Bergrennen Osnabrück 2001



Am 11./12 August fand am Uphöfer Berg zwischen Hilter und Borgloh bei Osnabrück das
34. internationale ADAC Bergrennen statt.Es waren 215 Fahrzeuge am Start,es gastierte
dort der Kübler Gruppe H Bergcup,der DMSB NSU Bergpokal und ein Gleichmäßigkeitsprüfung für historische Fahrzeuge.In jeder Wertungsklasse waren NSU Fahrzeuge am Start,sodas man auf 18 Rennprinzen kam,ich würde sagen,das gab es zuletzt
in den siebziger Jahren.Der DMSB NSU Bergpokal gewinnt zunehmend an beliebtheit,bei Fahrern und Sponsoren,zuletzt konnte Uli Nowak(NSU-Modellbau) als Sponsor hinzu
gewonnen werden.Mit zwölf Fahrzeugen war diese Klasse hervorragend besetzt.An der
Gruppe H halten auch noch NSU Fahrer fest, um sich mit den bärenstarken Polos zu messen,
in Osnabrück waren es Fritz Müller aus Braunschweig und Manfred Mühlberg aus Berlin.
In der Gleichmäßigkeitsklasse gingen noch vier wunderbar aufgebaute TT `s an den Start,die
Rötzer Brüder Richard und Herbert mit Ihren schnellen Navc Autos,sowie Manuel Becker
mit einem schönen TTS aus Hagen und Peter Kettler aus Altena der sein erstes Bergrennen
bestritt.

                        

                                                                      Jochen Hacker im Fahrerlager


Der Trainingssamstag bescherte Sonnenschein,nicht zu warm also ideal für die luftgekühlten NSU Triebwerke.Die schnellsten Trainingszeiten pendelten sich bei 1.15 min. ein.Die Spitze
bildeten fünf Fahrer Helmut Kunz,Thomas Anke der leider nur zu einem Trainingslauf kam
und Detlev Schmidt,Dino Eitel und Jürgen Lätsch,so konnte man einen spannenden Zeitenkampf erwarten.Die Fahrstrecke war obenherum neu geteert worden und dementsprechend rutschiger als sonst.Gefolgt wurde die fünfer Riege von Uwe Schäf und dem erstaunlich schnellen Robin Podak,sowi Bernd Wenninger und Uwe Schindler.Uwe Schäf mit einem einem Tausendertriebwek am Start verblüffte mit 1.18 er Zeiten.Robin Podak hatte nun endlich seinen lang ersehnten 1300er Motor,den Vater Günter noch zwei
Wochen vor dem Rennen kompletierte und abstimmte.Jochen Hacker hatte in seinem roten
Renner diverse Stromverbraucher,die der Zündung bei hohen Drehzahlen den Gar abdrehten.
Martin Kramer nun mit geradem Spiess Saugrohr und 45er Webern Vergasern unterwegs
konnte so ein bischen mehr Leistung aus seinem Triebwerk holen und dichter auf die top Autos aufschließen.Hans Joachim Engelke aus Braunschweig ging mit seinem targaorangen
Renn –NSU an den Start,der sogar noch Straßenzulassung besaß und mit dem er den NSU
Berkpokal um ein weiteres Fahrzeug bereicherte.
In der Wertungsgruppe H fuhr Fritz Müller mit seinem TT sensationell schnell ,1.20 Minuten
benötigte er mit seinem 70kg schwereren Auto,gefolgt von Manfred Mühlberg der mit 1.25er
Trainingzeiten unterwegs war.
In der Gleichmäßigkeitsprüfung wollte man natürlich auch wissen wie schnell man ist und
Richard Rötzer lieferte niedrige 1.19er Zeiten gefolgt vom Bruder Herbert mit 1.21 min.
Peter Kettler und Manuel Becker bestritten ihr erstes Bergrennen und waren auch sehr zügig unterwegs.

