Bergrennen Wolsfeld 2011

 

 3. Lauf zum NSU Bergpokal 

   

 

 

Eine Woche nach dem Trierer Bergrennen ging es mit der ganzen Prinzenarmada wieder in das Eifelgebiet nähe Bitburg.
Das Wolsfelder Bergrennen bildet im Jahr 2011 den dritten Lauf zum NSU Bergpokal. Der Kurs ist eng und winkelig, also für den NSU wie geschaffen, leider muss ich dazu sagen, das die Beanspruchung des Rennmaterials gerade auch im Antriebssektor extrem groß ist!
Als ich in die Starterliste schaute wollten sich wieder 15 NSUs um die schnellsten Zeiten raufen. Besonders vielen mir Frank Kleineberg und Karsten Steinert auf, zwei Rennfahrer die sehr schnell sind, aber nicht überall starten, man durfte gespannt sein!

Nun wechseln wir sofort in die Trainingssitzung am Rennsonntag.
Großes Pech hatte dieses mal Wolfgang Schwalbe, er konnte nur einen Trainingslauf komplett fahren, dann machte sich Leistungsmangel breit, nach der Identifizierung des Ölfilters konnte man Späne feststellen, eine wahrlich unschöne Angelegenheit, schade Wolfgang mit 1.28 er Zeit in einem Lauf musste er sich unfreiwillig geschlagen geben.

         

Bernhard Neuner hatte die Tage zwischen den Rennen genutzt und  mit Edgar Reich ein neues Herz in seinen Prinzen befördert, nachdem keine Nockenwelle aufgetrieben werden konnte für seinen Top Rennmotor, diese war ja in Trier eingelaufen.
Bernhard hatte Last mit dem Kreislauf, so konnte er nur zwei Sicherheitsläufe fahren und ließ den dritten sogar ganz aus, Resultat 1.27 und Rang 14, aber ausruhen und von Jutta pflegen lassen war mit Sicherheit die bessere Alternative an diesem Tag!

           

Wolfgang Marx konnte da schon wesentlich mehr aus seinem Renner herauskitzeln, drei annähernd gleich schnelle Fahrten ließen Herrn Marx auf den 13 Rang purzeln, die Beste derer drei Zeiten stand für Wolfgang mit 1.24 zu Buche und das sogar im
Ersten Trainingslauf!

Jörg Davidovic hatte die unfassbare Leistung hinbekommen binnen einer Woche den Motorschaden an Walter Voigts Spiess Renner zu beheben. Am Freitag Abend  wurde das Herz wieder in den schönen Renner gepflanzt, Zündschlüssel herum nach Öldruckaufbau und der Renner klang phantastisch. Walter Voigt war glücklich und konnte so den NSU in Wolsfeld auf eine Trainingszeit von 1.21.7 fahren das war Rang 11.

         

Knapp davor Roman Szott, der mit Renngetriebe von Steffen Hofmann antrat und dieses natürlich noch gar nicht kannte, langer erster Gang, ideal für die engen 180 Grad Kehren, Roman beherrsche das ungewohnte sehr gut, mit 1.21.751 beförderte er sich und TT auf einen zehnten Trainingsrang.

Nun ein Mann auf den ich sehr gespannt war, Karsten Steinert fegte die Bergrennpiste in seinen ersten Trainingslauf extrem forsch herauf, das gefiel mir sehr gut, Motor ebenfalls stark, schönes Drehzahlband ,doch was passierte dann?
In Lauf 2 riss die spezielle Antriebswelle schon kurz nach dem Start, schade ein Ersatzteil war nicht zu bekommen, da alles Einzelanfertigung war, so musste Karsten aufladen und am Montag  den Heimweg antreten, schöne Trainingszeit in nur einem Lauf mit 1.21.266, da wäre richtig was gegangen, glaubt mir!

