Bergrennen Homburg 2011
4. Lauf zum NSU Bergpokal 2011

Nun war es wieder soweit, das fahrerisch sehr anspruchsvolle Bergrennen zwischen
Homburg und Käshofen hat zum vierten Lauf in der NSU Bergpokalsaison 2011
eingeladen. 11 NSU stellten sich dieser Herausforderung. Eigentlich wären es
vierzehn NSU gewesen, doch auf Walter Fassbender, Walter Voigt und Bernhard
Neuner mussten wir leider verzichten. Sie waren leider verhindert.
Diese Juli Wochenende bildete wettertechnisch zwei Seiten ab. Der
Trainingssamstag wurde unter idealen Bedingungen gestartet.
Der Renntag war mit Dauerregen behaftet, der die Strecke nass und
schmierig gestaltete.
So wurden die Fahrer gleich doppelt beansprucht, einerseits mit der mutigen
anspruchsvollen Piste, andererseits mit den wechselnden Wettereigenschaften.
Los ging es dann am Trainingssamstag mit Roman Szott. Nach dem Unfall wegen hängen
gebliebenen Gaszuges bei einem Rennen zuvor in Wolsfeld ließ er diese
Geschichte hier in Homburg erst einmal "easy" angehen und raste mit
1.44.429 auf seine beste Trainingszeit. Das bedeutete Rang 11.

Startvorbereitung am Homburger Karlsberg: Leo Rabus
Schon drei Sekunden schneller konnte das ganze Wolfgang Schwalbe umsetzen. Rund
und sicher stürmte er dem Gipfel entgegen, der mit vielen Mutkurven bespickt
war. Selbst eine Bergabpassage vom Start weg ,die in das berüchtigte Brückchen
führt meisterte Wolfgang sehr gut und kam mit 1.41.405 auf einen zehnten
Trainingsrang.

Wolfgang Schwalbe rast durch das berüchtigte Brückchen
Wolfgang Nummer zwei, der so genannte Herr Marx legte noch ein Schüppchen oben
drauf und konnte unter die 1.40 er Marke fahren, was in Homburg schon als eine
sehr gute Leistung im NSU eingestuft werden kann. 1.38.994 lautete seine
schnelle Endzeit, die mit ein paar zehnteln mehr auch für Rang sieben gereicht
hätte, so blieb Platz 9.
Leo Rabus, der mit den Einfalt Brüdern angereist war fuhr in 2011 sein persönlich
erstes Rennen im NSU Bergpokal 2011. Endlich war er da, der bildschöne orange
Renner mit dem sympathischen Schwanstetter am Volant. Leo machte auch eine
1.38.960 er Zeit möglich, welche ihn auf Position 8 nach vorn spülte. Schöner
Einstadt 2011, weiter so.
Der nächste orange Renner stand mit Horst Fleischer nun an der Startlinie
parat. Wie ein Katapult wird dieses Geschoss nach vorne befördert.
Horst, der hier in Homburg auch schon Erlebnisse der unschönen Art hatte ließ
das ganze normal und ohne Risiko angehen. So beförderte er den KWR NSU mit
1.38.275 auf einen schönen siebten Platz!

Horst Fleischer im oberen Kurven Geschlängel der Strecke
Mike Vogel, der Highflyer im strassenzugelassenen Rennwagen setzte wieder auf
optimale Fahrt. Einfach Gasfuss runter und lass mal gegen Kapelle, mal schauen
was hier in Homburg so geht. Was ging kann sich wie immer sehen lassen, 1.36.881
und Position 6!
Karl Heinz Meurer, der kein Überauto hat lotet sein Limit absolut voll
aus. Würde ich mehr riskieren, wäre das Risiko zu groß ,so die Aussage des
immer gut aufgelegten Schwarzwälders. Da hat er absolut recht, das kann ich nur
bestätigen seine Fahrt ist stets schnell und hervorragend. Mit 1.34.345 bildet
er wieder den Puffer an dem man vorbei muss wenn man Richtung Podest will, Rang
5!
Für Thomas Krystoffiak ist Homburg wieder eine Strecke nach Maß! Anspruchsvoll
und mutig, das ist genau das, was Thomas und der NSU 1200 c brauchen. So rast er
hier stets spektakulär ganz ganz nah an die Spitze heran, mit 1.31.941 gehört
er hier in Homburg zu den absoluten Podestkandidaten, Klasse!

Ein Simca steht im Walde, er war mit Slicks in der Nässe gestartet
Unglaublich aber wahr, Fahrer und Auto waren unversehrt!
Uwe Schindler braucht man ja als Podiumskandidaten nicht weiter zu erwähnen, er
ist eigentlich Dauergast auf dem Stockerl, so lässt er sich auch hier nicht
lumpen und trainiert mit 1.31.796 auf einem sehr hohem aber auch für ihn
sicherem Niveau. Was soll man hier auch an das absolute Limit gehen, wenn der
Sonntag laut Wetterschau zu 100 Prozent im Regen stattfindet, schlau gedacht,
Rang 3 für Uwe!

