Bergrennen Iberg 2005
2.Lauf zum DMSB NSU Bergpokal 2005
Das Bergrennen in Heiligenstadt genießt immer eine besondere Atmosphäre, bei den Fahrern und den Fans gleichermaßen. Das Fahrerlager, mitten in der Stadt gelegen bietet alles um die Rennfahrer zufrieden zu stellen, eine Bäckerei mit Frühstück ,eine Pizzeria ,Dusch und Waschmöglichkeiten, selbst ein Schwimmbad ist nicht weit, halt alles vom feinsten.
Der DMSB NSU Bergpokal trägt hier seinen zweiten Saisonlauf aus, 10 Starter folgten dem Aufruf in das Thüringer Land, etwa 50 kilometer östlich von Kassel gelegen. Diese Bergrennstrecke bietet alles was man braucht. Im unteren drittel eine Powergerade mit langer Vollgas-Mutkurve , die auf die Zuschauerkurve zuführt, in der das Auto mächtig zusammengebremst wird, im oberen Bereich mehrere aufeinander folgende enge Kurven, inclusive einer 180 grad Spitzkehre, das alles wunderbar einsehbar für die Fans.
Die NSU Bestzeit stammt aus dem Jahr 1998, gefahren von Andreas Kuhnert mit einer Zeit von 1.11 ……irgendwas.
Jörg Höber aus Nürnberg fuhr hier am Iberg sein erstes Bergrennen auf seinem wundervoll aufgebauten Renn TT: Das Training verlief für alle NSU Piloten sehr gut. Jürgen Lätsch überraschte und fuhr mit 1.13 Trainingszeiten zum erstaunen aller die Samstagsbestzeiten.
Nach einem Prüfstandsaufenthalt mit seinem Kugelfischer Einspritz NSU konnten so noch etwa 5 Pferdestärken gefunden werden, so sagte er. Auch eine veränderte Sitzposition im Fahrzeug ließ direkteres Fahren zu.

Steffen Hofmann beim scharfen anbremsen der Zuschauerkurve
Horst Fleischer folgte mit seinem sehr schnellen NSU TT mit klasse 1.14 er Zeiten auf Rang 2 in dieser vollbesetzten Klasse. Mit schnellen und gekonnten Driftwinkeln begeisterte er die Fans.
Dahinter natürlich Steffen Hofmann auf seinem NSU TT mit 1.14er Zeiten ,welcher sein Auto mit dem Ex Spiess NSU Rennfahrer Hans Edelhäuser blendend vorbereitet hat. Vierter im Bunde Detlev Schmidt aus Berlin auch mit 1.14 er Zeiten, der mit seinem Bandsch Slalom NSU natürlich ein leichtes Leistungsmanko gegenüber der Konkurenz zu verzeichnen hat. Fünfter im Training dann Helmut Kunz aus der Sophientaler NSU Hochburg. Knapp dahinter Guido Sälzer mit seinem traumhaft aufgebauten mausgrauen Renn TT , welcher eigentlich für die Rennerei viel zu schade ist(1.16 min). Auch Jochen Schittenhelm stempelt 1.16 er Zeiten in den Asphalt, aber erst nachdem er in Lauf 1 sein Schaltgestänge repariert hatte. Uwe Schäf fuhr ebenfalls 1.16er Zeiten, so war wieder einmal satt für Spannung gesorgt. Uwe Schindler der seinen Motor mit Kugelfischer Einspritzung versehen hat und einem umgefrästen Toyota Formel 3 Drosselklappenteil ausstattete, um einen sehr langen Ansaugweg zu haben musste von Lauf zu Lauf noch ein paar Abstimmarbeiten vornehmen um das Gemisch optimal zu justieren. Er fuhr aber mit 1.17 er Zeiten ebenfalls sehr schnell. Jörg Höber trat mit einem Seriengetriebe an, da so schnell kein NSU Renngetriebe aufzutreiben war. Auf den langen Geraden viel die Drehzahl so sehr in den Keller, das er sogar Zeit hatte sich die Waldstücke genau anzusehen. Es war seine erste Ausfahrt mit dem dem TT, da das Auto erst am Donnerstag vorm Iberg fertig geworden war. Er war sehr froh das alles lief und gehalten hatte(1.29 min).
Am Sonntag dann wieder bestes Rennwetter, nicht zu warm und nicht zu kalt vor allem trocken, das war genau richtig für schnelle Zeiten. Jürgen Lätsch überraschte am Renntag mit einer 1.11.666, das war NSU Bestzeit und gleichzeitig der Klassensieg. Mit dieser Fabelzeit konnte Jürgen im dritten Lauf noch Horst Fleischer abfangen, der seinerseitz mit 1.12 er und 1.13er Zeiten sich blendend in Szene setzte. Jürgen kam auf eine Gesamtzeit von 3,37.999 und Horst auf 3,38.380, knapper geht es wohl kaum und das nach drei Rennläufen.

Jürgen Lätsch feuert seinen Renn TT zum Klassensieg
Detlev Schmidt machte sein Leistungsmanko durch extrem spektakuläre Fahrweise wieder weg mit zwei 1.13 er Zeiten und einer 1,14 kam er auf 3,41.308, dies bedeutete Rang 3.
Steffen Hofmann war so mit seiner Gesamtzeit von 3,41.992 hauchdünn geschlagen. Guido Sälzer konnte sich nach einer 1.15er Zeit noch auf zwei top 1.13 er Zeiten verbessern und lief mit 3,42.828 auf Rang 5 ein. Jochen Schitenhelm kam auf eine Gesamtfahrzeit von 3,43.479, dieses bedeutete Rang 6. Helmut Kunz fuhr eine Gesamtzeit von 3,43.598 und das mit einem Drosselklappenteil an seinen Fallstromvergasern, was leider nicht ganz öffnete, Hut ab!!!
Die beiden Uwes kamen auf Gesamtzeiten von 3,46.925(Schäf) und 3,49.681(Schindler).
Jörg Höber der sich noch nach dem Training um stolze 7 Sekunden verbessern konnte und so auf eine 1,22 Einzelzeit kam lief mit 4,23.388 zufrieden im Ziel ein.
Die schnellsten 8 Ventiler Polos fuhren wiederum nur etwa 1 Sekunde pro Rennlauf schneller, als die schnellsten NSU Fahrzeuge und das mit einem Leistungsplus von etwa 35 Ps gegenüber den besten NSU TT Motoren ,die am Anfang der sechziger Jahre entwickelt worden sind!!!!!!!!!!