          

Immer schnell und am Limit unterwegs Mike Vogel, ich finde tolle Fahrlinie gepaart mit viel Freude am NSU fahren bringen diesen Mann immer ganz weit in das schöne Starterfeld hinein, so auch hier, mit 1.20.473 stellt Mike seinen Strassen-Renn-TT auf einem neunten Rang ab, das war absolut ok!

          

Walter Fassbender hatte endlich mal wieder Zeit einen Termin im NSU Bergpokal wahrzunehmen, seine Arbeit ließ es endlich zu, schön das die Fassbenders zugegen waren. Was konnte Walter im TT bringen? Im Training erst einmal eine 1.18.816, aber mit nur zwei Trainingsläufen! In Lauf 1 streikte die Benzinversorgung vor der Vergaseranlage, Rang acht war so drin.

Karl Heinz Meurer fährt hier in Wolsfeld nicht so gern, trotzdem verzichtet er nicht darauf, warum sollte er auch, mit 1.18.790 stellt er die orange Waffe auf Platz Numero sieben in diesem Starterfeld. Karl Heinz Meurer bildet immer einen Block der die Top Fahrer nach hinten abschottet. Wer ganz nach vorn will, muss erst an Karl Heinz vorbei, ich denke das dürfte sich nicht einfach gestalten!

Frank Kleineberg ging beherzt zur Sache, mit 1.18.658 fuhr er im ersten Trainingslauf die viertbeste Zeit. Was konnte Frank noch drauflegen fragte ich mich und gar schon gespannt. Leider konnte ich das an diesem Wochenende nicht mehr feststellen, in Lauf 2 versagte das Differenzial, schade so war nun auch der zweite Fahrer heraus auf den ich besonderes Augenmerk gerichtet hatte, Frank Kleineberg hat wieder einen schnellen Eindruck hinterlassen!

           

Diesen Eindruck hinterlässt bei jedem Rennen natürlich auch Nicola Höllerich. Sie war nach Trainingslauf eins sogar dritte ,mit ein paar zehnteln Abstand zu Steffen Hofmann! Na kann sich das sehen lassen? Aber klaro, Nicola zeigte mit 1.16.800 ihre Bestzeit in Trainingslauf 2, unser Streckensprecher schwärmte ebenfalls von dieser Fahrt, Rang 5!

           

Uwe Schindler ging den Samstag relativ gelassen an, keine schlechte Idee, so kann man den Renner etwas schonen für den Renntag und die Konkurrenten tappen im dunkelen,  Uwe zeigt mit 1.16.319 bestimmt  noch nicht volles Potenzial. Er fuhr locker auf diese schon sehr gute Zeit, Rang 4 an den immer grinsenden Bayern!

Thomas Krystoffiak hat mit der großen Limosine auch hier wieder mit sagenhaft engen Spitzkehren zu kämpfen. Der Mann aus der Braunschweiger Gegend kommt wehement angerast und bremst den großen Prinzen 1200 c extrem zusammen, Angst kennt Thomas nicht, für den Mann ist das Entspannung pur, er rast so auf einen dritten Trainingsrang mit 1.16.153.

            

Steffen Hofmann schaut auch wieder auf eine anstrengende Schrauberwoche zurück. Ich will nur kurz berichten, Vater Gerhards Rennmotor aus dem roten Prinzen gebaut, Anbauteile ab, Steffens Krümmer und Vergasereinheit ran, dann auf dem Prüfstand abstimmen, gleichzeitig aus zwei Renngetrieben ein Wolsfeld Getriebe bauen. So Kam Steffen hier an, Gerhards Motor hatte nicht ganz die Spitzenwerte von Steffens Top Aggregat, doch dieser war sehr gut fahrbar, Steffen holte das Maximum aus dieser Einheit heraus, mit 1.15.745 fuhr er immer sehr sehenswert auf Trainingsrang 2! Klasse. Ich glaube manchmal selbst mit 60 Ps würde dieser Mann noch in die Top Ten rasen!

