Bergrennen Osnabrück 2005
5.Lauf DMSB NSU Bergpokal 2005
Am 13/14 August fand das 38 Osnabrücker ADAC Bergrennen zwischen Hilter und Borgloh am Uphöfer Berg statt. Das ist die einzige Möglichkeit für die Fans aus dem hohen Norden Deutschlands, diese Bergsprinter in Action zu sehen. Viele Holländer und Fans aus der Nord und Ostseeregion belagern die interessanten Zuschauerpunkte entlang der Strecke. Die 1830 Meter lange Sprintstrecke ist sehr kurz, hat es aber in sich und fordert viel Talent von Fahrer und Fahrzeug. Neun NSU TT fanden sich hier beim Osnabrücker Bergrennen ein. Der Trainingssamstag wurde von schönem trockenem Wetter begleitet.
Nach einem Ölleitungsdefekt an einem Kompressor betriebenen Porsche 935, waren etwa 60 Prozent der Strecke mit Öl verschmiert, welches aber unter den aufmerksamen Augen des Rennleiters und Rennfahrers! Kevin Ferner gebunden werden konnte. Das Training der Rennprinzen lief bestens. Steffen Hofmann fuhr auch an diesem Berg in gewohnter Manier Trainingsbestzeit.
Steffen Hofmann am Limit im Trainingslauf
Mit tiefen 1,12er Zeiten trainierte er hervorragend und Steffen sagte es wäre noch mehr möglich gewesen mit einer anderen Gesamtgetriebeübersetzung. Auch Helmut Kunz trainierte im dritten Lauf mit einer 1,12er Zeit. Diese Zeiten hätten in den Jahren zuvor noch locker zum NSU Klassensieg gereicht. Detlev Schmidt aus Berlin fährt hier seinen Heim Grand Prix, da diese Bergrennen ja nur etwa 350 Kilometer von seinem Wohnsitz entfernt ist, nicht 500-800 Kilometer wie viele andere Bergrennen der Saison. Mit neu aufgebautem und lackiertem Auto(Unfall Hauenstein) bewältigte er das Training sehr gut mit zwei 1,13 er Zeiten. Jürgen Lätsch ,der hier als einziger in Osnabrück mit Andreas Kuhnert schon 1,11er Zeiten gefahren ist, trainierte mit 1,14, da seine Reifen nicht mehr mehr hergeben wollten ,so sagte er. Uwe Schindler, nun mit neuer Maschine und voller Verdichtung unterwegs trainierte mit einer 1,15.08 er Zeit, er war sichtlich zufrieden, das sein Auto und er so gut funktionierten. Eine Augenweide ist der Motorraum von Uwe seinem TT, mit der Kugelfischer-Toyota Formel 3 Einspritzanlage, einer etlichen Anzahl von verbauten Zusatzlüftern und Luftführungen, sowie einer selbstgebauten Edelstahlauspuffanlage mit Einspritzfächerkrümmer. Eine Augenweide für jeden Fan des schönen Motorenbaus.
Uwe Schindler in einer lang gezogenen Kurve kurz vor dem Wald
Uwe Schäf, Walter Fassbender und Guido Sälzer trainierten dann mit 1,16 er Zeiten, es ging alles sehr eng zur Sache hier. Jörg Höber, jetzt endlich mit einem Renngetriebe ausgestattet trainiert mit 1,19 er Zeiten und war sehr zufrieden, das er an bis zu 3 Sekunden an die starke Konkurenz herankam.
Jürgen Lätsch kämpft nicht nur mit dem Auto sondern mit vollem Körpereinsatz
Der Rennsonntag hatte es dann in sich. Das Wetter spielte verrückt. Die Strecke war entweder unten trocken und im Wald nass oder ganz nass, die Piloten hatten es schwer mit der Reifenwahl. Die beste Wahl wären wohl Intermediats gewesen, die aber eigentlich nur die Berg Asse wie Herbert Stenger zur Verfügung haben. Steffen Hofmann bewegte seinen TT gekonnt durch die Wetterkapriolen. Die Michelin Regenreifen boten hervorragenden Grip. Sein schnellster Einzellauf endete mit 1,19.818 ,in der Gesamtzeit kam er auf 5,25.629, Rang 1. Uwe Schindler ,der natürlich über genug Erfahrung mit seinem TT im Regen verfügt feuerte seinen TT mit 5,26.580 auf Klassenrang 2. Wäre Uwe den ersten Lauf etwas mutiger angegangen was sich natürlich leicht sagen lässt, hätte es auch der Sieg sein können. Seine schnellste Einzelzeit betrug 1,19.902. Helmut Kunz fuhr mit 1,19.642 die schnellste Regen NSU Zeit. Er kam auf 5,27.241 Gesamtzeit, das war Rang 3. Walter Fassbender, als einziger mit Intermediats ausgestattet fuhr mit 5,34.778 Gesamtzeit(1,21.697) schnellste Einzelzeit auf einer hervorragenden vierten Klassenrang. Der Berliner Detlev Schmidt ließ es im ersten Rennlauf auch verhaltener angehen was aber auch verständlich ist, mit einer Gesamtzeit von 5,38.580 endete die Fahrt auf Rang 5. Dahinter belegte Uwe Schäf aus Sulzbach an der Murr Rang 6 mit einer Einzelzeit von 1,24.212 und einer Gesamtzeit von 5,46.144. Jürgen Lätsch war etwas vom Pech verfolgt. Im Rennlauf 3 platzte seine Kupplungsdruckplatte, sie flog unter der starken Belastung mit der Rennkupplung in mehrere Stücke.Diese zerschlugen sogar das Differenzialgehäuse. So konnte Jürgen diesen Lauf nur im dritten Gang beenden. Mit einer Einzelzeit von 1,40.901 war ur eine Gesamtzeit von 5,59.325 möglich. Dies bedeutete Rang 7
Guido Sälzer am Trainingssamstag mit seinem bildschön aufgebauten TT
Jörg Höber, der leider am ersten Rennlauf nicht teilnehmen konnte, bedingt durch technische Probleme, fuhr so auf den Klassenrang 8 mit seiner schnellsten Regenzeit von 1,27.717. Er war zum ersten mal überhaupt mit seinem TT auf Regenreifen unterwegs. Das größte Pech an diesem Wochenende hatte wohl Guido Sälzer. Er hatte einen heftigen Ausrutscher auf nasser Fahrbahn, oben im Wald, dessen Randbereiche leider an dieser Stelle nicht mit Leitplanken, sondern nur mit Reifenstapeln abgegrenzt war. Über diese flog Guido hinaus. Sein Vorwärtsdrang endete leider vor einem Baum, welcher den schönsten Renn TT leider extrem zerstörte. Das war ein schwarzer Tag im NSU Rennkalender , da Guido mit seinem mausgrauen TT dieses Starterfeld unheimlich aufwertete und zudem bei allen Läufen am Start steht. Doch wer Guido kennt, der weiß er kommt bestimmt wieder und das mit einem wunderschön aufgebauten Rennprinz!!!!