                              

Das Training verlief für alle NSU-Treter reibungslos.Thomas Anke überraschte mit
1.14er Zeiten,dicht gefolgt von Helmut Kunz,Detlev Schmidt,Jürgen Lätsch und Bernd
Wenninger.Diese vier Fahrer waren alle zwischen 1.15 und 1.18 Minuten unterwegs.
Robin Podak ,erstmal nur mit 1250er Motor unterwegs und Martin Kramer dessen TT
noch mit einer TTS-Nockenwelle bestückt waren hatten natürlich ein Leistungsmanko
auf den unteren langen Geraden und fuhren Zeiten so um die 1.25.
Nun zur Gruppe H , bei Horst Fleischer paßt das Fahrer und Technikpaket sehr gut
Zusammen,mit 60kg Mehrgewicht gegenüber den NSU-Cup Autos waren im Training
auch Zeiten um 1.14 möglich.Manfred Mühlberg aus Berlin war ebenfalls schnell
unterwegs, sein neuer Einspritzmotor lief sehr gut.
Nach Trainingsende wurden die NSU Fahrzeuge abgestellt und es mußte nur sehr wenig geschraubt werden.Helmut wechselte noch eben mit seinem Bruder das Getriebeeingangs-
rad und die Kupplung.Anschließend wurde sich frisch gemacht und einer gemütlichen
Weizenbierrunde in einer heimischen Kneipe stand nichts mehr im Wege.
So gegen Mitternacht wurden aber dann die Schlafquatiere aufgesucht,man wollte für das Rennen fit sein.Am morgen wurde man dann im Fahrerlager von warmlaufenden Motoren
geweckt.Zuerst wurde noch ein Trainingslauf gestartet,da die Strecke in den Waldpassagen noch nass war.Die Rennläufe begannen ab Mittag , im NSU-Bergpokal begann ein heißer
Kampf an der Spitze,Helmut Kunz führte nach zwei Läufen mit Zehntelvorsprung vor Thomas Anke,eine Sekunde dahinter kämpften Jürgen Lätsch und Detlev Schmidt um die weiteren Positionen , ein Schaltfehler wäre bereits eine Vorentscheidung gewesen.
Detlev Schmidt fühlte sich im oberen Geschlängel wohl,man sah nur qualmende Vorderräder
und ein driftendes Heck.

                                               

                                                                        Peter Kettler startete in der historischen Wertungsgruppe

                                                                

                                       


Jochen Hacker und Bernd Wenninger lieferten sich den dritten Zweikampf.Jochen hatte im frühen Training Leitplankenkontakt, doch das eingedrückte Blech konnte schnell wieder gerichtet werden.Robin Podak und Martin Kramer fuhren Zeiten knapp über 1.20 min,
stärkere Motoren für diese Fahrzeuge sind bereits in Vorbereitung.
Im dritten Lauf wandelte sich das Blatt,Thomas Anke fuhr sauber und schnell,Bestzeit und Rang 1.Helmut Kunz sein Motor lief nicht mehr ganz sauber, aber trotzdem Rang zwei mit ein paar Zehnteln Rückstand.Detlev Schmidt im beherzten Drift auf Rang drei vor Jürgen Lätsch, der kurz vor dem Ziel einem Kupplungsschaden zum Opfer viel,Rang 4, gefolgt von dem immer sauber und schnell fahrendem Bernd Wenninger.Jochen Hacker knapp dahinter auf Position sechs. Robin und Martin belegten die Ränge 7 und 8, aber mehr ist mit den cirka 100Ps starken Triebwerken auch nicht drin.
In der Gruppe H spuhlte Horst Fleischer ein wahres Feuerwerk ab.Mit zum Schluss niedrigen 1.13er Zeiten peilte er sogar die bestehende NSU Bestzeit von Andreas Kuhnert an und wurde trotz mehr Gewicht schnellster NSU an diesem Wochenende.Manfred Mühlberg viel leider schon im ersten Wertungslauf mit Kupplungsschaden aus.
Alles in allem ein klasse NSU-Rennwochenende,nun blickt man am 11/12. August auf das Bergrennen in Osnabrück,wo der Gruppe H Bergcup,der DMSB NSU Bergpokal und eine
Historische Gleichmäßigkeitsprüfung mit Abarth und NSU Fahrzeugen auf dem Programm steht.Diese Veranstaltung dürfte die beste im Jahr 2001 werden!!!


Grüße Frank Altstädt