Heute überraschte jemand der eigentlich immer für das Podest gut ist! Doch was er hier präsentierte war meiner Meinung nach der Trainingsdampfhammer! Jörg Davidovic ließ dermaßen fliegen, das sich eine Gänsehaut bildete. Wie von tausend Hornissen verfolgt raste Jörg im 1300 TT die Piste hinauf, immer extrem, doch stetig unter Kontrolle und auf der sicheren Seite, so lautete die Aussage des Odenwälder Raketenmannes. Mit 1.13.781 stellte er seinen weißen NSU im NSU Streckenrekordniveau auf der Pole Position ab, überragender Auftritt, Blöffen, nicht mit mir! Stark.

           

Abends wurde es dann doch beachtlich kühl und anstatt gemütlich beieinander zu sitzen wurde mal die Rennstrecke abgewandert. So konnte man Erfahrungen austauschen, wie Bremspunkte oder Schaltpunkte vergleichen! An der Spitze des 1850 Meter langen aber extrem steilen Berges gab es für die Damen Sekt und für die Herren ein Bier, wohlverdient, hat Spaß gemacht!

                 

Nachts ab 2 Uhr fing es dann an sich einzuregnen, bis 10 Uhr morgens am Rennmontag nieselte es ununterbrochen, so musste Rennlauf 1 mit Regenreifen gefahren werden. In Lauf 2 war ein Teil der Prinzen mit Slicks unterwegs, der andere Teil auf Regenreifen!

Roman Szott hatte Pech, er musste als erster Starter überhaupt am morgen die nasse glitschige Piste unter die Reifen nehmen. Auf der Zielgeraden die man etwa mit 120 Km/h fährt schwamm das Prinzle dann auf, Roman korrigierte noch was ging , doch meist war er Passagier. Die Rutschpartie endete hinter dem Zielstrich im Graben, der Schaden war am Renntag nicht mehr zu beheben, eine Zeit, Rang 11 im NSU Feld, schade.

          

Bernhard Neuner ging es am Renntag auch wieder besser gesundheitlich, er konnte sich in fast jedem Lauf kontinuierlich steigern, der beste Lauf war in Nummer 3 mit 1.24.182, die Gesamtzeit derer vier Läufe brachte Bernhard auf 5.54.504, damit Rang 10!

Wolfgang Marx konnte seine schnellste Zeit mit 1.22.406 präsentieren. Er war sehr kontinuierlich schnell unterwegs, gerade morgens im Regen Schnitt er super ab,  mit dieser schönen Regenfahrt konnte er die Gesamtzeit auf 5.41.641 purzeln lassen, das war ein zufriedener neunter Rang!

              

Nun ging es mit Walter Voigt weiter, der Konzer hatte in seiner schnellsten Einzelzeit 1.20.313 anzubieten, er lieferte sich einen spannenden Schlagabtausch mit Mike Vogel, dessen Bestzeit im schweren NSU TT mit 1.19.219 ausgewertet wurde. Ich denke Mike macht das optimale möglich, immer gut aufgelegt rast der sympathische NSU Driver auf eine Gesamtzeit von 5.31.520 mit Rang 7. Walter Voigt, der im Regen am morgen 3 Sekunden schneller war als Mike folgte mit 5.32.589 denkbar knapp auf der neunten Position. Tolles Duell.

Karl Heinz Meurer konnte hier Klassenrang 7 einfahren. 1.18.901 lautete seine Bestzeit, mit der Karl Heinz in Lauf 3 aufwarten konnte. Da er gleichmäßig schnell und auch im
regen sehenswert unterwegs war ,beziffert sich seine Gesamtzeit auf 5.29.010, das konnte sich durchaus sehen lassen!

          

Thomas Krystoffiak hatte im
Morgendlichen Regenlauf Pech, er kam auf die dritte 180 Grad Kehre zugeschmettert, bremste den NSU 1200 c zusammen, das Heck versetzte und Thomas hatte alle Hände voll zu tun den großen Renner auf der Piste zu lassen! Er schlug vorwärts leicht in die Reifen ein, dann Rückwärtsgang und wieder Feuer frei, so war die Regenzeit schon mal dahin  . Das war aber nicht so wichtig, denn im NSU Bergpokal werden die besten drei Einzelläufe gewertet, diese gelangen mit Bravour. Thomas stellte im besten Lauf mit 1.16.540 seine persönliche Bestzeit auf, mit 5.28.242 Gesamtzeit raste er auf Rang sechs im normalen Wertungsmodus!

