich das er das geschafft hatte, aber der Renntag war damit natürlich gelaufen. Walter lud schon ein nach Lauf 1, da er seinen NSU heil mit zum Oberjoch Bergrennen nehmen wollte, um dort mit Achim Thomas dem NSU Publikum präsent zu sein und weitere spannende Auffahrten zu zeigen.
Schade war es ebenfalls um Jörg Höber, der in Rennlauf 1 einen kapitalen Getriebschaden zu verzeichnen hatte. Damit hat es einen sehr schnellen Mann aus der Spitzengruppe gerissen, der mit Sicherheit einen Podestplatz klar gemacht hätte. Jörg zeigte sich trotzdem nicht unzufrieden, da wo er auftaucht ist mit ihm zu rechnen und das gleiche bewies er wie schon bei einigen Rennen zuvor hier in den Mickhausener Stauden!
Nun kommen wir zu den Mannen die alle drei Wertungsläufe absolvieren konnten. Die Gesamtzeit von Leo Rabus zeigte 4.32.252 und beinhaltete 15 Strafsekunden. Diese entstanden in Lauf drei durch das auslassen der oberen Stein- Schikane im Zielbereich. Wie entsteht sowas? Ganz einfach, Leo war im Clinch mit der schnellen Konkurrenz und im dritten Heat nach dem schnellen S nähe der Kapelle ging Leo um Zeit herauszuholen die Steinschikane natürlich voll an. Beim Anbremsen zeigte sich jedoch das die Schikane ohne Einschlag und Blechverformung nicht zu bewältigen ist. So machte Leo sich und seinem Einfalt TT Luft und ließ diese aus, um geradeaus in das Ziel zu rasen. Dieses kostete natürlich einige Plätze, doch ein heiler TT macht wohl mehr Freude als 4 Platzierungen weiter vorn im Feld. Schnellste Einzelzeit in Lauf 1 mit 1.22.313 bei feuchter Fahrbahn, Gesamtrang 9 mit heilem Auto!
Weiter ging es mit Christoph Schwarz und Roman Szott, die sich an diesem Tage als Gegner gefunden hatten. Lauf 1 ging an Christoph mit 1.27.294, das war auch sein schnellster, Lauf 2 an Roman, der mit 1.28.864 in eins aber ebenfalls seinen schnellsten Einzellauf fand. In drei dann ein Patt mit zwei 1.29 er Zeiten. In der Gesamtaddition konnte Roman eine knappe Führung halten mit 4.29.556 gegenüber Christoph, der den schnellsten Einzellauf der beiden hatte und mit 4.30.149 scharf konterte. Spannendes Duell, Roman auf der 7, Christoph auf der 8. Position.

Lass fliegen Jörg start zum dritten und perfekten Rennlauf!!!


Mike Vogel konnte da schon weiter nach vorn preschen. Da Rennlauf 1 wohl die besten Verhältnisse bot stürmte Mike mit 1.21.353 in diesem auf seine schnellste Zeit. Die Gesamtzeit des Odenwälders zeigte mit 4.09.516 eine sichere sechste Position mit Platz nach vorn und hinten.
Die fünf bildete Wolfgang Schwalbe, der sich in Lauf 1 sogar Alex Follmann erwähren konnte. Mit 1.19.574 zeigte Wolfgang einen Sprint über die 2200 Meter, der sogar für Rang 3 gereicht hätte, stark. In zwei und drei hielt dann der unerschrockene Ex Auto Cross Pilot Alex Follmann bei schwierigeren Verhältnissen heftigst dagegen. Lauf 2 und 3 konnte sich Alex sichern, der egal ob halb trocken, trocken oder nass auf 1.21 stürmte. Das zeigte ganz klar die Grenze dessen was Alex an Material zur Verfügung stand. Im Gesamt ging es so aus das Wolfgang mit 4.05.500 Position 5 einnahm und Alex mit 4.03.777 die 4 bildete, ebenfalls sehr spannend!
Thomas Krystofiak hatte eine bessere Podestposition schon in Lauf 1 verloren. Ein schleichender Plattfuß zwang ihn dazu nicht ganz an das volle Limit heranzugehen, um stets eine gesunde Übersicht in den Kurven zu behalten! In Lauf 2 und 3 konnte er wieder wie gewohnt voll zuschlagen und nach der Bestzeit jagen! Thomas seine fand sich somit mit 1.19.450 im schwieriger zu fahrenden Lauf 3. Thomas blieb im KWR NSU 1200 im Resümee  ein zufriedener dritter Platz in der Klasse. Dadurch festigte er Rang 2 in der Gesamt/Meisterschaft NSU Bergpokal. Klasse Ergebnis für das Nordlicht!!!
Hervorragend aufgelegt war wie schon zuvor erwähnt Uwe Schindler! Uwe mag diese nassen kniffeligen Bedingungen. Mit seiner Rennroutine, die wohl bei etwa 30 Jahren in NSU TT Fahrzeugen liegt wirft er alles in die Waagschale! In Lauf 2 bei komplett nassen Verhältnissen wartet er sogar mit Gesamtbestzeit auf und befindet sich im 1 Sekunden Abstand zu Jörg Davidovic nach diesen beiden Läufen! Das gestaltete das Duell um den Klassensieg natürlich spannend! In Lauf 3 schlug Jörg aber erbarmungslos zurück. Er konnte mit einem fehlerfreien sauberen extrem schnellen Lauf immer nah am Grenzbereich seinen Sieg sichern und den schon vorhandenen Titel im NSU Bergpokal im Team mit Steffen Hofmann untermauern! Was bleibt übrig für diese beiden Racer, die hier gnadenlos alle Wetterbedingungen optimal bewältigt haben? Für Uwe Schindler Silber mit schnellstem Einzellauf von 1.18.119 in eins, Gesamt/Bestzeit in zwei, Gesamt Rang 2 mit 3.58.761 und dem guten Gefühl alles gegeben zu haben, super Leistung von Uwe!

Ein schleichender Plattfuß beendete eine noch bessere Platzierung Thomas Krystofiak


Für Jörg Davidovic blieb Gold, Gesamt Sonntags NSU Bestzeit in Lauf 1 bei stets nasser Piste mit 1.16.423! Die Gesamtzeit bildete sich mit 3.56.003 nach dem infernalischen dritten Rennlauf dann doch deutlich vorn. Jörg steigt ein weiteres mal in der Saison ganz oben auf das begehrte Podest, herzlichen Glückwunsch!
Wenn man daheim seit 5 Wochen auf Regen wartet und beim Bergrennen mal wieder mit Feuchtigkeit überschüttet wird ist es um so schöner wenn alle NSU heil in die wohlverdiente Winterpause gehen und Blecharbeiten nicht notwendig sind!
Diese werden wir jetzt erstmal genießen....

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