Uwe Schindler in dem blauen KWR Renner
Mit Jörg Davidovic kristallisiert sich in der letzten Zeit der ärgste
Verfolger von Steffen Hofmann heraus. Selbst der Streckensprecher ist da genau
derselben Meinung und Jörg bestätigt das ganze mit runder und blitzsauberer
Fahrt! Schön dem Odenwälder NSU Profi zu zu sehen, eine Klasse Linie zeigt die
stets am Limit befindliche Fahrt! Mit 1.31.631 stellt er seine weiße Rakete auf
einem zweiten Trainingsrang ab!
Steffen Hofmann, der seit Wolsfeld immer noch mit dem Reserve- Reservetriebwerk
von Vater Gerhard unterwegs ist zeigt hier mal wieder klar auf, Leistung ist
nicht alles, man braucht auch Talent in den Knochen, welches Steffen zu genüge
hat! Mit nur zwei Trainingsläufen stellt er die weiß blaue Bamberger Rakete
auf der Pole Position ab, wie immer super gefahren! Manchmal denke ich Steffen
sei mit dem
TT zu einer Einheit verwachsen! Bestzeit 2011 mit 1.30.106 und klare Pole
Position!
Abends ist es mitlerweile zur Gewohnheit geworden den Berg mal zu Fuss zu
erklimmen und so noch über Schaltpunkte und Getrieberäder zu fachsimpeln!
Danach hatten wir noch die Möglichkeit den Witzen von Herbert Einfalt zu
lauschen bevor es dann in das Bett ging. Nun setzte aber in der früh der
vorprognostizierte Dauerregen ein und beendete den Schlaf der meisten Fahrer
abrupt.
Das Rennen fand wie schon eben beschrieben im Regen statt, schwierige und vor
allem schmierige, glatte Verhältnisse mit vielen Ausrutschern zwangen den
Veranstalter dazu gegen 18 Uhr das Rennen abzubrechen und es bei zwei Wertungsläufen
zu belassen. Da die Prinzen Garde aber drei Läufe blitzsauber und Akkurat
hinbekommen hat, können im Modus des NSU Bergpokals auch drei Läufe gewertet
werden.
Das Ende bildete diesen Sonntag Roman Szott, er testete sein neues
Schaltrenngetriebe, dazu kamen die Schmierseife ähnelnden glatten Verhältnisse
bei denen der Prinz auf jeden Fall heile nach Hause und hier dem Gipfel
entgegengebracht werden sollte!
Roman fuhr in Lauf 3 eine Bestzeit von 2.08.283 und bildete seine Gesamtzeit mit
6.43.266 das bedeutete Rang 11.

Roman Szott gefiel der Trainingstag bei Sonne auch viel besser
Vorsicht ließ auch Horst Fleischer walten, der aber schon wesentlich beherzter
zur Sache ging. In Wertungslauf 3 war für Horst 1.53.190 möglich, die
Gesamtzeit mit 6.00.578 war schon deutlich schneller als die Fahrt von Roman
Szott, Klassenrang 10 für Horst.
Mike Vogel hatte den großen Nachteil
hier, nur mit na sagen wir mal geschnittenen Slicks in die Regenschlacht
hineinfahren zu können. Das Gripniveau ließ natürlich gegenüber reinrassigen
Regenreifen zu wünschen übrig, im Verhältnis dazu war Mike aber sehenswert
unterwegs! Mit 1.48.988 bildete er seine schnellste Zeit, im Gesamt war so
5.44.257 drin, damit Klassenrang 9.

Mike Vogel
verwendet immer die gleichen Reifen, egal ob trocken oder nass
Wolfgang Schwalbe war bei diesen Verhältnissen in seinem Element, er ließ sehr
gut fliegen und war immer mit sehr passablen Zeiten unterwegs, wo sich die beste
auf 1.49.943 belief, so zeigte sich die Gesamtzeit von Wolfgang mit 5.43.828
denkbar knapp vor Mike Vogel. Insgesamt sehr gut gefahren! Position acht.

Karl Heinz Meurer nimmt die mutigste Stelle unter die Slicks
Karl Heinz Meurer konnte das ganze noch erheblich steigern! Trotz uralten
Regenreifen fuhr der Schwarzwälder an seinem
persönlich vertretbaren Limit und stellte mit 1.45.988 seine persönliche
Bestzeit auf, die Gesamtzeit von 5.32.326 konnte sich durchaus sehen lassen,
Klassenrang 7 hier in Homburg, schade mich hätte mal interessiert zu was
dieser Gipfelstürmer im trockenen in der Lage gewesen wäre!