Walter Fassbender hatte keinen Ausrutscher zu verbuchen, so konnte er diese Sekunden sparen, durch saubere und schnelle Zeiten im phantastisch vorbereiteten Grewe NSU. Die Laufbestzeit betrug 1.17.162 und die Gesamtzeit lautete 5.23.380. Damit konnte Walter Fassbender auf  Klassenrang 5 fliegen, schön das der Neusser hier das Starterfeld mal wieder bereichern konnte!

           

Nicola Höllerich fährt ungern im Regen, am morgen war das aber nötig und was machte die schnelle Frau aus der Eifel? Sie stempelte die drittbeste Regenzeit in den Wolsfelder Asphalt, nur Steffen Hofmann und Jörg Davidovic waren schneller, ganz starker Auftritt! Die restlichen Läufe im trockenen befuhr sie durchweg mit 1.16 er Zeiten, die beste mit 1.16.072. Das katapultierte die schnelle Eifelanerin in Podestnähe, starker vierter Rang mit 5.16.839 Gesamtzeit, absolut toller Auftritt Nici!

Uwe Schindler konnte die Zeiten des Spitzenduos mitgehen, mit 1.14.254 fand er seine persönliche Bestzeit. Dazu muss man sagen das diese Zeit gerade mal 5 Zehntel über dem NSU Streckenrekord liegt, Uwe das war ein Klasse Ritt auf der blauen KWR Rakete! Einzig im nassen verlor Uwe ein paar Sekunden gegenüber der Konkurrenz. So belief sich die Gesamtzeit von Uwe auf: 5.13.178, das bedeutete eindeutig Podestplatz 3 schön gefahren!

               

Jörg Davidovic schloss nahtlos an den Trainingstag an, was er hier gerade im trockenen absolvierte war aller Ehren wert, er fuhr im Schnitt ein paar Zehntel in jedem Lauf hinter Steffen Hofmann und ich denke jetzt weiß jeder wie Jörg den Renner bewegt hat, stets spektakulär, nah am Limit welches aber absolut Korrigierbar war, Klasse Fahrt! Einzellaufbestzeit: 1.14.190, Gesamtfahrzeit: 5.09.372, das war ein absolut verdienter zweiter Platz nach vier Rennläufen, herzlichen Glückwunsch!

Für Steffen Hofmann gilt das gleiche wie für Jörg Davidovic am Trainingstag! Steffen fuhr in einer eigenen Welt. Gerade morgens im Regen katapultierte er seinen Renner dermaßen durch das Kurvenlabyrinth, das einem der Atem stehen blieb! Vier Sekunden schenkte er der Konkurrenz ein, da wusste ich schon, der Mann macht das heut wenn alles hält! Mit schwächerem Reserveaggregat trumpfte Steffen auf wie ein Kaiser, schnell, giftig und rund prügelte er seinen blau-weißen Renner dem Ziel entgegen, Laufbestzeit mit 1.13.980 knapp über Streckenrekord, Gesamtzeit: 5.03.504, das war der verdiente Sieg für Steffen Hofmann, der so die Meisterschaft wieder absolut spannend machte. Steffen so kennen wir dich, selbst mit ordentlich Nachteilen behaftet machst Du das absolut Unmögliche möglich, herzlichen Glückwunsch!!!

         

Sehr positiv war an diesem Wochenende noch die Anwesenheit von Gerhard und Gabi Hofmann, es war schön das ihr wieder Rennluft schnuppern konntet!
Dann möchte der NSU Bergpokal natürlich Claudia Pötzel noch nachträglich zum Geburtstag gratulieren!! Ihr seit eine klasse Familie, jedes mal schön wenn ihr dabei seit!!!!!!