Bergrennen Hauenstein 2005

 

                                                             4.Lauf DMSB NSU Bergpokal 2005

 

Die wunderschön gelegene 3,91 Kilometer lange Bergrennstrecke in der bayrischen Röhn, nähe Bad Neustadt sollte an diesem Wochenende wieder von 150 Bergrennspezialisten unter die Räder genommen werden. Bei schönem aber nicht zu heißem Wetter wurden gerade die NSU Motoren nicht so überstrapaziert. Die Strecke, die mehrere lange Powergeraden, aber auch ebenso schnelle Mutkurven beinhaltet, sollte in vier Rennläufen befahren werden. Eine aus Reifenstapeln erzeugte Schikane im oberen Drittel der Strecke verkürzt eine lange Gerade und erfordert zusätzlich viel Geschick von den Fahrern!

                                     

                                                                                    Uwe Schindler am Ausgang der schnellen Schikane im Jahr 2004

 

Der Trainingssamstag verlief für die neun angereisten NSU Piloten reibungslos und jeder tastete sich an seine eigene Grenze heran.

Steffen Hofmann, der ein Mann für schnelle Mutkurven ist und sich auf dieses Rennen freute jagte seinen Edelhäuser TT flott, spektakulär aber Präzise über die Stecke. Mit zwei 2,13 er Zeiten setzte er an diesem Wochenende die Maßstäbe und fuhr mit einer Gesamtzeit von 8,52.367 auf Platz 1 in der NSU Klasse. Dicht gefolgt von Helmut Kunz mit seinem TT, der seit den siebziger Jahren in verschiedenen NSU TT und Brixner Rennwagen saß und über genug Erfahrung verfügt. Helmut, der in seiner Garage alles an seinen NSU TT selber entwickelt und schraubt, inklusive der berüchtigten Miller Motoren, die schon so manchem Spiess Fahrer in den siebziger Jahren einen Stempel aufsetzten. Helmut fuhr eine 2,13 und drei 2,14er Zeiten und damit auf Rang 2 mit einer Gesamtzeit von 8,56.355. Horst Fleischer, der das Hauenstein Bergrennen ebenfalls sehr mag und hier die Leistung seines von Andreas Kuhnert getunten Motors voll ausspielen konnte, kämpfte vehement um die Spitzenpositionen mit. Er stempelte zwei 2,14er und eine 2,15 und eine tiefe 2,13 in den Asphalt der Rhön was zwar am Ende mit 8,57.990 Rang drei bedeutete, aber nur knapp über einer Sekunde von Rang 2 entfernt war und das nach vier Rennläufen, knapper geht’s kaum!!! Jürgen Lätsch, der vom Trainingssamstag zum Sonntag noch den Triebling für die Gesamtgetriebeübersetzung wechselte und sich so noch um drei Sekunden zum Samstag auf 2,18er Zeiten steigern konnte fuhr mit 9,15.905 auf Rang 4. Er viel aber schon deutlich gegenüber der schnelle drei Piloten ab. Uwe Schäf der ebenfalls schnell unterwegs war und sich mit Jürgen einen erbitterten Schlagabtausch lieferte und sich mit zwei 2,18er, einer 2,19 und einer 2,20er Zeit nur knapp geschlagen geben musste fuhr mit 9,16.365 auf Klassenrang 5. Walter Fassbender, der gegenüber der Konkurenz noch ein leichtes Leistungsmanko zu verzeichnen hatte und so auf den langen Geraden etwas Zeit einbüßen musste fuhr mit konstanten 2,20er Zeiten in allen Heats auf Klassenrang 6 mit 9,22.936.

                                   

                                                                                                      Horst Fleischer im schnellen oberen Geschlängel

 

Jörg Höber der TT Neuling aus Nürnberg gab wie immer alles mit seinem Fahrzeug und er rückt der Konkurenz von Rennen zu Rennen näher auf den Leib. Was erst 10 Sekunden Abstand zur Konkurenz waren sind jetzt 7 bis 8 und es wird noch weniger, denn es sind noch einige technische Dinge an seinem Fahrzeug zu verbessern, wie zum Beispiel ein 43 kg zu hohes Basisgewicht! Mit 2,28er Zeiten fuhr er auf Klassenrang 7 mit einer Gesamtzeit von 9,54.513. Der Pechvogel des Wochenendes war wohl Jochen Schittenhelm. In Lauf 1 hebelte sich sein Fahrzeug in der 90 Grad Zuschauerkurve aus, schlug wieder auf und die Antriebswelle hielt diesem Schlag nicht stand und riss! Ausfall in Lauf 1, in Lauf 2 klappte die Bergfahrt mit einer Zeit von 2,17 Minuten. In Lauf drei verabschiedete sich wieder eine Antriebswelle in derselben Kurve und so war dieses Wochenende ein Streichresultat, schade. Detlev Schmidt aus Berlin angereist und immer schnell unterwegs mischte mit 2,14 und 2,14er Zeiten sogar um die Spitze mit bis in Lauf vier eine Ölspur und zu hohe Geschwindigkeit seinen Vorwärtsdrang in einer Leitplanke beendete. Ein zuvor geplatztes Polo Aggregat legte diese Ölspur genau in die Anbremszone der Zuschauerkurve. So war Detlev gezwungen ein andere Linie zu wählen, diese war jedoch nicht sauber und so bauten die Räder beim bremsen nicht den gewohnten Grip auf und der TT wurde an der starren Leitplanke gestoppt, schade. So wurde er in der Gesamtwertung als Ausfall geführt, kam doch in der NSU Wertung, wo die Einzelläufe zählen noch auf gute und wichtige Punkte, dank der drei gelungenen schnellen Rennläufe von ihm.

So war dieses Rennwochenende voller Spannung und Action im NSU Bergpokal, wo es dank des einfachen Reglements erst einmal etwas günstiger und auch spannender zur Sache geht als in anderen Meisterschaften!!!