Bergab, Jörg Davidovic kurz nach dem Start
Dann wirklich eine positive Überraschung, Wolfgang Marx machten diese wirklich
sehr schweren Verhältnisse nichts aus, er jagte den Prinzen den Berg hinauf als
gebe es kein halten mehr. 1.45.493 lautete die Bestzeit des Mannes ,der hier vor
heimischem Publikum super Attacke fuhr. Die Gesamtzeit zeigte mit 5.25.696
genau das wieder was Wolfgang Marx hier an Einsatz gezeigt hatte, Klasse Fahrt,
Rang 6 unter diesen Bedingungen! Stark!

Verdammt starker Auftritt beim Heim Grand Prix, Wolfgang marx
mit Davidovic Triebwerk unterwegs.
Genau gleiches gilt für Leo Rabus, der sich am Rennmorgen sogar auf Position
vier tummelte und als erster Starter am Renntag überhaupt die Linie ebnen
musste. Die beste Zeit legte Leo aber in Lauf 3 hin, der die etwas
besseren allgemeinen Bedingungen bot. Mit 1.45.561 ließ auch er den Einfalt TT
mächtig fliegen. Zufriedene Miene für Leo, der Mann der hier gewaltig
auftrumpfte und mit Rang 5 und einer Gesamtzeit von 5.25.407 mächtig Eindruck
schindete! Klasse Leo!!!
Einfach
schön diese Prinzen
Rang vier ging an Uwe Schindler, der hier blitzsauber und schnell den Berg
hinauf raste. In allen Läufen hielt er ein geringes Maß an Sicherheit, welches
den Sprung nach ganz vorn, wie von ihm üblich verhinderte. Die starke Konkurenz
war natürlich auch nicht von schlechten Eltern und konnte Uwe auf Klassenrang 4
befördern. Trotz alledem Klasse Fahrt, mit 5.22.759 Gesamtzeit und schnellster
Einzellaufzeit von 1.42.770 ein Ergebnis das sich sehen lassen kann und die
Meisterschaft absolut spannend macht!
Dann war da ja noch Thomas Krystofiak , wenn es eng und knapp und ungemütlich
wird ist es für ihn genau richtig! Ich finde immer er ist Angstbefreit und Jagd
den NSU 1200c auch genauso um die Ecken, sehr beherzt und mit größt möglichem
fahrerischen Einsatz brennt er dem Gipfel entgegen, ob bei Regen oder sonst was,
er hat eine Regel: Feuer frei. So auch hier in Homburg, mit 1.44.916
Laufbestzeit und einer Gesamtzeit von 5.18.760 belegt er verdient den dritten
Stockerlplatz, Klasse!

Full Attack Thomas Krystoffiak
Der Streckensprecher sagte auch am Rennsonntag, Jörg Davidovic sei der von ihm
auserkorene ,der die engste Verfolgerrolle von Steffen Hofmann einnimmt. Danke
Hannes Martin besser hätte ich es nicht in Worte kleiden können. Jörg war
knapp, ganz knapp an Steffen Hofmann dran, in Lauf eins waren es morgens Zehntel
Sekündchen, in Lauf 2 dann etwas über eine Sekunde und in Lauf 3 fast
risikofrei gefahren etwa 2 Sekunden. Also Jörg ich muss anmerken, bei diesen
widrigen Verhältnissen, ganz großes Kino, klasse Fahrt, mehr muss man
nicht sagen, Rang 2 mit 5.06.740 Gesamtzeit und schnellstem
Einzellauf mit 1.41.144, einfach hervorragend!

Jörg lässt im Brückchen fliegen aber mit sehr viel Feingefühl
Nun hab ich es ja schon vorweggenommen, Steffen Hofmann ist auch hier in Homburg
der Mann des Tages. Er rast im NSU TT, der mit zweitem Reserveaggregat versehen
ist ,zu immer neuen Höchstleistungen! Steffen sagte am Abend, wer so eng gejagt
wird animiert sich selber zu weiteren Steigerungen, egal wann und wo Steffen
herflog, es war immer am Limit und stets sauschnell, starker Auftritt des
Bambergers!!! Mit 1.38.667 schnellste NSU Einzellaufzeit im Regen und mit
5.02.099 eine bärenstarke Gesamtzeit, Steffen herzlichen Glückwunsch zum
Klassensieg!

Steffen Hofmann rast am Start weg, hier geht es erst bergab!
Noch viele Grüße an Walter Voigt und Familie von allen
NSU Tretern, wir hoffen ihr konntet das Wochenende in der Schweiz genießen!!!!